Das Breviarium Alaricianum (Brevier des Alarich) ist eine Sammlung römischer Gesetze, die im Jahr 506, dem 22. seiner Regierungszeit, auf Anordnung von Alarich II., König der Westgoten, unter Beteiligung seiner Bischöfe und Adligen zusammengetragen wurde. Es enthält:
fünf Bücher der Sententiae Receptae des Julius Paulus;
dreizehn Kapitel aus dem Gregorianischen Codex
zwei Kapitel aus dem Hermogenianischen Codex
und ein Fragment des ersten Buchs der Responsa Papiniani.
Es wird in einer Mitteilung des Anianus, des Königs Schreiber, als Codex bezeichnet, aber anders als der Codex Iustinianus, aus dem die Schriften von Juristen ausgeschlossen wurden, umfasst es kaiserlische Gesetze (leges) und gerichtlich Abhanldungen (jura). Aus dem Umstand, dass dem Breviarium ein königliches Vorwort (conmonitorium) vorangesetzt ist, das bestimmt, dass nur von Anianus beglaubigte Abschriften als Recht im Königreich der Westgoten gelten sollten, wird die Zusammenstellung des Codex von vielen Schreibern Anianus zugeeignet und wird er häufig als Brevier des Anianus (Breviarium Aniani) bezeichnet. Es scheint, dass der Codex bei den Westgoten als Lex Romana oder Lex Theodosii bekannt war, und die Bezeichnung Breviarium erst im 16. Jahrhundert aufkam, um ihn von einer Umgestaltung zu unterscheiden, die in Norditalien im 9. Jahrhundert zur Verwendung unter den Römern der Lombardei eingeführt wurde. Diese Umgestaltung des westgotischen Codex blieb in einem Manuskript erhalten, das Codex Utinensis genannt wird, da es früher in den Archiven der Kathedrale von Udine aufbewahrt wurde, nun aber verloren ist; im 18. Jahrhundert wurde sie erstmals von P. Canciani in seiner Sammlung alter Gesetze unter dem Titel Barbaroruin Leges Antiquae veröffentlich. Ein anderes Manuskript dieser lombardischen Umgestaltung des westgotischen Codex wurde von Hand in der Bibliothek der Abtei Sankt Gallen entdeckt.
Der hauptsächliche Wert des westgotischen Codex besteht in der Tatsache, dass es die einzige Sammlung römischen Rechts ist, in dem die fünf ersten Bücher des Codex des Theodosius und die fünf Bücher der Sententiae Receptae von Julius Paulus erhalten geblieben sind, und bis zur Entdeckung eines Manuskripts in der Stiftsbibliothek von Verona, die den größeren Teil der Institutes des Gaius enthält, war es die einzige Handschrift, in der Teile der Arbeit dieses großen Juristen auf uns gekommen sind.
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin