Der biogenetischen Theorie gemäß ist Erdöl aus Meerestieren entstanden, die starben, absanken und auf dem Meeresboden von Sedimenten bedeckt wurden.
Durch Absinken der Sedimente wurden diese organischen Materialien hohem Druck und hoher Temperatur ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen wandelten sie sich in Erdöl oder Steinkohle um. Teilweise entstand unter ähnlichen Bedingungen Erdgas. Erdölhaltige Sedimente, die nicht den Drücken und Temperaturen ausgesetzt waren, werden als Erdölsande bezeichnet. Erdöl ist weltweit nicht gleich zusammengesetzt. So sind in einigen Gebieten mehr Paraffine, in anderen mehr Olefine enthalten.
Vom US Department of Energy wurden 2000 die bekannten Weltreserven auf etwa 860 Milliarden Barrels geschätzt. Wahrscheinlich noch entdeckt werden etwa 140 Milliarden Barrel, sodass insgesamt von noch vorhandenen 1000 Milliarden Barrel ausgegangen wird. Diese verteilen sich - in Milliarden Barrel - wie folgt:
Im Orinoko-Gürtel in Venezuela sollen mit 300 Milliarden Barrel die derzeit (2003) größten förderbaren Vorkommen der Welt liegen.
Weltverbrauch
Bislang wurden in der Geschichte der Menschheit rund 900 Milliarden Barrel Erdöl gefördert, die meisten Reserven wurden in den 60er Jahren entdeckt. Ab Beginn der 80er Jahre liegt die jährliche Förderung (diese liegt zur Zeit bei 27 Milliarden Barrel) über der Kapazität der neu entdeckten Reserven, sodass seit dieser Zeit die vorhandenen Reserven abnehmen. Deshalb wird von Experten mit einem Fördermaximum (Peak-Oil) noch vor 2010 gerechnet. Danach wird Erdöl immer knapper und teurer werden. Unter derzeitigen Voraussetzungen (das heißt bei gleichem Verbrauch, statische Reichweite) reichen die Erdöl-Reserven noch 43 Jahre.
Der tägliche Verbrauch weltweit liegt bei etwa 80 Millionen Barrel. Der tägliche Verbrauch der größten Verbraucher-Länder betrug:
Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei den Industriestaaten deutlich höher als bei Entwicklungsländern. So lag der Verbrauch in den USA 2003 bei 26,0 Barrel pro Einwohner, in Deutschland bei 11,7, während in China statistisch auf jeden Einwohner 1,7 Barrel kamen, in Indien 0,8 und in Bangladesh nur 0,2 Barrel pro Kopf verbraucht wurden.
Verschiedenes
Aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung ist Erdöl auch ein Punkt politischer Auseinandersetzung. In der Ölkrise versuchte die OPEC, Einfluss auf den Nahostkonflikt zu nehmen. Auch die gegenwärtigen Kriege und Krisen um den Irak sind nach Meinung vieler Kritiker Auseinandersetzungen um den Zugang zum Erdöl.
Da die Erdölvorkommen der Welt endlich sind, werden Wege gesucht,
Produkte des Erdöls (Benzin, Heizöl) stellen gleichzeitig ein kompaktes Medium dar, um Energie zu speichern oder zu transportieren.
Als Alternative wird über den Gebrauch von Wasserstoff als Energieträger nachgedacht.
Dieser könnte direkt verbrannt werden (thermische Nutzung) oder mittels Brennstoffzellen in elektrische Energie umgewandelt werden, und Motoren (beispielsweise im Elektrofahrzeug) antreiben.
Die Dichte von Erdöl (besonders Rohöl) wird in API-Grade gemessen. Das Raummaß von Erdöl wird in Barrel gemessen.
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