Duke Ellington war eine hervorragende Größe des Jazz der 1920er bis zu den 1960er Jahren mit einem bis heute nicht zu unterschätzenden Einfluss. Man zählt ihn zu den größten amerikanischen Komponisten. Zu seinen zahlreichen Erfolgen zählen: Take the A Train, Satin Doll, Rockin' in Rhythm, Mood Indigo, Caravan oder Sophisticated Lady. In den 1920er und 30er Jahren entstanden sie häufig in Zusammenarbeit mit Irving Mills und Billy Strayhorn.
Seine Werke wurden auch für die Talente in seiner Band geschrieben. Dazu zählten Johnny Hodges, Bubber Miley, Joe »Tricky Sam« Nanton, Barney Bigard, Ben Webster, Harry Carney, Sonny Greer, Otto Hardwicke und Wellman Braud. Viele Musiker gehörten Jahrzehnte zu seinem Ensemble.
Ellington begann seine Karriere als Jugendlicher in der Band »The Washingtonians« die in der Gegend um Washington, D.C. spielte, bis er 1923 nach New York ging. Ellington & The Washingtonians spielten in verschiedenen New Yorker Clubs und tourten bis 1927 als Tanzmusikband durch Neu-England. Als der berühmte King Oliver den bekannten Cotton-Club verließ, wurde Ellington der Job als Hausband angeboten. In den Harlemer Clubs, vor allem durch die regelmäßigen Radioübertragungen vom Cotton Club erreichte »Duke Ellington and his Jungle Band« nationale Bekanntheit.
In dieser Zeit hatte Ellington die Möglichkeit, Musik in vielfältigen Stilvarianten für Tanztheater und weitere Spezialgebiete der Band zu komponieren. Er experimentierte vielfach in der Tonalität, mit schreienden Trompeten und Wah-Wah, oder knurrenden Saxophonen. Als Ellington den Cotton Club 1931 verließ, war er einer der bekanntesten Afro-Amerikaner; regelmäßig produzierte er für Schallplattenfirmen und Filmstudios. Ellington unternahm mit seiner Band Tourneen durch die Vereinigten Staaten und Europa, sowie eine Welttournee in den 1960er Jahren. Er wirkte sein ganzes Leben als musikalischer Experimentator und nahm mit John Coltrane und Charles Mingus sowie seinem Orchester zahlreiche Titel auf. Die Band erreichte in den 1940er Jahren einen kreativen Höhepunkt, als er für Orchester in unterschiedlichen Stimmen und hoher Kreativität arrangierte und komponierte. Einige dieser Musiker, wie Jimmy Blanton, veränderten den Jazz während der kurzen Zeit, die sie mit ihm spielten.
Auch selbst als Musiker ihn verließen und die Popularität des Swings zurück ging, fand Ellington neue Formen, Anknüpfungen und Sidemen. In seinem Spätwerk komponierte er häufig in längeren Formen, wobei er sich an klassischer Musik orientierte, wie sein Black, Brown and Beige (1943), Such Sweet Thunder (1957), basierend auf William Shakespeare, sowie die Bigband-Fassung der Peer-Gynt-Suite (1960) zeigen. Sein Diminuendo and Crescendo in Blue mit seinem Saxophonriff von Paul Gonsalves 1956 während des Newport Jazz Festivals 1956 erhöhte seinen Ruhm und kennzeichnete seine Energie. Häufig jedoch wird seinen längeren Arbeiten auch vorgeworfen, das Wesentliche des Jazz zugunsten einer »künstlichen Klassik« aus den Augen verloren zu haben.
1965 wurde Ellington für den Pulitzer-Preis nominiert, den er aber nicht erhielt. Sein Kommentar: »Das Schicksal ist freundlich zu mir. Es will nicht, dass ich zu jung berühmt werde.«
Duke Ellington starb am 24. Mai1974 und wurde auf dem Woodlawn Friedhof im New Yorker Stadtteil Bronx beigesetzt.
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