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Elbe

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Dieser Artikel befasst sich mit dem großen Fluss Elbe, andere Bedeutungen unter Elbe (Begriffsklärung).

Tabelle

Die Elbe (tschechisch Labe, polnisch Łaba) ist ein europäischer Fluss beziehungsweise Strom, der in Tschechien entspringt und nach Deutschland fließt.


Nachdem der Fluss Tschechien in einem großen Südbogen nach Nordwesten hin durchflossen hat, fließt er durch Deutschland und darin unter anderem über Dresden, Magdeburg sowie Hamburg und bei Cuxhaven in die Nordsee.


Inhaltsverzeichnis


1 Der Verlauf der Elbe

  1.1 Tschechien

  1.2 Deutschland:

    1.2.1 Sachsen

    1.2.2 Brandenburg

    1.2.3 Sachsen

  1.3 Mittlere Elbe

    1.3.1 Sachsen-Anhalt

  1.4 Unterelbe

2 Hochwasser und Sturmfluten

3 Wasserqualität

4 Namensdeutung

5 Nebenflüsse

  5.1 Flüsse über 100 km Länge

  5.2 Flüsse elbabwärts

6 Städte & Orte

7 Literatur

8 Weblinks


Der Verlauf der Elbe

Tschechien

Bild:Elbfall.jpg|thumb|left|150px|Der Elbfall im Riesengebirge um 1900Die Elbquelle befindet sich im Norden Tschechiens an der Grenze zu Polen im Riesengebirge. Dort liegt sie nordwestlich von Špindlerův Mlýn (Spindlermühle) zwischen den Bergen Reifträger und Hohes Rad. Die Quelle wird durch ein ausgemauertes Wasserloch symbolisiert, weil sie eigentlich durch eine Vielzahl von kleinen Quellbächen in den Siebengründen - eine große Hochgebirgsalm - entsteht. An einer Mauer nahe dieser Quelle sind die Stadtwappen von Städten angebracht, durch welche die Elbe fließt.


Von dort aus fließt die Elbe zuerst einige Kilometer in Richtung Südosten und zwischen Špindlerův Mlýn und Vrchlabí durch einen kleinen Stausee. Bei Hradec Králové (Königgrätz) wendet sich der Fluss nach Westen. Ab Pardubice (Pardubitz) ist dieser ganzjährig schiffbar, was insbesondere im tschechischen Abschnitt durch zahlreiche Staustufen erreicht wurde. Einige Kilometer östlich der tschechischen Hauptstadt Prag, die die Elbe nicht durchfließt, wendet sie sich nach Nordwesten und erreicht nach Durchfließen des "Böhmische Schweiz" genannten Teils des Elbsandsteingebirges die Grenze nach Deutschland.


Deutschland:

Sachsen

Bild:Koenigstein Elbeblick 2000.jpg|right|thumb|200px|Die Elbe in der Sächsischen SchweizBei Schöna verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien ein Stück in der Elbe, rechtselbisch befindet sich der Straßen-Grenzübergang zwischen Schmilka und Hřensko (Herrnskretschen), linkselbisch verläuft die Bahnlinie von Dresden nach Prag, ein grenzüberschreitender Wanderweg sowie eine grenzüberschreitende Fähre von Schöna nach Hřensko. Von Dresden aus flussaufwärts (bis Schmilka) und -abwärts bis Seußlitz verkehrt die "Weiße Flotte" mit zum Teil historischen Schaufelraddampfern als älteste, seit 1885 in Betrieb befindliche Schaufelraddampferflotte der Welt. Touristische Anziehungspunkte sind hier insbesondere die Sächsische Schweiz, das Weltkulturerbe Dresdner Elbtal und Meißen. Der Flusslauf berührt im Weiteren Riesa und Strehla


Brandenburg

Beim rechtselbischen Mühlberg bildet die Elbe auf etwa 15 km die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen. Dieser erste brandenburgische Abschnitt ist der südlichere von insgesamt zwei Abschnitten.


