Das Billard beschreibt ein Ballspiel, das üblicherweise zwei Personen gegeneinander spielen.
Es wird auf einem Tisch gespielt, mit Kugeln und einem Spielstock, dem Queue. Die Tische sind mit einem Stofftuch bezogen. Dieses Tuch sorgt für eine definierte Reibung zwischen Kugel und Spielfläche und ermöglicht dadurch ein kontrolliertes Positionsspiel, in dem die Kugeln eine vorhersagbare und beeinflussbare Bahn beschreiben und nicht unkontrolliert herumrollen. Billard ist allgemein als Freizeitsport sehr bekannt und beliebt. Gerade in Kneipen und Spielhallen wird es viel gespielt. Leider ist die Vermarktung dieses Präzisionssports etwas missraten. Oft wird dargestellt, dass man vorwiegend in verruchten Kneipen um viel Geld spielt. Filme wie "Haie der Großstadt" (Jungstar Paul Newman) oder die Neuverfilmung "Die Farbe des Geldes" mit ebenfalls Paul Newman und Tom Cruise prägen bis heute das Image des "Zockersports".
Die Fertigkeit und Kunst, die hinter solch einem Sport steht, kann man nicht verfilmen, man muss es erleben.
Mittelstoß (auch Horizontalstoß) : Ein gerader horizontaler Stoß, der im Idealfall genau die Mitte trifft. Der Ball rollt gewöhnlich gerade aus.
Stopp-Ball: Das Queue trifft den Ball (oder die Kugel) leicht unterhalb der horizontalen Mitte. Dadurch kommt der Ball nach dem Aufprall mit einer anderen Kugel zu Stillstand.
Hochstoß: Ein Stoß, bei dem der Queue höher angesetzt wird. Dies ergibt einen Nachläufer. (Schweiz. Bez.: Mitläufer)
Tiefstoß: Der Queue wird unten angsetzt und berüht oft die Tischfläche. Dies ergibt einen Rückzieher. (Schweiz. Bez.: Retro oder Rückläufer)
Effetstoß: Der Ball wird (links) seitlich gegen die Wand gestoßen. Er prallt an die Wand ab und rollt im ca. 45° Winkel.
Kontereffetstoß: Ähnlich wie der Effetball, nur der Ball rollt um die 20°. Dies wird erzielt, wenn der Ball von der rechten Seite gestoßen wird.
Geschichte
Es gibt keine genauen Überlieferungen, wie genau und zu welcher Zeit Billard entstanden ist. Auch die verschiedenen Entwicklungsstufen sind nicht 100%ig nachvollziehbar. Man kann in etwa ab dem 17. Jahrhundert sagen, wie sich die Geschichte des Billards entwickelt hat.
Es soll schon ähnliche Spiele 2000 v. Chr. gegeben haben.
Im 13. Jahrhundert findet man auch immer wieder Hinweise auf ähnliche Ball- und Sportspiele. In dieser Zeit wurde aber noch auf dem Boden gespielt, die Kugeln schlug man noch mit einem Stock. Erst im 15. Jahrhundert spielte man auf Tischen, etwa im Jahr 1550. Der Pfandleiher Bill Knew spielte mit 3 Kugeln auf einem Tisch. Er befestigte Leisten, damit die Kugeln nicht vom Tisch herunterfielen. Es entstand der Name Billard aus dem französischen Bille, was soviel heißt wie Kugel und aus dem Wort Art de Bille, frei übersetzt also Kunst der Kugeln. Daher übrigens auch der Name Queue als Ableitung aus dem Namen Knew. Es war eine neue Zeit geboren, das Ballspiel auf dem Tisch, heute genannt Billard. Die Möglichkeiten waren natürlich beschränkt, da der Billardstock gebogen war und die Kugeln auch nicht am Queue hafteten. Aus der Not heraus entwickelte man durch Zufall eine bahnbrechende Erfindung: das Leder für den Queue.
Das Queue hatte inzwischen (so ab ca. 1750) auch schon seine gerade Form gefunden. Ein Defekt am Queue reparierte der Franzose Mengaud, der seiner Zeit im Gefängnis eine Haftstrafe verbüßte, mit einem Stück Leder aus seinem Stiefel. Da die Queuespitze nun an den Bällen haftete, war es auf einmal möglich, auch mit Effet zu spielen. Seine Forschungen und Entwicklungen auf diesem Gebiet verhalfen ihm auch später zum Titel Professeur de Billard. Natürlich wurde immer weiter geforscht, und wird es auch heute noch. Das Billardspiel entwickelte sich, doch war es vor allem den Adligen vorbehalten. 1854 wurde das Spiel duch die Erfindung einer gummigepolsterten Bande von Michael Phelan revolutioniert.
Anfang 1900 wurden bereits erste Amateurweltmeisterschaften ausgetragen. Ebenfalls entstanden verschiedene Verbände, in erster Linie der Weltbillardverband. Die beiden Weltkriege warfen die Entwicklung wieder zurück. Heute kann man zum Glück sagen, dass es ein Spiel ist, das jeder kennt und das auch weltweit verbreitet ist.
Mit der Zeit entstanden verschiedene Spielarten, die sich in durchaus grundlegenden Details voneinander unterscheiden.
Johann Gerhard Oncken war als Junge "marqueur des billards" im heute noch existierenden Gasthof "Hotel Victoria" in Varel und avancierte zum Gründer der deutschen Baptistengemeinden.
Weblinks
Hier erfahren sie einiges über die Regeln, über das Spiel und finden Kontaktadressen. Über die Landesverbände können sie sich auch über Vereine in ihrer Nähe informieren, Trainingsmöglichkeiten und Adressen von Billardschulen können sie ebenfalls dort finden.
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