Der Dachreiter ist in der Architektur ein Dachaufbau, ein kleiner Turm, der im Gegensatz zum richtigen Turm kein eigenes Fundament besitzt, sondern auf das Gebäude konstruktiv aufgesetzt, z.B. im Dachstuhl integriert ist.
Dachreiter sind häufig anzutreffen bei Kapellen und kleinen Kirchen (Filialkirchen). Der Dachreiter steht dann meistens in der Nähe der westlichen Giebelmauer.
Bei den gotischen Kirchen in Kreuzform steht üblicher Weise über der Vierung, der Stelle, an der sich Längs- und Querschiff kreuzen, ein Dachreiter. Er ist oft aus Holz oder aus mit Zink und Holz verkleidetem Eisengestänge gebaut, seltener aus Stein. Besonders die bewusst schmucklosen und deswegen auch turmlosen Kirchen der Zisterzienser haben einen kleinen Dachreiter. Dachreiter mit Glocke gibt es auch auf großen Bauernhäusern und Rathäusern. Eine Sonderform des Dachreiters ist der Glockengiebel.
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