Sachsen

Danach führt der Strom am linkselbischen Belgern und an Torgau mit der vorerst letzten Straßen- und Eisenbahnbrücke vorbei, wo sich 1945 alliierte Truppen der Sowjetunion und der USA im Rahmen der letzten Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges begegneten. Bei Dommitzsch und Prettin erreicht die Elbe das Territorium von Sachsen-Anhalt.


Siehe auch: Liste der Gewässer in Sachsen, Liste der Gewässer in Brandenburg


Mittlere Elbe

Sachsen-Anhalt

Der erste größere Ort am linken Ufer ist Pretzsch, bei Elster mündet von rechts her die Schwarze Elster in die Elbe. Hier vollzieht der Flusslauf, der bisher einer nordwestlichen Richtung folgte, einen markanten Knick nach Westen. Zurückzuführen ist das auf die Ausnutzung eines alten Urstromtals. Festzustellen ist das topographisch an der stärker ausgreifenden Mäandrierung und der Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit. Wittenberg, rechts der Elbe, als wichtige Stätte der Reformation verfügt über neu errichtete Straßen- und Eisenbahnübergänge über die Elbe, die ersten seit dem Passieren Torgaus. Die mittlere Elbe, deren genauer Beginn umstritten ist, ist teilweise Biosphären-Reservat, sie wird aber auch für die Binnenschifffahrt genutzt. Über Coswig (Anhalt) werden Roßlau (rechts) und Dessau (links), der Stadt des Bauhauses, erreicht. Linkerhand in Fließrichtung der Elbe befinden sich der zum Weltkulturerbe zu zählende Wörlitzer Park und die Einmündung der Mulde inmitten einer urwüchsigen Auenlandschaft, wo sich über längere Zeit die in Mitteleuropa einzig erhalten gebliebene Kolonie von Bibern erhalten konnte.


Bei Magdeburg befindet ich das größte Wasserstraßenkreuz Europas mit dem Mittellandkanal (auch Ems-Weser-Elbe-Kanal genannt) und dem Elbe-Havel-Kanal.


In der Nähe von Artlenburg wird der Elbe-Seiten-Kanal, eine weitere Verbindung zum Mittellandkanal in die Elbe geführt.

[Bild extern:] Die Elbe bei Lauenburg


Zwischen Lauenburg und Wedel im Norden, also rechtselbisch und den linkselbischen Harburg und Buxtehude im Süden sind die postglazialen bis zu 40 m hohen Hänge des Urstromtales, das die Elbe in den Geestrücken geschnitten hat, gut zu erkennen.


Unterelbe

Die letzten Brücken vor der Mündung in die Nordsee sind die Elbbrücken in Hamburg, die letzte Staustufe befindet sich in Geesthacht. Unterhalb der Staustufe beginnt die Tide-Elbe, in der Ebbe und Flut mit einem Tidenhub von bis zu 3,7 Metern herrschen.


Unterhalb Geesthacht, an der Bunthäuser Spitze teilt sich die Elbe in die Norder- und die Süderelbe. Hier beginnt auch das Hamburger Staatsgebiet. Die Norderelbe ist der tiefere, wasserreichere Arm, der im Mittelalter durch Wasserbaumaßnahmen in der Wasserführung beeinflusst wurde. Dadurch wurde erreicht, dass der tiefere Elbarm dicht an die Stadt Hamburg herangeführt wird. Ein Totwasserarm, die Dove Elbe zeigt den ursprünglichen Flussverlauf und ist heute ein Wassersportgebiet.


Zwischen den Elbarmen liegen die Inseln Wilhelmsburg, Kattwyk, Neuhof, Steinwerder, Walterhof und Finkenwerder. Bis in die 1970er Jahre mündete die Süderelbe hinter Finkenwerder wieder in die Norderelbe. Durch Flutschutzmaßnahmen als Folge der Flut von 1962 wurde der Arm mit einem Deich abgeschlossen. Die Süderelbe fließt jetzt über den Köhlbrand in die Norderelbe.


Im Bereich der Landungsbrücken wurde 1911 der Alte Elbtunnel als Elbunterquerung und 1975 der Neue Elbtunnel als reiner Autobahntunnel zwischen Övelgönne und Waltershof eröffnet.


