Der Park wurde 1785, auf Initiative von Balbina von Andlau-von Staal und Domherr Heinrich von Ligerz, eröffnet. Angelegt hatte ihn Oberhofmarschall und Neffe des Fürstbischofs, Baron Adam Franz Xavier von Roggenbach.
Die Eremitage wurde eine der Hauptattraktionen für Reisende aus ganz Europa, die hier auf dem Weg von oder nach Basel einen Halt machten und die Besucher schätzten die schöne Natur mit den Felsenklippen und Höhlen.
Es gab einen künstlichen Wasserfall, eine Eremiten-Hütte, eine Diana-Grotte, eine künstliche Turmruine als "Temple de l'Amour", eine Apollogrotte, eine Hängebrücke und die "Proserpina-Grotte", welche die Hauptattraktion des Garten war. In dieser konnte man herumschlendern und entdeckte in den rafiniert beleuchteten Gängen einen Altar, Monster, Drachen, und gar ein Krokodil. Das Zentrum des Gartens wurde 1787 das "Chalet des Alpes", eine echte Sennhütte, dessen Saal für Konzerte, Tanz und Bankette genutzt wurde.
1790 steckte das Landvolk, ermutigt durch die französische Revolution und auflehnend gegen die adlige Obrigkeit, Teile der Eremitage in Brand. Die einmarschierten Franzosen zerstörten 1793 den Rest der Eremitage vollständig.
Baldina von Andlau-von Staal ging nach Freiburg ins Exil und starb dort 1798.
1801 kehrte Heinrich von Ligerz aus seiner Gefangenschaft zurück und half Baldinas Sohn Conrad von Andelau beim Wiederaufbau der Eremitage.
Was heute noch zu sehen ist, stammt aus der Zeit um 1812. Blinde Zerstörungswut hat vieles unwiederruflich vernichtet. Der Baumbestand wurde aber in jüngster Zeit mit großem Aufwand ausgelichtet, um den Eindruck der alten Gartenanlage wieder herzustellen. Auch die beiden großen Teiche wurden saniert. Über die Restaurationsarbeiten in den Grotten wird diskutiert.
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