Nachdem die Tests der X-35A im November abgeschlossen wurden, entstand hieraus die X-35B.
X-35B
Die X-35B ist ein Flugzeug das Senkrecht starten und landen kann (VTOL), genutzt wird aber hauptsächlich die STOVL Variante (Kurzstart und Senkrechte landung).
Erreicht wird die Schwebefähigkeit durch einen Liftfan hinter dem Cockpit der mit dem einzigen Triebwerk, im Heck, verbunden ist. Sowie dem Abgasstrahl der durch ein "3 Bearing Swivel Modul" um 90° nach unten geschwenkt werden kann.
Die Steuerung des Flugzeugs erfolgt durch, vom Triebwerk gespeiste, Düsen in den Tragflächen.
Der erste Schwebeflug über einem Gitterrost erfolgte am 22. Februar2001 in Palmdale (Kalifornien/USA).
Der erste Übergang vom Schweben zum Horizontalflug erfolgte am 3. Juli auf der Edwards AFB (USA),
der Übergang Horizontalflug - Senkrechtlandung erfolgte am 16. Juli2001.
X-35C
Diese Variante ist für den Einsatz auf "normalen" Flugzeugträgern (CV) ausgelegt.
Die Hauptunterscheidungsmerkmale sind die vergrößerten Tragflächen, das verstärkte Fahrwerk und der Fanghacken am Heck.
Die F-35B ist das erste Serien-STOVL-Flugzeug, das Überschallgeschwindigkeit erreicht. Alle drei Typen verfügen über Stealth-Fähigkeiten, solange keine Waffen an Außenpositionen mitgeführt werden.
Am 13. Juli2004 startete die Produktion der 22 neue Prototypen (davon 14 Flugfähig), ab August 2006 sollen dann erste Flugversuche durchgeführt werden.
Zwischenzeitlich hat das Triebwerk F135 von Pratt & Whitney erste Versuchsläufe absolviert.
Das Alternativtriebwerk F135 von General Electrik steht kurz vor dem Erstlauf.
Kommentare
Kritiker des Programms geben zu bedenken, dass der JSF unter falsch definierten Design-Zielen leide; dass er zu wenig internen Treibstoff und Waffen mitführe und daher kein Ersatz für Bodenangriffs-Flugzeuge sein könne; dass seine Unfähigkeit zu langen Überschallflügen ihn als Luftverteidigungsplattform weniger brauchbar macht, und dass es fast sicher sei, dass das Projekt unter längeren Verzögerungen leiden würde und seinen Kostenrahmen sprengen würde. Die bedeute wiederum, dass die zeitliche Lücke zwischen den jetzt in Dienst stehenden Flugzeugen und dem JSF durch andere Typen ausgefüllt werden müsse. Trotz dieser Bedenken haben inzwischen mehrere Länder großes Vertrauen in das JSF-Design und wurden zu Minderheits-Partnern im JSF-Herstellerkonsortium.
Die Fürsprecher des Programms sehen den JSF als Möglichkeit, aus dem Jahrzehnte alten Muster der US-Flugzeugbeschaffung auszubrechen: Anstatt traditionell drei Flugzeuge zu entwickeln, ist der JSF ein Gemeinschaftsprojekt von Air Force, Navy und Marine Corps. Dies erlaubt, dass die verschiedenen JSF-Varianten zu 80% identisch sind, und senkt so die Flugzeug- und Wartungskosten. Man folgt dabei zum Teil der Philosophie der Europäer, deren Panavia Tornado von Anfang an als "Multi-Role Combat Aircraft" (MRCA) geplant wurde und sehr erfolgreich war. Der JSF ist außerdem das erste US-Flugzeugprogramm, bei dem die Kosten als unabhängige Variable angesehen werden. In früheren Programmen waren die Flugzeugkosten eine abhängige Variable - zusätzliche Fähigkeiten haben immer die Stückkosten erhöht. Solche Design-Änderungen werden während der JSF-Entwicklung nicht erlaubt.
Technische Daten
Triebwerke:
X-35: Pratt & Whitney JSF119-611 (basiert auf dem Pratt & Whitney F119)
1 x Pratt & Whitney F135 Turbofan mit 179 kN (40000 lbs) Maximalschub;
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