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Erfurt ist die Landeshauptstadt und größte Stadt des Bundeslandes Thüringen der Bundesrepublik Deutschland sowie eines der drei Oberzentren des Landes. Die Universitätsstadt ist katholischer Bischofsitz, Sitz des Bundesarbeitsgerichts und hat den Status einer Kreisfreien Stadt.


Nächst größere Städte sind Leipzig, etwa 100 km nordöstlich, Kassel, etwa 113 km westlich, Hannover, etwa 180 km nordwestlich und Frankfurt am Main, etwa 192 km südwestlich von Erfurt.


Die Einwohnerzahl der Stadt Erfurt überschritt etwa 1906 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.


Inhaltsverzeichnis



1 Geografie

  1.1 Nachbargemeinden

  1.2 Stadtgliederung

2 Geschichte

  2.1 Eingemeindungen

  2.2 Religionen

3 Politik

  3.1 Wappen

  3.2 Städtepartnerschaften

4 Wirtschaft und Infrastruktur

  4.1 Verkehr

  4.2 Medien

  4.3 Öffentliche Einrichtungen

  4.4 Bildung

  4.5 Freizeit- und Sportanlagen

5 Kultur und Sehenswürdigkeiten

  5.1 Theater

  5.2 Museen

  5.3 Bauwerke

  5.4 Regelmäßige Veranstaltungen

6 Persönlichkeiten

  6.1 Söhne und Töchter der Stadt

7 Literatur

8 Weblinks


Geografie

Erfurt liegt im Süden des Thüringer Beckens, in einem weiten Becken des Flusses Gera, einem Nebenfluss der Unstrut. Im Süden wird das Stadtgebiet von bewaldeten Höhen (dem sog. Steiger) umkränzt. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 21 km und von Ost nach West 22,4 km.


Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Erfurt. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt:


  • im Landkreis Weimarer Land: Niederzimmern, Utzberg und Mönchenholzhausen (alle Verwaltungsgemeinschaft Grammetal) sowie Klettbach (Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld)
  • im Ilm-Kreis: Kirchheim (Thüringen) und Rockhausen (beide Verwaltungsgemeinschaft Riechheimer Berg) sowie Ichtershausen
  • im Landkreis Gotha: Ingersleben und Gamstädt (beide Verwaltungsgemeinschaft Nesse-Apfelstädt-Gemeinden) sowie Nottleben und Zimmernsupra (Verwaltungsgemeinschaft Nesseaue)
  • im Landkreis Sömmerda: Witterda (erfüllende Gemeinde ist Elxleben), Elxleben, Walschleben (Verwaltungsgemeinschaft Gera-Aue), Riethnordhausen (Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt) sowie Nöda, Alperstedt, Großrudestedt, Udestedt, Kleinmölsen und Großmölsen (alle Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Aue)



Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Erfurts gliedert sich in 53 Stadtteile. Hiervon bilden 36 zugleich eine Ortschaft im Sinne des § 45 der Thüringer Kommunalordnung. Die Ortschaften wurden durch die Hauptsatzung der Stadt Erfurt eingerichtet. Dabei handelt es sich meist um räumlich getrennte Dörfer, die ehemals selbständige Gemeinden waren. Für 33 Ortschaften gibt es jeweils einen vom Volk anlässlich einer Bürgerversammlung gewählten Ortschaftsrat, der je nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen 4 und 10 Mitglieder hat. Drei Ortschaften bilden mit benachbarten Ortschaften einen gemeinsamen Ortschaftsrat. Vorsitzender dieses Gremiums ist der ebenfalls vom Volk gewählte Ortsbürgermeister. Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören.





Geschichte

Erste urkundliche Erwähnung im Jahre 742 durch Missionserzbischof Bonifatius aus Mainz in der Bitte an Papst Zacharias um Bestätigung von "Erphesfurt" als Bischofssitz. Anschließend wurde eine erste, der Hl. Maria geweihte Kirche errichtet. Erfurt war unter den Karolingern und Ottonen eine Königspfalz. 1392 eröffnet die dritte Universität auf deutschem Boden hier ihre Pforten.

Einer der bekanntesten Absolventen der Universität Erfurt ist Martin Luther, der hier von 1501 bis 1505 studierte und seinen Magister der philosophischen Fakultät erhält. Ebenfalls in der Umgebung Erfurts kommt ihm die stürmische Erleuchtung; sein Leben widmet er fortan der Kirche und tritt dem Augustinerorden als Mönch bei. Bis 1511 lebt und predigt Luther in Erfurt. 1664 erfolgte die Eroberung Erfurts durch Truppen des Mainzer Kurfürsten und Erzbischof Johann Philipp von Schönborn und damit Beginn der kurmainzischen Herrschaft.


