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[Bild extern:] England gegen Australien

[Bild extern:] Englische Schlägmänner


[Bild extern:] Indische Bowler


Cricket ist eine Mannschafts-Sportart, die vor allem in England und den Ländern des Commonwealth große Popularität genießt. Cricket ist entfernt mit dem amerikanischen Baseball verwandt.


Inhaltsverzeichnis


1 Regeln

  1.1 Spielfeld

  1.2 Grundkonstellation

  1.3 Punkte (Runs)

  1.4 Ausscheiden des Schlagmanns

  1.5 Extras

2 Austragungsformen

  2.1 Test Cricket

  2.2 One-Day Cricket

  2.3 Twenty 20-Cricket

3 Schutzkleidung

4 Weblinks


Regeln

Die Regeln im Cricket gelten nicht zu Unrecht als äußerst kompliziert. Die wichtigsten Grundzüge des Spiels sind aber durchaus überschaubar.


Als oberste Instanz der Cricket-Regeln gilt traditionell der Marylebone Cricket Club (MCC), obwohl internationales Cricket unter der Führung des International Cricket Council (ICC) durchgeführt wird.


[Bild extern:] Das Wicket

[Bild extern:] Der »Pitch«


[Bild extern:] Cricket Feld


Spielfeld

Beim Cricket treten zwei konkurrierenden Teams von jeweils elf Spielern auf einem großen, ovalen Platz gegeneinander an. In der Mitte des Platzes befindet sich ein rechteckiges, grasbewachsenes Spielfeld (Pitch). An den beiden länglichen Enden des Spielfeld sind jeweils drei Stäbe (Stumps) aufgestellt, auf denen lose je zwei kleinere Stäbe (Bails) liegen. Dieses Set von Stäben wird Wicket genannt.


Grundkonstellation

Bei einem Cricket-Match stehen sich die Teams je einmal auf der Schlägerseite (batting side) und der Fängerseite (fielding side) gegenüber.


Die Schlagseite versucht, eine möglichst hohe Zahl von Runs, also Punkten, zu erzielen. Dazu befindet sich je ein Schlagmann (Batsman) der Mannschaft an den beiden Wickets. Ein Werfer (Bowler) der Fängerseite wirft von der Mitte des Spielfelds jeweils sechs Bälle (ein so genanntes Over) auf einen der Batsman. Danach wird der Werfer gewechselt und auf den anderen Batsman geworfen.


Punkte (Runs)

Der Schlagmann hat das Ziel, den geworfenen Ball so wegzuschlagen, dass er genug Zeit hat, zum anderen Wicket hinüberzulaufen. Sein Partner auf der anderen Seite muss dann ebenfalls die Seite wechseln. Beide müssen auf der jeweils anderen Seite angekommen sein, bevor die Fängerseite den Ball auf eines der Wickets geworfen hat und die kleinen, querliegenden Stäbe heruntergefallen sind. Gelingt dies, wird dies single run genannt und zählt einen Punkt. Wenn genug Zeit ist, können die Schlagmänner bis zu drei Mal hin und her rennen und bekommen eine dementsprechende Punktzahl.


Wenn der Ball bis zur Begrenzung des Platzes geschlagen wird, aber noch innerhalb des Platzes auf dem Boden aufkommt, zählt dies vier Punkte.


Wenn der Ball bis über die Begrenzung des Platzes geschlagen wird, ohne zuvor den Boden des Platzes zu berühren, zählt dies sechs Punkte.


Eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, Punkte zu erzielen, ergeben sich, wenn der Werfer den Ball nicht korrekt wirft (siehe Extras).


[Bild extern:] Cricket Ball

[Bild extern:] Cricket Schläger


Ausscheiden des Schlagmanns

Die Fängerseite hat das Ziel, die gegnerischen Schlagmänner auszumachen (to dismiss), d.h. sie aus dem Spiel zu nehmen. Jeder Schlagmann spielt so lange, bis er ausgemacht wird. Wenn zehn der elf Schlagmänner ausgemacht sind, wechselt das Schlagrecht bzw. ist das Spiel zu Ende.


Das Ausmachen des Schlagmanns kann auf verschiedene Weise geschehen, vor allem:


  • wenn der Werfer mit seinem Ball am Schlagmann vorbei den Wicket trifft und die Bails herunterfallen (Bowled)
  • wenn der Batsman den Ball schlägt und das Fängerteam den Ball fängt, bevor er zum ersten Mal auf dem Boden aufkommt (Caught)
  • wenn das Wicket vom Fängerteam getroffen wird, während einer der Schlagmänner noch zwischen den Wickets unterwegs ist (Run out)
  • wenn der Ball vom Batsman verfehlt wird, jedoch dann durch den Körper des Batsman aufgehalten wird, obwohl der Ball das Wicket zerstört hätte, wird er vom Schiedsrichter »aus gegeben«, sehr umstritten, da es auf das subjektive Urteil des Schiedsrichter ankommt (LBW oder Leg before Wicket da meistens von der Schutzkleidung der Beine abgelenkt)
  • wenn der Batsman sein eigenes Wicket zerstört, durch seinen Schläger oder Beinberührung (Hit Wicket)
  • wenn der Batsman versucht den Ball mit der Hand absichtlich zu spielen (Handled the Ball)
  • wenn der Batsman Feldspieler absichtlich behindert (Obstructing the Field)
  • wenn der Batsman den Ball zweimal spielt (Hit the Ball Twice)
  • wenn der neue Batsman länger als 3 Minuten braucht um das Spielfeld zu betreten (Timed out)


Extras

Wird der Ball nicht korrekt vom Werfer »gebowled«, so ergeben sich 5 weitere Möglichkeiten für die Schlagmannschaft Punkte zu erzielen:


No Balls, Wides, Byes, Leg-Byes und Penalties.


