Schon früh wird sein Interesse an der Politik geweckt, als er einmal die höhere Schule wechseln muss, die nach einem Schülerstreik geschlossen wird. Ab 1966 beginnt er ein Medizinstudium in Durban.
Sein Interesse an Politik wächst derart, dass er sich in der South African Students Organisation (SASO) betätigt und Mitbegründer des Black Community Programm (BCP) wird. Diese Aktivitäten lassen seine Noten so sehr absinken, dass er 1973zwangsexmatrikuliert wird. Zudem wird seine politische Aktivität bestraft und eine Art Bann über ihn verhängt, der mit scharfen Auflagen verbunden ist: So darf er seine Heimatstadt nicht verlassen, sich nicht mehr in der SASO engagieren und es wird ihm verboten, mit mehr als einer Person gleichzeitig zu sprechen.
Aufgrund dieser Auflagen beginnt Biko ein Fernstudium der Rechtswissenschaften. Zugleich verstärkt er seine Aktivät im BCP. Diese ruft erneut den Staatsapparat auf den Plan, so dass er sich ab 1975 überhaupt nicht mehr politisch betätigen darf.
In der Folgezeit wird Biko mehrfach verhaftet, zuletzt am 18. August1977, als die Sicherheitspolizei ihn und seinen Freund Peter Jones an der Stadtgrenze aufgreifen und wegen Verletzung ihrer Auflagen nach Pretoria bringt. Am 13. September1977 wird sein Tod als Folge eines Hungerstreiks bekannt.
Eine gerichtlich angeordnete Untersuchung im November 1977 brachte zum Vorschein, dass Biko an den Folgen einer schweren Kopfverletzung gestorben war, die ihm beim Verhör im "Police-Room 6-4-9" (einem berüchtigten Folterraum) zugefügt wurde. Dennoch wurde keine Anklage wegen Mord oder Totschlag erhoben, obwohl Biko nicht das erste Opfer der Sicherheitspolizei war.
Donald Woods veröffentlichte das Schicksal Bikos in seinem Buch: Steve Biko - Stimme der Menschlichkeit, welches die Aufmerksamkeit der Welt auf die Apartheidspolitik Südafrikas lenkte. Richard Attenborough drehte nach diesem Buch seinen Film Schrei nach Freiheit und Peter Gabriel schrieb ein vielbeachtetes Lied über Biko.
Literatur
Steve Biko: I write what I like, Chicago: University of Chicago Press, 2002. ISBN_0226048977
Donald Woods: Steve Biko, München: Goldmann, 1989, ISBN_3442089859
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