Im Mittelalter war Erfurt eine bedeutende Handelsstadt. Ein wesentlicher Quell des Wohlstandes war der Handel mit Waid. Mit dem Aufkommen effektiverer Farbstoffe nahm die Bedeutung der Stadt ab.


1802 kamen Stadt- und Landgebiet Erfurt gemäß dem preußisch-französischen Vertrag als Entschädigung zum Königreich Preußen, wurde jedoch 1806 durch die Truppen Napoleons I. besetzt. Dieser erklärte 1807 Erfurt mit Blankenhain zu einer kaiserlichen Domäne. 1814 endete nach erfolgreicher Belagerung durch preußische, österreichische und russische Truppen die französische Besetzung und 1815 wurde Erfurt aufgrund des Wiener Kongresses wieder dem Königreich Preußen zugesprochen, welches den größten Teil des Erfurter Landgebietes und das Blankenhainer Gebiet an Sachsen-Weimar-Eisenach abtrat. 1816 wurde die Universität Erfurt geschlossen. Im gleichen Jahr wurde Erfurt Stadtkreis (kreisfreie Stadt) und Sitz der preußischen Bezirksregierung (Regierungsbezirk Erfurt), welche dem Oberpräsidenten der preußischen Provinz Sachsen in Magdeburg unterstand. Der Stadtkreis Erfurt wurde jedoch bereits 1818 wieder mit dem Landkreis Erfurt verbunden. Am 1. Januar 1872 schied die Stadt erneut aus dem Landkreis Erfurt aus und wurde kreisfrei.


Mit der Ansiedlung wichtiger Maschinenbaubetriebe wurde Erfurt im ausgehenden 19. Jahrhundert ein bedeutender Industriestandort. Im Oktober 1891 fand in Erfurt der Erfurter Parteitag der deutschen Sozialdemokraten, die sich seit 1890 "Sozialdemokratische Partei Deutschlands" SPD nannten statt.


1906 wurde Erfurt mit 100.000 Einwohnern Großstadt. Als 1920 der Freistaat Thüringen mit der Landeshauptstadt Weimar gebildet wurde, wurden die preußischen Gebiete Thüringens einschließlich Erfurt nicht miteinbezogen.


Am 13. April 1945 besetzten Einheiten der 3. US-Armee unter Befehl des Generals George S. Patton die Stadt und damit erfolgte zum 1. Juli die Einstellung der Tätigkeit der preußischen Bezirksregierung. Die Stadt wurde dem Land Thüringen zugeordnet. Am 3. Juli übernahmen schließlich Einheiten der sowjetischen Armee aufgrund des 1. Londoner Zonenprotokolls von 1944 und den Beschlüssen der Konferenz von Jalta die Stadt. Erfurt wurde Bestandteil der sowjetischen Besatzungszone und am 7. Juli Landeshauptstadt.


1932 wurde der Landkreis Erfurt dem benachbarten Landkreis Weißensee eingegliedert, doch entstand 1952 erneut ein Landkreis Erfurt. Gleichzeitig wurde Erfurt, nach Auflösung des Landes Thüringen, Sitz des neu gebildeten Bezirks Erfurt. Bei der Kreisreform 1994 wurde der Landkreis Erfurt aufgelöst und sein Gebiet in die neuen Landkreise Weimarer Land, Gotha und Sömmerda eingegliedert. Erfurt selbst blieb seit 1872 stets eine kreisfreie Stadt.


1991 wurde Erfurt Landeshauptstadt des Freistaats Thüringen und im Jahr 1994 erfolgte die Neugründung der Erfurter Universität ; ebenfalls in diesem Jahr wurde das Bischöfliche Amt Erfurt-Meiningen, das seit 1973 besteht, zum Bistum Erfurt erhoben.


Am 26. April 2002 hat der Name Erfurts durch den Amoklauf von Erfurt am Gutenberg-Gymnasium tragische Berühmtheit erlangt. Seitdem wird der Name der Stadt in zahlreichen Formulierungen als Synonym für das Verbrechen genannt.


