Der Ort Fátima liegt etwa 130 km nördlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon, auf halbem Weg zur Universitätsstadt Coimbra. Fatima gehört zum Distrikt Santarém und zum Bezirk Vila Nova de Ourém.
Den arabischen Namen "Fatima" erhielt der Ort aufgrund einer Legende, wonach sich die schöne Maurenfürstentochter Fatima im 12. Jahrhundert aus Liebe zu einem christlichen Ritter habe taufen lassen und dort ihre letzte Ruhestätte gefunden habe.
Am 13. Mai1917 hätten drei Hirtenkinder, Lucia, Jacinta und Francisco, auf einem Feld eine Erscheinung der Jungfrau Maria erfahren. Diese habe ihnen befohlen, künftig an jedem 13. des Monats an diesen Ort zurück zu kommen. Außerdem habe sie den Kindern verboten, mit jemandem über diese Ereignisse zu sprechen. Die Kinder brachen jedoch dieses Versprechen, und so fanden sich am 13. Juni einige Neugierige ein, die sich mit eigenen Augen überzeugen wollten, dass die Geschichten der Kinder gelogen seien. Als jedoch im Juli, August und September die Zahl der Schaulustigen immer größer wurde, kündigte die Erscheinung für den 13. Oktober ein Wunder an. Am fraglichen Tag hätten Tausende von Anwesenden das Sonnenwunder gesehen - sie konnten problemlos die Sonne, die einer Silberscheine ähnelte, anschauen, während sich diese wie ein Feuerrad gedreht habe. Den drei Kindern seien während der dritten Erscheinung die drei Geheimnisse von Fátima überliefert worden.
1942 schrieb Lucia, eines der drei Kinder und das einzige, das zu diesem Zeitpunkt noch lebte, die drei Geheimnisse auf. Die ersten beiden wurden direkt zur Veröffentlichung freigegeben, das dritte jedoch wurde versiegelt dem Papst zugestellt, der es erst 1960 veröffentlichen sollte.
Am 26. Juli 2000 wird in Rom das Dritte Geheimnis von Fatima veröffentlicht - mit 40-jähriger Verspätung. Es soll das Papstattentat vom 13. Mai1981, den Jahrestag der ersten Erscheinungen, beinhaltet haben. Bei einem anschließenden Gespräch mit dem Papst soll sich der Attentäter Mehmet Ali Agca, dem der Papst schon länger verziehen hatte, auf die Erscheinungen von Fátima bezogen haben. Aufgrund anderer mystischer Offenbarungen jedoch sei dieses III. Geheimnis von so schlimmen Gehalt, dass selbst der Papst nur eine stark abgeschwächte Version präsentiert habe - auch um seine darin in Frage gestellte Position als Papst, also als Stellvertreter Jesu Christi, nicht in Frage zu stellen.
Johannes Paul II. war bislang dreimal in Fátima. Auch andere Päpste hatten zu dem Ort eine besondere Beziehung.
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