Die geographische Lage findet sich bei 12°15’N, 68°45’W. Das Klima ist tropisch und ähnelt nur an der Nordspitze einem Savannenklima, weil dort der Wind kühlt. An natürlichen Rohstoffen sind Phosphate auf Curaçao vorhanden und Salz auf dem gegenüberliegenden Bonaire.
Etwa 216.000 Menschen leben insgesamt auf den Niederländischen Antillen, von denen zwei Drittel zwischen 15 und 64 Jahren alt sind. Eine Familie hat im Durchschnitt 2 Kinder; Männer werden etwa 73 Jahre, Frauen etwa 77 Jahre alt. Der Alphabetisierungsgrad ist hoch, etwa 96% der Bevölkerung über 15 Jahren können Lesen und Schreiben.
Sprachen
Das Niederländische ist Amtssprache, aber Papiamentu (eine Kreolsprache mit spanischen, portugiesischen, holländischen und englischen Elementen) herrscht als gesprochene Sprache vor. Englisch- und Spanischkenntnisse sind verbreitet.
Geschichte
Die Insel ist seit ungefähr 600 n.Chr. besiedelt. Die (europäische) Entdeckung der Insel 1499 durch den Spanier Alonso de Ojeda führte bereits nach wenigen Jahren dazu, dass die indianischen Ureinwohner zur Zwangsarbeit aufs Festland deportiert wurden. 1525 begannen die Spanier schon mit der Re-Popularisation. Die nächsten Jahrzehnte blieb die Insel spanisch. 1634 eroberte eine Expedition von Johan van Walbeeck Curaçao. Unter Generaldirektor Jacob Pieters Tolck wurde die Insel zum Zentrum für den karibischen Sklavenhandel und blieb dies bis in die 1860er Jahre hinein. Die Insel blieb niederländisch, bis die Briten die Insel während der napoleonischen Kriege - ähnlich wie Südafrika - besetzten. 1814 kamen sie wieder im Zuge der Londoner Konvention an die Niederlande. Ab den 1860er Jahren verlor die wirtschaftliche Position Curacao an Bedeutung und wurde erst mit den Erdöl-Entdeckungen der 1930er Jahre wieder erheblich verbessert. Heute fußt die Wirtschaft auf zwei Säulen: Erdöl und Tourismus.
Die Niederländischen Antillen sind seit 1954 innenpolitisch völlig autonom, lediglich die Außen- und Verteidigungspolitik wird durch die Niederlande wahrgenommen.
Likör
Bekannt ist ferner auch der Orangenlikör gleichen Namens, meist als Blue Curaçao, seltener als Red Curaçao genutzt.
Hergestellt wird er aus den Schalen von Bitterorangen (Pomeranzen),
welche auf der gleichnamigen Insel wachsen.
Die Schalen werden mazeriert und dabei in Alkohol eingelegt welcher Aroma und Farbstoffe herauslöst, danach werden die Farbstoffe (blau oder rot) zugesetzt.
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