Crick hatte 1937 am University College in London ein Physikstudium abgeschlossen. Er war zwischenzeitlich für die britische Marine tätig und arbeitete an magnetischen und akustischen Seeminen. Ab 1947 studierte er zusätzlich Biologie und widmete sich jahrelang, aber erfolglos am Cavendish-Laboratorium der Universität Cambridge seiner Promotion. Er beschäftigte sich mit der röntgenkristallographischen Untersuchung des Hämoglobinmoleküls, als 1951 der amerikanische Biochemiker James Watson zu ihm stieß und sich beide daran machten, die Struktur der DNS zu entschlüsseln. Am 28. Februar1953 hatten es beide geschafft, der interessierten Wissenschaft ein räumliches Modell der DNS-Doppelhelix vorzustellen, das Weltberühmtheit erlangte und bis heute Gültigkeit hat. 1962 erhielten Crick, Wilkins und Watson dafür den Nobelpreis für Medizin.
Im hohen Alter versuchte sich Crick an seinem eigenen Institut im kalifornischen La Jolla an einer großen Herausforderung, dem Versuch, das Wesen des Geistes zu enträtseln und durch eine umfassende Theorie zu erklären. Ihm ist es auch zu verdanken, dass diese Frage zum legitimen Gegenstand der Naturwissenschaft wurde. So postulierte er 1990, dass nun die Zeit reif wäre, das Rätsel des menschlichen Geistes naturwissenschaftlich in Angriff zu nehmen. Die Menschen, »Ihre Freuden, und Leiden, Ihre Erinnerungen, Ihre Ziele, Ihr Sinn für Ihre eigene Identität und Willensfreiheit - bei alldem handelt es sich in Wirklichkeit nur um das Verhalten einer riesigen Ansammlung von Nervenzellen und dazugehörigen Molekülen«, formulierte er in seinem 1994 erschienenen Buch "Was die Seele wirklich ist".
Er starb am 28. Juli 2004 im Alter von 88 Jahren an Darmkrebs.
Literatur
James D. Watson, Die Doppelhelix, Rowohlt-TB, 1997, ISBN_3499602555
(anschaulich und spannend geschriebene Geschichte der Entdeckung der Doppelhelix)
Francis Crick, Was die Seele wirklich ist, Rowohlt TB, 1997, ISBN_3499602571
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