An der Expo nahmen 155 Nationen und 27 internationale Organisationen teil. Sie stand unter dem MottoMensch, Natur und Technik - Eine neue Welt entsteht.
Das Bureau International des Expositions (B.I.E.) in Paris entscheidet am 14. Juni 1990 mit nur einer Stimme Mehrheit vor dem Mitbewerber Toronto über den Zuschlag für Hannover im Jahr 2000.
Konzept
In der Bewerbung Hannovers wird als Ziel herausgestellt, eine Weltausstellung neuen Typs zu schaffen.
Es sollten Visionen für die Zukunft vorgestellt, und Modelle für das Gleichgewicht zwischen Mensch, Natur und Technik gegeben werden. Zudem sollten Lösungsmöglichkeiten für das Zusammenleben von mehr als 6 Mrd Menschen veranschaulicht werden.
Um ein umfassendes Umweltmanagement durchzuführen, und um dem Motto der Ausstellung gerecht zu werden, wird nur 30% neues Gelände neu erschlossen und bebaut. Die Pavillons sollten nach der Expo eine neue Nutzung finden, abgebaut und entweder recycelt, oder wieder an anderen Orten aufgebaut werden.
Für die Expo 2000 wird, erstmalig neu auf Weltausstellungen, ein Themenpark errichtet, in dem in Erlebnislandschaften (Arbeit, Basic Needs, Das 21. Jahrhundert, Energie, Ernährung, Gesundheit, Kommunikation, Mensch, Mobilität, Planet of Visions, Umwelt, Wissen) Eindrücke von der Zukunft vermittelt werden. Die einzelnen Länder stellen sich an Nationentagen und in ihren individuell eingerichteten Pavillons vor. Das Kultur- und Ereignisprogramm der gesamten Expo umfasst in etwa 15 000 Auftritte und Veranstaltungen.
Die Expo-Gesellschaft erwartet vor Beginn der Expo 40 Millionen Besucher, die 1,8 Mrd DM an Eintrittsgeldern einbringen sollen.
Eine Hauptattraktion wird die größte Seilbahn Nordeuropas, die zu dem Zweck errichtet wird, den Besuchern aus einer Höhe von 30 m einen Überblick über die gesamte Weltausstellung zu verschaffen.
Die Kosten der Expo belaufen sich auf 3,5 Mrd DM. Ein Teil der Investitionen in die Infrastruktur Hannovers, Verkehrsanbindungen, Gewerbeflächen und Modernisierung des Messegeländes sollte dabei nach der Expo dem Land Niedersachsen zugute kommen.
Die USA sagen aufgrund fehlender Sponsorengelder die Teilnahme im April 2000 ab.
Umsetzung
Der Kartenverkauf läuft schleppend an. Eine Tageskarte für eine erwachsene Person kostet unerwartete 69,00 DM. Auch Imbisse erheben horrende Summen für eine Dose Cola oder eine Tüte Pommes Frites.
Nach einigen Wochen des immer noch ausstehenden Besucherandranges gibt die Expo-Gesellschaft Spezialtickets für den Abend heraus, die mit 15,00 DM einen wahren Besucherstrom auslösen. Mehrere Stunden Wartezeit sind ab diesem Zeitpunkt bei den Höhepunkten der Expo in Kauf zu nehmen. Dennoch hat die Politik der Expo-Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt bereits viele Menschen davon abgeschreckt, mit ihrer Familie die Expo zu besuchen.
Bilanz
Es wird bereits vor Beginn der Expo ein Defizit von 400 Mio DM erwartet. Hannover-Stadt und Hannover-Umland werden einen Großteil der Kosten selbst tragen. An der Finanzierung waren Bund, Land, Kreis und Stadt Hannover und die Beteiligungsgesellschaft der deutschen Wirtschaft eingebunden.
Anlässlich der Expo 2000 in Hannover wurden durch das Finanzministerium der Bundesrepublik Deutschland eine Silbermünze zu 10 DM und eine Briefmarke zu 1,10 DM herausgegeben.
Literatur
Der EXPO-Guide, Offizieller Führer durch die Expo 2000, Hrsg. EXPO 2000 Hannover GmbH, Bertelsmann Event Media, Hannover, 2000, [ISBN_3570003450]
Weblinks
Verein Exposeeum - Expo-Museum, u.a. Infos zur Nachnutzung: siehe "Was wurde aus...?"
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