Das Schwarze Auge (DSA) ist ein deutsches Fantasy-Rollenspiel, entworfen von Ulrich Kiesow, welches von Schmidt Spiele in Kooperation mit Droemer Knaur 1984 veröffentlicht wurde.
Der Buchverlag Droemer Knaur zog sich bald aus dem Projekt zurück, fortgeführt wurde das Spiel von der Spielefirma. Nach dem Bankrott von Schmidt Spiele wurde es von Fantasy Productions übernommen, die ohnehin seit Beginn die redaktionelle Bearbeitung geleistet hatten und u.a. auch Shadowrun verlegen.
2003 erschien die englische Ausgabe namens The Dark Eye, da die wörtliche Übersetzung "black eye" "blaues Auge" bedeuten würde.
Andere Versionen (in Frankreich (L’Œil noir), Italien (Uno Sguardo nel Buio) und den Niederlanden (Het Oog des Meesters)) erschienen in der Mitte der 80er, wurden aber schon bald nach Einführung wieder eingestellt.
Beschreibung
Die Spielwelten und fiktiven Kontinente Aventurien und Myranor stellen die Schauplätze für die Handlung des Spiels. Beide Kontinente liegen auf einer Welt namens Dere (ein Anagramm von Erde).
Bevölkert wird die Welt neben Menschen von zahlreichen aus der Fantasy bekannten Rassen wie Elfen, Zwergen und Orks.
Dank der langjährigen, redaktionellen Arbeit ist der Hintergrund äußerst detailliert und umfangreich.
Gespielt wird mit vielen verschiedenen Arten von Würfeln. Hauptsächlich werden der sechsseitige (W6) und der zwanzigseitige (W20) Würfel benutzt, teilweise jedoch auch Würfel mit vier Seiten (W4) oder sogar ein W100 (100-Flächner, angedeutet durch 2 W10, bei dem einer die Zehner und der andere die Einer-Stellen ausdrückt).
Weitere Produkte, die aus dem Rollenspielsystem hervorgingen, sind z. B. Romane, eine dreiteilige Computerspielreihe (die Nordlandtrilogie, bestehend aus den Teilen "Schicksalsklinge", "Sternenschweif" und "Schatten über Riva", in Zusammenarbeit mit Attic), seit 2003 in Zusammenarbeit mit Chromatrix eine Serie von Spielen für Mobiltelefone, sowie ein Sammelkartenspiel (Trading Card Game) namens Dark Force (welches mittlerweile eingestellt wurde).
Begleitet wird die fortlaufende Geschichte durch den Aventurischen Boten, einer Rollenspielzeitung, die alle zwei Monate erscheint und immer über die aktuelle, politische Lage in Aventurien informiert..
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