Exilliteratur, auch Emigrantenliteratur ist die Literatur von Schriftstellern, deren Person oder Werk im Heimatland bedroht ist und die das Exil aufsuchen. Meist geben politische oder religiöse Gründe den Ausschlag für diesen Schritt.
Geschichte der Exilliteratur
Bereits in der Antike waren Schriftsteller der Zensur und der Verfolgung durch die Staatsmacht ausgesetzt, so dass sie ihre Werke im Exil verfassten, so Hipponax oder Ovid, im Mittelalter ist u.a. Dante Alighieri zu nennen.
Exilliteratur als generelles Phänomen entstand mit den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts, als zahlreiche protestantische Dichter ihre katholischen Heimatländer verlassen mussten. Bis zum 17. und 18. Jahrhundert war Exilliteratur weitgehend religiöse Literatur; Ende des 18. Jahrhunderts gewann die politische Exilliteratur an Bedeutung.
In Russland wirken bis 1917 linke Autoren im Exil (Lenin, Maxim Gorki); nach der Oktoberrevolution müssen ihre Gegner das Land verlassen um zu schreiben, kehren teilweise später wieder zurück (Schklowski, Bely, Alexei Tolstoi). I.A. Bunin (1933), Alexander Solschenizyn (1970) und Joseph Brodsky (1987) wurde der Nobelpreis verliehen. Nach 1945 gehen Schriftsteller wie A. Amalrik (1976) oder Solschenizyn (Ausweisung 1974) ins Exil.
Die deutsche Exilliteratur entstand 1933-1945 als Literatur der Gegner des Nationalsozialismus. Dabei spielten die Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 und der deutsche Überfall auf die Nachbarstaaten 1938/39 eine ausschlaggebende Rolle. Emigrantenzentren entstanden in Paris, Amsterdam, Stockholm, Zürich, Prag, Moskau, New York oder Mexiko, wo unter zumeist schwierigen Bedingungen Verlage gegründet wurden.
Die Werke in die BRD übergesiedelter Autoren (z.B. Günter Kunert, Sarah Kirsch, Jürgen Fuchs) aus der DDR als Exilliteratur zu bezeichnen, ist umstritten. Diese Schriftsteller hatten im Westen oftmals weder Publikations- noch Sprachprobleme, wechselten mithin scheinbar vom kalten ins warme Wasser. Wolf Biermann fasste seine Seelenlage als exilierter DDR-Schriftsteller in die drastischen Worte: Vom Regen in die Jauche.
Die jüdische Exilliteratur spielt eine wesentliche Rolle in jiddischsprachigen Zentren der USA. Als bekanntester Vertreter gilt Isaak Bashevis Singer (Nobelpreis 1978).
Exilliteraten die aus dem Ausland nach Deutschland emmigrierten
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin