Meist am gedecktem Weg stehendes kleines Stein- oder Holzhaus, das zur Verteidigung mit Kanonen und Gewehren eingerichtet ist.
Bollwerk
Einem Wall vorgelagertes Bauwerk aus Erde und Holz. Der Name leitet sich vom Begriff Bohle für den bevorzugten Baustoff Holz ab.
Bombensicherheit
Schutz eines Werkes vor Beschuss von oben mit Mörserbomben. Die Bombensicherheit wird entweder durch eine Eindeckung des Werkes oder durch Deckung durch benachbarte Werke erreicht.
Bonnetkasematte
Im ausspringendem Winkel einer freistehenden Mauer angebaute Kasematte als Schutz der Verteidiger im Rondengang.
Stark befestigter Raum, teilweise unter Panzerung.
Caponiere
Frei im Graben stehendes Werk, von dem aus der Graben in zwei Richtungen unter Feuer genommen werden kann. Sie besteht meist aus zwei Stockwerken, rechts und links befinden sich Ausfallhöfe. Der Zugang erfolgt durch eine Poterne.
Cavalier
Befestigungswerk, das deutlich höher als die benachbarten Werke ist und zur Aufstellung von weitreichemdem Verteidigungsgeschütz dient. Ab dem späten 16. Jahrhundert meist auf Bastionen.
Contre-Escarpe
Äußere Mauer oder Böschung des Festungsgrabens. Bei trockenen Gräben verläuft dahinter meist ein Gang (Galerie), von dem aus der Graben unter Feuer genommen werden kann.
Couronnement
Wallkrönung, Kronwerk.
Defensionsgalerie
Verbindungsgang zwischen den Bastionen in der Kurtine; auch Dechargengalerie genannt.
Defensivkaserne
Verteidigungsfähiger Kasernenbau.
Defenslinien
Feuerlinien für die Grabenverteidigung von der benachbarten Flanke einer Bastion.
Demolution
Zerstörung einer Festung.
Detachiertes Werk
Selbstständiges Werk außerhalb der Hauptumwallung.
Diamantgraben
Schmaler Graben zum Schutz der Scharten' eines Werkes.
Seite einer Bastion, die zwischen der Feldseite und der übrigen Wallmauer liegt.
Flankenbatterie
Kanonenstellung in der Bastionsflanke zur Bestreichung der gegenüberliegenden Bastion und der dazwischen liegenden Festungsmauer. Gegen feindlichen Beschuss meist kasemattiert, z.T. zurückgezogen.
Teil einer Befestigungsanlage des 19. und 20. Jahrhunderts, die sich in Form eines Ringes mit mehreren dieser Werke um eine Festung legt. Der Zwischenraum der Werke verbleibt unbefestigt.
Senkrechte Scharte an einem Turm, auch "Mordloch" genannt. Sie dienten zum Herabwerfen von heißem Wasser oder Sand auf einen Angreifer am Fuß des Turmes. Maschikulis waren im 19. Jahrhundert ein beliebtes Zierrat an den Gesimsen von militärischen und zivilen Bauwerken.
Minengang
Von der Contre-Escarpe abzweigender Gang, von denen aus Sprengsätze unter dem angreifenden Feind gezündet werden können.
Mit dem Werkstoff Stahl gepanzertes teilweise drehbares Bauteil eines Werkes. Halbkugel- oder glockenförmigen Kuppeln sichern Waffen oder Beobachtungsstände gegen gegnerischen Beschuss.
Panzerplatte
Mit dem Werkstoff Stahl gepanzerter Werk. Im Gegensatz zur Panzerkuppel wirkte die Panzerplatte nur in eine Richtung.
Wallschild, selbstständiges Werk vor der Kurtine oder zwischen den Bastionen im Hauptgraben, von eigenem Graben umgeben und niedriger als die zugehörigen Bastionen.
Letztes Verteidigungsmittel und Rückzugsort, wenn der Feind den davor liegenden Wall überwunden hat.
Reversbatterie
Im Festungsgraben stehendes Werk, von dem der Graben in zwei Richtungen unter Feuer genommen werden kann. Sie werden an Stellen errichtet, an denen der Festungswall einen spitzen Winkel bildet.
Ein aus dem mittelalterlichem Turm hervorgegangenes Werk zur Verteidigung. Das Rondell war das erste permanente Artilleriebauwerk überhaupt, doch war es streng genommen nur ein besonders massiver und niedriger spätmittelalterlicher Turm.
Rondengang
Raum zwischen einer freistehenden Escarpen und dem Fuß der Wallböschung.
Saillant
Spitze einer Bastion oder eines Werkes.
Sappe
Laufgraben eines Angreifers, der mit abnehmender Entfernung zum Festungswall durch eine immer größer werdende Erdwalze gedeckt werden muß. Siehe auch Approchen.
Bewegliche Brücke über einen Graben, die im Falle einer Belagerung hochgezogen werden kann. Die Zugbrücke lässt sich als Bauelement bis ins 20. Jahrhundert verfolgen.
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