Das Gebiet rechts der Elbe oberhalb Hamburgs sind die Vier- und Marschlande, ein Gemüseanbaugebiet. Unterhalb Finkenwerders liegt links der Elbe das Alte Land, ein Obstanbaugebiet. Im Bereich zwischen Norder- und Süderelbe liegt der Hamburger Hafen.


In Abschnitt unterhalb Finkenwerders befinden sich noch einige der ehemals umfangreichen Süßwasserwatten mit besonderer Flora und Fauna. Zwischen Glückstadt und Brunsbüttel beginnt die Brackwasserzone, in der das Süßwasser der Elbe mit dem Salzwasser aus der Nordsee durch die Tide gemischt wird. Die Mündung bildet ein Ästuar.


Unterhalb der Hamburger Elbbrücken wird das Fahrwasser für Seeschiffe befahrbar. Die Seeschifftiefe wird durch Baggerarbeiten aufrechterhalten. So können Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 12 Metern die Unterelbe befahren, unter Ausnutzung der Tidefenster auch größere.


Aufgrund des Verkehrs vom und zum Hamburger Hafen und durch den Nord-Ostsee-Kanal, der bei Brunsbüttel die Unterelbe erreicht, zählt diese zu den meistbefahrenen Seewasserstraßen Europas.


Geografisch endet die Elbe an der Kugelbake in Cuxhaven, hier ist der Fluss 18 km breit.


Hochwasser und Sturmfluten

Durch ausgedehnte und langanhaltende Niederschläge entstand im August 2002 im Oberlauf der Elbe, der Moldau und weiterer linker Nebenflüsse wie der Mulde die so genannte Jahrhundertflut. Der Unterlauf ist immer wieder durch Sturmfluten gefährdet. Nach der großen Sturmflut 1962 wurde jedoch der Sturmflutschutz durch Deiche und Sperrwerke soweit erhöht, dass keine vergleichbar großen Schäden mehr eintraten.


Wasserqualität

Durch Bergbau in Sachsen und Tschechien kam es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer hohen Belastung der Wasserqualität an Schwermetallen.


Nach der Wiedervereinigung wurde insbesondere im Bereich der Mulde eine Sanierung der Betriebe erreicht und der Schwermetalleintrag konnte deutlich reduziert werden.


Bis zum Bau kommunaler Kläranlagen nach der Wiedervereinigung wurde unter anderem auch in der Halbmillionenstadt Dresden sämtliches häusliches Abwasser ungeklärt in die Elbe eingeleitet.


Vor 1990 konkurrierte die Elbe mit der Saale um den Titel 'dreckigster Fluss Westeuropas' . Die durch den Wegfall vieler Industriezweige und durch Kläranlagen stark verbesserte Wasserqualität hat sich günstig für viele Fischarten und den Biber ausgewirkt.


Namensdeutung

Der Name geht, wie bei den vielen anderen Flüssen gleichen Namens, auf frühe indoeuropäische Völker zurück, die an der Elbe wohnten. Zu verbinden ist er mit dem latein. Adjektiv albus "weiß". Die Elbe heißt entweder wegen des schäumenden Wassers in ihrem Oberlauf oder aber wegen der hellen Sandufer so.


Nebenflüsse


Flüsse über 100 km Länge




Flüsse elbabwärts

Tschechien:




Deutschland:





Städte & Orte

Tschechien (flussabwärts):


  • Špindlerův Mlýn (Spindlermühle)
  • Vrchlabí (Hohenelbe)
  • Jaroměř (Mündung der Aupa und Mettau)
  • Hradec Králové (Königgrätz) (Mündung der Adler)
  • Pardubice (Pardubitz)
  • Mělník (am Zusammenfluss von Moldau und Elbe)
  • Litoměřice (Leitmeritz) (Mündung der Eger)
  • Ústí n. L. (Aussig) (Mündung der Biela)
  • Děčín (Tetschen-Bodenbach) (Mündung der Polzen)


Deutschland (flussabwärts):





Literatur




Weblinks



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