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Black Panther Party

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Die Black Panther Party war als Bürgerrechtsorganisation junger Schwarzer in den USA im Zeitraum zwischen Mitte der 1960er und frühen 1980er Jahren aktiv. Sie wollte sowohl aktiv ihr soziales Umfeld durch konkrete Projekte ändern, als auch die gleiche Behandlung ihrer schwarzen Mitmenschen seitens der Regierung erreichen. Die Mitglieder wurden allgemeinhin als Black Panthers bekannt.


Die Anfänge

Im Zuge der Geschichte des Rassismus gegen Schwarze in den USA kam es in den 1960er-Jahren zu den größten Bürgerrechtsbewegungen der schwarzen Bevölkerung. Malcolm X und Martin Luther King zählten zu den bekanntesten Bürgerrechtlern dieser Jahre.


Die Ermordung Malcolm X' 1965 löste landesweit schwere Unruhen aus, in dessen Verlauf über 300 Schwarze von Militär und Polizei getötet wurden. Zwei junge Schwarze in West-Oakland, Kalifornien, Huey Newton und Bobby Seale, gründeten daraufhin Anfang 1966 die Black Panthers Party for Self-Defence, um die Ideen Malcolm X' umzusetzen. Dazu verteilten sie unter der Bevölkerung ein 10-Punkte-Programm, in welchem sie


  • 1. Freiheit und Selbstbestimmung,
  • 2. Beschäftigung,
  • 3. ein Ende der Ausbeutung,
  • 4. menschenwürdige Wohnungen,
  • 5. ein reformiertes Bildungssystem,
  • 6. die Freistellung vom Militärdienst,
  • 7. ein Ende der willkürlichen Polizeigewalt,
  • 8. die Freilassung aller schwarzen Gefangenen wegen Benachteiligung während den Verhandlungen,
  • 9. faire Gerichtsprozesse vor schwarzen Geschworenen und durch schwarze Ankläger sowie
  • 10. einen Volksentscheid unter der schwarzen Bevölkerung über deren nationales Schicksal forderten.


Der Zusatz Selbstverteidigung war bewusst als Abgrenzung zu gewaltlosen Gruppierungen gewählt worden. Denn im Gegensatz zu diesen übten sich die Black Panthers auch im Waffenumgang zum Selbstschutz, um in ihren Wohngebieten gegen den gewalttätigen Rassismus anzutreten und gleichzeitig die Polizei bei deren Arbeit zu überwachen und gegen gewalttätige und/oder willkürliche Verhaftungen einzuschreiten.


Schon im Jahr darauf waren über 100 Mitglieder registriert. Die Gruppe brachte eine eigene Zeitschrift, The Black Panthers, Black Community News Service in einer Auflage von 5.000 Stück heraus. Dieses Organ wuchs auf bis zu 125.000 Stück an. Sie organisierte soziale Projekte, wie ein Frühstück für alle Kinder, Gesundheitsstationen, Rechtsberatung sowie in einigen Fällen den Kampf gegen Drogendealer und Zuhälter.


Eines der prominentesten Mitglieder der Black Panther Party wurde Angela Davis.


Ausbreitung der Bewegung und Gegenwehr

Im Oktober 1967 wurde der Mitbegründer, Huey Newton, von der Polizei in Oakland angeschossen und noch während der Operation massiv bedroht. Kurz darauf wurde er wegen Mord an einem Polizisten verhaftet und angeklagt. Diese Verhaftung löste eine Protestwelle aus, an der sich auch Weiße beteiligten. Die Mitgliederzahlen wuchsen rasant an, es bildeten sich landesweit Ortsgruppen. Auch andere Minderheiten gruppierten sich und aus dem Ausland kamen Sympathieschreiben und Gelder.


1968 wurde der Zusatz Selbstverteidigung gestrichen, um die politische und soziale Arbeit in den Vordergrund zu rücken. Dennoch formierte sich der Widerstand des Staates. Das FBI (COINTELPRO-Programm) begann, Ortsgruppen zu unterwandern und einzelne Mitglieder willkürlich zu verhaften und mit gefälschten Aussagen vor Gericht zu bringen. Der Chef der Behörde, J. Edgar Hoover, bezeichnete die Gruppe als größte Bedrohung der nationalen Sicherheit.


Zwei Tage nach der Ermordung Martin Luther Kings (4. April 1968) wurde ein Panthermitglied ermordet. Die Verhaftungswelle rollte weiter. Auch die Waffengewalt eskalierte. Anfang 1969 wurden drei weitere Mitglieder von Agenten des FBI ermordet und zwei verletzt. Im April wurde der Vorsitzende der Ortsgruppe Chicago, Fred Hampton und ein weiterer in einem fünfstündigen Gefecht getötet, drei weitere Mitglieder, darunter die schwangere Verlobte Hamptons, verletzt.


Illegale Hausdurchsuchen und Verhaftungen wechselten mit den Störaktionen der Sozialprojekte. Polizisten und FBI-Agenten drangen in die Gesundheitsstationen ein und vernichteten Medikamente oder lösten die Frühstücksrunden auf. Allein die Verhaftungen (740) und die zu bezahlenden Kautionen (rund 5 Mio. US-Dollar) der Jahre 1968 und 1969 machten die Kassen der Gruppen leer. Viele Projekte mussten eingestellt werden, wie auch die meisten der Verfahren, diese allerdings zum Teil erst Jahre später. Zwischen 1967 und 1970 wurden rund 40 Mitglieder ermordet und über 85 schwer verletzt.


Anfang der 1970er gab es rund 100 Ortsgruppen. Durch die Manipulationen des FBI (gefälschte Briefe mit Drohungen, Infiltration, Versorgung mit Drogen) zeigten sich erste Spannungen. Huey Newton, der erst kurz zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden war, nachdem die Anklage wegen Mord endgültig fallengelassen werden musste, und die meisten des Hauptvorstandes bekamen zunehmende Streitigkeiten mit Ortsgruppen vor allem an der Ostküste. Dies führte 1973 zur Spaltung der Black Panthers. 10 Jahre später, 1983, war die Bewegung völlig am Ende. Noch heute jedoch sitzen ehemalige Black Panthers in Gefängnissen für Taten ein, die nachweislich nicht von ihnen begangen worden waren.


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