Eingemeindungen

Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Erfurt eingemeindet:


  • 1. April 1911: Ilversgehofen
  • 1937: Teile von Marbach
  • 1. April 1938: Hochheim und Melchendorf sowie Teile von Salomonsborn und Bindersleben
  • 1. Januar 1950: Bischleben, Dittelstedt und Rhoda
  • 1. Juli 1950: Bindersleben, Gispersleben-Viti, Gispersleben-Kiliani, Marbach, Möbisburg, Salomonsborn und Schmira
  • 1. April 1994: Alach, Ermstedt und Frienstedt
  • 1. Juli 1994: Büßleben, Egstedt, Kerspleben, Kühnhausen, Linderbach-Azmannsdorf, Mittelhausen, Molsdorf, Niedernissa, Schwerborn, Stotternheim, Tiefthal, Vieselbach, Waltersleben und Windischholzhausen.
  • Oktober 1994: Töttelstädt


siehe auch den Unterpunkt Einwohnerentwicklung


Religionen

Im Jahre 742 gründete Bonifatius das Bistum Erfurt, das jedoch kurz darauf dem Bistum Mainz eingegliedert wurde. Somit gehörte die Bevölkerung der Stadt Erfurt über viele Jahrhunderte zum Bistum Mainz. Im 14. Jahrhundert hatte die Stadt über 20 Pfarreien sowie 3 Kollegiatstifter und über 10 Klöster. Anfang des 15. Jahrhundert war Martin Luther Student an der Universität Erfurt.


Die Stadt wandte sich später mehrheitlich der Reformation zu. Daher gab es innerhalb der Stadt starke Spannungen zwischen den Konfessionen. 1530 konnte im so genannten Hammelburger Vertrag die Gleichberechtigung der Konfessionen erreicht werden. Danach behielten die Protestanten 8 Kirchen. Sie wurden von einem Senior geleitet. 1563 wurde ein Evangelisches Ministerium eingerichtet, dem als oberste Kirchenbehörde die Verwaltung der Protestanten oblag. Im 16. Jahrhundert setzte die Gegenreformation ein, infolge dessen die Stadt wieder mehrheitlich katholisch wurde.


Nach dem Übergang der Stadt Erfurt an Preußen wurden in der Folgezeit auch die kirchlichen Strukturen neu geordnet. Ab 1821 gehörten die Pfarrgemeinden der Stadt zum Bistum Paderborn. Mit der Neuordnung der katholischen Kirche 1929/30 kamen die Gemeinden in Erfurt zum Bistum Fulda.


Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es für den Bischof immer schwerer, seine Amtsgeschäfte im Ostteil seines Bistums wahrzunehmen. Ebenso erging es dem Bischof von Würzburg, dem die südlichen Pfarrgemeinden Thüringens zugeordnet waren. 1946 wurde daher in Erfurt für die östlichen Gebiete der Bistümer Fulda und Würzburg ein Generalvikar eingesetzt, der 1953 zum Weihbischof und 1968 zum Bischöflichen Kommissar ernannt wurde. Durch die Neuordnung der katholischen Kirche in der DDR wurden die Gebiete per Dekret am 20. Juli 1973 zum Bischöflichen Amt Erfurt-Meiningen erhoben und damit formell von ihren bisherigen Bistümern abgetrennt. Leiter dieses Bischöflichen Amtes wurde ein Apostolischer Administrator, der den Titel Bischof erhielt.


Am 14. Juni 1994 wurde das Bischöfliche Amt Erfurt-Meiningen zum Bistum erhoben und der Kirchenprovinz Paderborn zugeordnet. Die Rechtswirksamkeit erfolgte zum 7. Juli 1994.


Die Pfarrgemeinde in Erfurt gehört somit heute zum Dekanat Erfurt innerhalb des Bistums Erfurt.


Die wenigen Protestanten, die nach der Gegenreformation noch in Erfurt waren, wurden nach dem Übergang an Preußen Glieder der mit der Bildung der Provinz Sachsen errichteten Provinzialkirche Sachsen. 1817 wurden in ganz Preußen lutherische und reformierte Gemeinden zu einer einheitlichen Landeskirche (Unierte Kirche) vereinigt. Danach gehörten alle Kirchengemeinden Erfurts zur Evangelischen Kirche in Preußen, beziehungsweise dessen Provinzialkirche Sachsen, deren Oberhaupt der jeweilige König von Preußen als summus episcopus war. Nach Wegfall des Landesherrlichen Kirchenregiments 1918 war die Provinzialkirche Sachsens Gründungsmitglied der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union und 1947 wurde sie eine selbständige Landeskirche (Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen) mit einem Bischof an der Spitze. Die protestantischen Kirchengemeinden Erfurts gehören - sofern es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Erfurt innerhalb der Propstei Erfurt-Nordhausen, deren Sitz sich in Erfurt befindet.


Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch noch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Freie evangelische Gemeinde, eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten (Adventisten), eine Missionsgemeinde und das Christus-Zentrum.