Ein No Ball wird gegeben, wenn der Werfer beim Wurf mit einem Teil des vorderen Fußes sich hinter der Popping Crease befindet, also eine Art »Abwurflinie« übertritt.


Wides sind Bälle, die nicht in die Richtung des Wickets oder so weit am Batsman vorbei geworfen werden, dass der Batsman keinen Schlag ausführen kann.


Wird ein Wide vom Wicketkeeper verfehlt, können die Batsman Runs erzielen, als wäre der Ball geschlagen worden, diese Punkte werden Byes genannt.


Leg-Byes sind dementsprechend von der Schutzkleidung abgeprallte Bälle, die nicht zu einem Aus durch LBW führen.


Penalties werden für Unsportlichkeiten wie Manipulation des Ball vergeben, oder auch Diskussionen mit dem Schiedsrichter, immer 5 Punkte auf einmal.


Alle diese oben genannten Punkte werden nicht dem Batsman, sondern Extra unter der Kategorie Extras vermerkt, die Würfe müssen vom Werfer wiederholt werden.


Austragungsformen

Test Cricket

Als Test oder Test Cricket bezeichnet man eine spezielle Form eines internationalen Cricket-Matches. Tests gelten traditionell als höchste Form der Ausübung des Sports, entsprechen aber aufgrund ihres unspektakulären Spannungsbogens keineswegs modernen TV-Sehgewohnheiten: Bis heute wird ein Test über fünf Tage - in jeweils drei rund zweistündigen Blöcken - ausgetragen. Tests sind wiederum meist in eine Serie von zwei bis sechs Tests eingebettet, so dass die entsprechenden Duelle sich über mehrere Wochen hinziehen können. Das Pendant des Test Cricket auf nationaler Ebene wird First-Class Cricket genannt und dauert mindestens drei Tage.


Tests finden nur zwischen wenigen dazu spielberechtigten Nationalmannschaften statt. Derzeit sind dies zehn Länder (in der Reihenfolge der Zulassung): Australien, England, Südafrika, die Westindischen Inseln, Neuseeland, Indien, Pakistan, Sri Lanka, Simbabwe und Bangladesh.


Anstatt eine Weltmeisterschaft durchzuführen, führt der internationale Cricketverband ICC eine Art Weltrangliste (Test Championship), bei der fortlaufend alle Test-Matches berechnet und die Reihenfolge der Nationen angegeben werden. Der aktuell Führende kann sich als Besitzer der Test Trophy fühlen.


Als wichtigste Test-Match-Series gelten die Ashes, in der jährlich England gegen Australien um die Ashes (ein Urnenförmiger Pokal) seit 1877 spielen. Dieser Pokal enthält die Asche des Wickets, das die Engländer aus Frustration über das erste gegen ein ausländisches Team, nämlich Australien, verlorene Test-Match verbrannten.


One-Day Cricket

Aufgrund der Bedürfnisse vor allem des Fernsehens wurde ein kürzeres und dramatischeres Format, das One-Day-Cricket, eingeführt. Diese neue Art des Crickets erfreut sich wachsender Popularität, wird von Traditionalisten aber weitgehend abgelehnt.


Im Gegensatz zum Test Cricket ist das Match hier nicht erst beendet, wenn alle Schlagmänner »aus« sind, sondern schon nach einer festgesetzten Zeit von üblicherweise 50 Overs.


Hierbei wird auf Verstöße gegen die Wide und No-Ball-Regeln besonders stark geachtet. Wie beim Test Cricket wird auch One-Day-Cricket meist in Form einer Serie ausgetragen (drei bis sieben Matches).


Alle vier Jahre wird im One-Day-Modus eine Cricket-Weltmeisterschaft ausgetragen. In den vier Jahren zwischen der WM findet eine Champions Trophy im K.-O.-System statt.


Zusätzlich werden viele kleinere Turniere organisiert wie das Sharjah-Tunier in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder das Triangular-Tunier 2003 in Pakistan.


Oft werden One-Day-Internationals auch am Rande von Test-Matches ausgetragen und dienen als Aufwärmspiele.


Twenty 20-Cricket

Ein Versuch des englischen Cricket Verbands (ECB) stellt die neue Variante des Twenty 20-Cricket da. Um den modernen Medien gerecht zu werden, werden die »Innings« auf je 20 »Overs« verkürzt und eine Maximalspieldauer von 75 Minuten je Innings festgelegt.


Strafen drohen dem angreifenden Team, welches es nicht schafft alle Overs in der festgelegten Zeit zu spielen. Diese Cricket-Variante ist jedoch noch nicht so weit verbreitet wie First-Class oder One-Day-International Cricket und wird von Cricket- Traditionalisten sehr kritisch betrachtet, auch wenn es eine Chance darstellen kann neue Zuschauer für Cricket zu gewinnen.


Schutzkleidung

Das wichtigste Schutzbekleidungsstück sind sicherlich die Pads, diese Schützen die Beine des Batsman vor dem mit einer sehr hohen Wucht auftreffenden Ball.


Zusätzlich sollte der Batsman einen Helm und Handschuhe tragen sowie einen so genannten »BOX«, der die Geschlechtsteile des Schlagmannes schützt.


Weblinks



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