Die wichtigste Rolle spielt der Boden als zentrale Lebensgrundlage für Pflanzen und direkt oder indirekt für Tiere und Menschen.
Die Lebewesen spielen ihrerseits eine wichtige Rolle bei der Bodenentwicklung (Pedogenese), insbesondere durch die Produktion und Einarbeitung von Humus. Sie sorgen auch für Be-/Durchlüftung sowie für eine Durchmischung des Bodens (Bioturbation). Die obere organisch beeinflusste Bodenschicht wird als Oberboden bezeichnet.
In der Bodenkunde werden die häufigsten Betrachtungen und Definitionen in einem Bereich von 1,00 m bis 1,50 m angewandt. Oft liegt unterhalb dieser Marke nur zerkleinertes Gestein mit wenig veränderter Zusammensetzung vor. Jedoch genau diese Veränderungen des Substrates im zeitlichen Verlauf der Bodenbildung sind Voraussetzung einer detaillierten Beschreibung und Benennung der verschiedenen Bodentypen. Allgemein verläuft die Entwicklung von sehr flachen, sehr steinigen Böden zu tiefgründigen, feinkörnigeren Böden bzw. von schwach zersetztem, mineralienreichem Gestein zu stark zersetzten, ausgewaschenen Böden. Aus dem vorhandenen Substrat, der Bodenart, entwickelt sich durch "äußere" Einflüsse (wie Klima, Vegetation, Nutzungsart) im Laufe der Zeit ein Bodentyp mit spezifischen Eigenschaften.
Weiter kann noch eine Bodenform ausgeschieden werden. Sie bildet das Gesamtbild aus Bodenart und Bodentyp.
Die Erkennung eines Bodens kann in vielen Fällen auf Grund einiger weniger Eigenschaften wie Bodenart, Bodenartenschichtung, Ausgangsmaterial usw. erfolgen.
In manchen Fällen sind jedoch weitergehende physikalische und chemische Analysen zur Identifikation eines Bodens notwendig.
Wichtige charakteristische Eigenschaften eines Bodens sind:
die Bodenfarbe: hierbei werden nach standardisierten Munsell-Farbtafeln die Farben des Bodens nach Farbe, Helligkeit und Intensität bestimmt.
der Humusgehalt: Dieser stellt den Anteil an organischer Substanz (außer Kohle und anthropogenen Kohlenstoffverbindungen) im Boden dar. Er resultiert aus den Ausscheidungen lebender und den Rückständen abgestorbener Organismen und unterliegt einem stetigem Auf-, Um- und Abbau.
In der Bodenkunde werden die physikalisch-chemischen und ökologischen Eigenschaften der verschiedenen Bodentypen untersucht, beispielsweise die Fähigkeit, in den entstehenden Hohlräumen je nach Porengröße eher Wasser oder Luft zu speichern und in Abhängigkeit von der Porengröße die Pflanzenverfügbarkeit des gespeicherten Wassers.
Die Bodenzahl ist eine mit dem am 16. Oktober1934 erlassenen Gesetz über die Bewertung des Kulturbodens (Bodenschätzungsgesetz] geschaffene Wertzahl, die die ungefähre landwirtschaftliche oder gärtnerische Ertragsfähigkeit eines Bodens erfasst.
Sie wird auch als "Landwirtschaftliche Vergleichszahl" (LVZ) bezeichnet.
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