Die Fehler im Syllogismus bezeichnen einen Verstoß gegen folgende Regeln im Syllogismus:
1. Im Syllogismus müssen genau drei Termini oder Begriffe vorhanden sein, nicht mehr und nicht weniger
2. Der Mittelbegriff muß in beiden Prämissen auftreten
3. Der Mittelbegriff muß in wenigstens einer Prämisse in vollem Umfang verwendet werden (siehe auch dazu :Distributiertheit der Termini im Urteil
4. Der Ober- oder Unterbegriff darf im Schlusssatz nur dann in vollem Umfang verwendet werden, wenn er in der entsprechenden Prämisse in vollem Umfang verwendet worden ist
5. Nicht beide Prämissen dürfen verneinend sein
6. Nicht beide Prämissen dürfen partikulär sein
7. Wenn eine Prämisse verneinend ist, muß auch der Schlussatz verneinend sein
8. Wenn eine Prämisse als partikulär definiert ist, muß auch der Schlusssatz partikulär sein
9. Wenn beide Prämissen bejahend sind, muß auch der Schlusssatz bejahend sein
10. Es darf nicht gleichzeitig der Obersatz partikulär definiert und der Untersatz verneinend sein
Einige häufige Fehler im Syllogismus sollen besonders genannt werden:
Ein Fehler liegt vor, wenn in der ersten Figur des einfachen kategorischen Syllogismus der Untersatz verneinend ist.
Ein Fehler liegt vor, wenn in der zweiten Figur des einfachen kategorischen Syllogismus beide Prämissen bejahend sind, weil damit gegen die Regel 3 des Syllogismus verletzt wird, gemäß der der Mittelbegriff mindestens in einer der beiden Prämissen in vollem Umfang verwendet werden muß.
Verstoß gegen das Verbot der Vervierfachung der Begriffe (siehe quaternio terminorum).
Ein unzulässige Erweiterung des Unterbegriffs.
Eine Behauptung der Falschheit der Folge, ausgehend von der Falschheit des Grundes im bedingt-distributivem Syllogismus.
Eine Behauptung der Wahrheit des Grundes, ausgehend von der Wahrheit der Folge im bedingt-distributivem Syllogismus.
Eine Verwendung von "oder" im nicht ausschließenden Sinne im distributiv-kategorische Syllogismus.
Eine unvollständige Einteilung einer Gattung in Arten im distributiv-kategorischen Syllogismus
siehe auch Regeln des einfachen kategorischen Syllogismus
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