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Dehler, Thomas
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Biografie / Biographie / Biography

* 14. Dezember 1897 - † 21. Juli 1967

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Dr. Thomas Dehler (* 14. Dezember 1897 in Lichtenfels; † 21. Juli 1967 in Streitberg, Kreis Forchheim) war ein deutscher Politiker (DDP und FDP).


Von 1949 bis 1953 war er Bundesminister der Justiz.


Inhaltsverzeichnis


1 Ausbildung und Beruf

2 Familie

3 Partei

4 Abgeordneter

5 Öffentliche Ämter

6 Ehrungen

7 Veröffentlichungen

8 Links


Ausbildung und Beruf

Nach dem Abitur 1916 nahm er zunächst als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Er begann dann ein Studium der Medizin, welches er jedoch nach drei Semestern abbrach. Er absolvierte stattdessen ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, das er 1920 mit dem ersten und 1923 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. 1920 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur.. Seit 1924 war er als Rechtsanwalt zugelassen.


Von 1945 bis 1947 war er Generalstaatsanwalt beim Oberlandesgericht Bamberg, ab 1946 auch Generalankläger am Kassationshof beim Bayerischen Minister für politische Befreiung (Entnazifizierung).


Von 1947 bis 1949 war er dann Präsident des Oberlandesgerichtes Bamberg.


Familie

Seit 1925 war Thomas Dehler mit Irma Frank verheiratet.


Partei

Von 1920 bis zu ihrer Auflösung 1933 war Dehler Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (bzw. ab 1931: Deutsche Staatspartei).


1924 war er Mitbegründer des die Republik stützenden Kampfverbandes Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold.


1938 und 1944 wurde er aus politischen Gründen vorübergehend inhaftiert.


Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zählte Dehler gemeinsam mit Fritz Linnert zu den Mitbegründern der FDP in Bayern, deren Landesvorsitzender er von 1946 bis 1956 war.


1954 wurde er zum Bundesvorsitzenden der FDP gewählt. Nachdem CDU und CSU bei der Bundestagswahl 1957 die absolute Mehrheit erreicht hatten, trat er von diesem Amt wieder zurück.


Abgeordneter

1946 gehörte er der Verfassunggebenden Landesversammlung in Bayern an und war dann von 1946 bis 1949 Mitglied des Bayerischen Landtages.


Von 1948 bis 1949 war er Mitglied des Parlamentarischen Rates.


Von 1949 bis zu seinem Tode war Dehler Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1953 bis 1957 Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.


Am 23. Februar 1956 beschloss die FDP-Fraktion unter seiner Führung, die Koalition mit der CDU/CSU aufzukündigen. Daraufhin schieden 16 Mitglieder, darunter auch die vier FDP-Bundesminister, aus der Fraktion aus und gründeten die Freie Volkspartei (FVP).


Von 1957 bis 1960 leitet er den Arbeitskreis Außenpolitik und Verteidigung der FDP Bundestagsfraktion und war daneben Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft.


Von 1960 bis zu seinem Tode war er Vizepräsident des Deutschen Bundestages.


Seit 1963 war er daneben Vorsitzender des Wahlmännerausschusses nach § 6 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht.


Öffentliche Ämter

Von Juni 1945 bis 1946 war von der US-Militärregierung ernannter Landrat des Kreises Bamberg.


Nach der Bundestagswahl 1949 wurde er am 20. September 1949 als Bundesminister der Justiz in die von Bundeskanzler Konrad Adenauer geführte Bundesregierung berufen.


Nach der Bundestagswahl 1953 wurde er vor allem aufgrund der Interventionen von Bundespräsident Theodor Heuss, der gedroht hatte, er werde die Ernennungsurkunde nicht unterschreiben sowie des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Hermann Höpker-Aschoff, der mit seinem Rücktritt drohte, nicht erneut in die Bundesregierung berufen, aus der er daher am 20. Oktober 1953 ausschied.


Ehrungen

Nach ihm sind die Thomas-Dehler-Stiftung der bayerischen FDP und die Parteizentrale der Bundespartei (Thomas-Dehler-Haus) benannt.


Veröffentlichungen

  • Die Begründung des Strafurteils, Dissertation, Würzburg, 1920.
  • Das Parlament im Wandel der Staatsidee, in: Macht und Ohnmacht der Parlamente, Stuttgart, 1965, S. 9ff.
  • Parlament und Presse, in: Zeitungsverlag und Zeitschriften-Verlag, 1965, Heft 43/44, S. 1990f.


Links



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