Ferner sind Neuapostolische Gemeinden, die Christengemeinschaft sowie die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage in Erfurt vertreten.


Politik

Die Verwaltung der Stadt Erfurt oblag zunächst in den Händen eines vom König eingesetzten Vogts und des Bistums Mainz. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich aus einem Ausschuss der Rat der Stadt, der 1212 erstmals genannt wird. Mitglieder des Rats waren die Ratsherren und eine unterschiedliche Anzahl von Ratsmeistern. Bis 1800 gab es mehrere Änderungen beim Rat und dem Oberhaupt der Stadt. Nach dem Übergang an Preußen wurde ab 1822 die preußische Städteordnung eingeführt. Danach stand an der Spitze der Stadt meist ein Oberbürgermeister. Daneben gab es auch weiterhin einen Rat. Während der Zeit des Dritten Reiches wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt und nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat der Stadt" beziehungsweise die Stadtverordnetenversammlung, die ebenfalls vom Volk gewählt wurde. 1952 wurde das Stadtgebiet aufgrund eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung in die Stadtbezirke Mitte, Süd, Ost und West (ab 1957 Mitte, Nord und Süd) eingeteilt. Diese Einteilung blieb bis 1990 bestehen.


Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtrat bezeichnete Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums war zunächst ein Präsident des Rates beziehungsweise "Ratspräsident". Dieses Amt hatte zunächst Karl-Heinz Kindervater (CDU) inne. Der Rat wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister direkt vom Volk gewählt. Er ist heute auch Vorsitzender des Stadtrates.


Die Oberbürgermeister seit 1817:


  • 1817-1833: Dr. Wilhelm August Türk
  • 1833-1850: Karl Friedrich Wagner
  • 1850-1851: Dr. Hermann Mallinckrodt, amtierender Oberbürgermeister
  • 1851-1871: Freiherr Carl von Oldershausen
  • 1871-1889: Richard Breslau
  • 1890-1895: Gustav Schneider
  • 1895-1919: Dr. Hermann Schmidt
  • 1919-1933: Dr. Bruno Mann
  • 1933-1934: Theodor Pichier (NSDAP)
  • 1935-1936: Dr. Max Zeitler (NSDAP)
  • 1936-1945: Walter Siegfried Kießling (NSDAP)
  • 1945 (15. April - 7. Juli): Otto Gerber (parteilos), kommissarischer Oberbürgermeister
  • 1945-1946: Hermann Jahn (KPD)
  • 1946-1961: Georg Boock (SED)
  • 1961-1969: Rudolf-Dietrich Nottrodt (SED)
  • 1969-1982: Heinz Scheinpflug (SED)
  • 1982-1989: Rosemarie Seibert (SED)
  • 1989-1990: Siegfried Hirschfeld (SED)
  • 1990 - heute: Manfred Otto Ruge (CDU)


Dem Erfurter Stadtrat gehören seit der Kommunalwahl 2004 neben dem Oberbürgermeister noch 50 Mitglieder an, und zwar:


  • 20 Stadträte der CDU
  • 17 Stadträte der PDS
  • 8 Stadträte der SPD
  • 5 Stadträte der Grünen



Wappen

Das Wappen der Stadt Erfurt zeigt in Rot ein sechsspeichiges, silbernes Rad, wobei zwei Speichen senkrecht stehen, das Mainzer Rad.


Das Wappen ähnelt sehr dem Stadtwappen von Mainz, da Erfurt ab etwa 755 bis 1802 zum Erzbistum Mainz gehörte. Es taucht erstmals im 13. Jahrhundert im Stadtwappen auf und wurde im 17. Jahrhundert auch in das Siegel der Stadt aufgenommen, nachdem dort seit dem 12. Jahrhundert der Heilige Martin als Patron des Erzbistums Mainz abgebildet war.


Städtepartnerschaften

Erfurt unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:




Kooperationsstädte





Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Flughafen: Im Westen der Stadt befindet sich der Flughafen Erfurt, von dem die irische Ryanair im Januar 2004 tägliche Linienflüge nach London-Stansted aufnahm.

Die Bundesautobahn A 4 bildet die südliche Stadtgrenze Erfurts. Im Südwesten der Stadt wird die A 4 von der A 71 gekreuzt, die in südlicher Richtung bis nach Schweinfurt und in nördlicher Richtung zur A 38 Göttingen-Leipzig führen soll. Ferner führen die Bundesstraßen B 4 und B 7 durch das Stadtgebiet. Die Stadt ist auch ein Eisenbahnknotenpunkt mit Rangierbahnhof. Von hier führen Bahnstrecken nach Gotha-Kassel, Mühlhausen, Sangerhausen, Weimar-Leipzig und Suhl.


Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Stadtbahn- und Buslinien der Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG).


Medien

  • In Erfurt erscheint als Tageszeitung die Thüringer Allgemeine. Sie hat mehrere Lokalausgaben in nahezu ganz Thüringen.
  • Der Kinderkanal von ARD und ZDF hat in Erfurt seinen Sitz für Geschäftsleitung und Redaktionen, sowie ein Studio im Landesfunkhaus des MDR für Live-Produktionen und Aufzeichnungen.
  • Zusammen mit den am Ort angesiedelten Mediendienstleistern hat sich für Erfurt die Bezeichnung Kindermedienhauptstadt etabliert. Sie steht für qualitativ und medienpädagogisch hochwertige Medienproduktionen (TV, CD-ROM, Print, Online) für Kinder und Jugendliche.
  • Der MDR betreibt in Erfurt ein Landesfunkhaus für die Produktion von Hörfunkprogrammen und diversen TV-Sendungen, unter anderem für das tägliche Lokalnachrichtenformat "Thüringen Journal".
  • Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) hat seit Januar 2004 ihren Sitz in Erfurt.
  • Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) betreibt in Erfurt seit April 2004 ihre Geschäftsstelle.



Öffentliche Einrichtungen

Erfurt ist Sitz folgender Behörden und Einrichtungen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:





Bildung




Freizeit- und Sportanlagen

In Erfurt befinden sich zahlreiche Sportanlagen, in denen nationale und internationale Wettkämpfe stattfinden:


  • Steigerwaldstadion mit 20.000 Zuschauerplätzen
  • Eissportzentrum bestehend aus einer Eisschnelllaufhalle ( Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle) und einer Eishockeyhalle
  • Radrennbahn Andreasried



Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bild extern:] Erfurt um 1900


Theater

  • Theater Erfurt (Opernhaus, bis 2003 auch Schauspielhaus)
  • Theater Waidspeicher e. V. Puppentheater
  • Kabarett "Die Arche" e.V.
  • Die Schotte
  • Theaterfirma Erfurt
  • Kabarett "Das Lachgeschoss"
  • Neues Schauspiel Erfurt
  • Galli-Theater Erfurt



Museen

  • Angermuseum
  • Naturkundemuseum
  • Museum für Thüringer Volkskunde
  • Stadtmuseum "Haus zum Stockfisch"
  • Druckereimuseum
  • Museum Neue Mühle
  • Wasserburg Kapellendorf
  • Schloss und Park Molsdorf
  • Burg Gleichen
  • Deutsches Gartenbaumuseum Erfurt
  • Elektromuseum



Bauwerke



Sonstige Kirchen und Klöster:


  • Augustinerkloster
  • Ägidienkirche
  • Lorenzkirche und Bartholomäusturm
  • Allerheiligenkirche
  • Kaufmannskirche
  • Predigerkirche
  • St. Nikolai-Schotten-Kirche


Profane Bauwerke:


  • Haus zum "Güldenen Krönbacken"
  • Haus zum Sonneborn
  • Krämerbrücke, in deren Verlauf die Via Regia die Gera überquerte (die Krämerbrücke ist die einzige bebaute und bewohnte Brücke nördlich der Alpen)
  • Kakteen-Haage, älteste Kakteengärtnerei Europas
  • Festung Petersberg (Zitadelle) mit der in Kern romanischen Peterskirche
  • Rathaus
  • Ehemalige kurmainzische Statthalterei


Sonstige Bauwerke


  • Erfurter Hauptbahnhof



Regelmäßige Veranstaltungen

  • April: Frühlingsfest auf dem Domplatz
  • Juni: Altstadtfest sowie Waidfest
  • Juli: Trienale
  • Juli/August: Zooparkfest
  • Sommer: Gartenbauausstellungen
  • August/September: Domstufenfestspiele



Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt



Nicht in Erfurt geboren sind die folgenden Persönlichkeiten. Sie haben jedoch in Erfurt gelebt oder gewirkt.





Literatur

  • "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" Band II Mitteldeutschland - Im Auftrag der Konferenz der landesgeschichtlichen Kommissionen Deutschlands mit der Unterstützung des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1941
  • Ernst Heinz Lemper: Görlitz, Leipzig, 3. Aufl. 1972
  • Freerk Huisken. Z.B. Erfurt. VSA, 2002. 120 Seiten ISBN_3-879758-78-6



Weblinks



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