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Eine Bibliothek (griechisch Buchbehälter) ist eine Institution oder der Ort (Bibliotheksbau) einer geordneten und benutzbaren Sammlung von Büchern und anderen publizierten Informationen oder eine solche Sammlung selbst.


Eine andere Bezeichnung für (vor allem öffentliche) Bibliotheken ist Bücherei.


Die Bezeichnung Bibliothek wird gelegentlich auch für andere Informationssammlungen, wie Webseiten, Datenbanken, Sammlungen von Programmroutinen (Programmbibliothek) oder einzelne Bücher, benutzt.


Inhaltsverzeichnis


1 Allgemeines

2 Nutzung von Medien in einer Bibliothek

3 Finden von Medien in einer Bibliothek

4 Geschichte

  4.1 Altertum

  4.2 Mittelalter

    4.3 Renaissance bis 19. Jarhundert

    4.4 20. Jahrhundert bis heute

5 Arten von Bibliotheken

6 Wichtige Bibliotheken

7 Weblinks

8 Siehe auch


Allgemeines

Die Aufgaben einer Bibliothek bestehen im Sammeln, Erschließen und Vermitteln von Büchern und anderen Publikationsformen, wie Zeitschriften, Tonträgern, Bildmaterialien, Mikroformen, elektronischen Publikationen. Jeder geführte Gegenstand hat eine Standortnummer (engl.: call number), anhand derer man das Stück im Katalog und in der Bibliothek finden kann.


Indem sie ihre Bestände zur Verfügung stellen und archivieren, dienen Bibliotheken der Versorgung der Bevölkerung (Öffentliche Bibliotheken) und Forschung (wissenschaftliche Bibliothek) mit Literatur und Informationen (zusammen mit den Verlagen und den Medien, die diese produzieren und dem Buchhandel, der für die kommerzielle Verbreitung sorgt).


Je nach Ausprägung nehmen Bibliotheken verschiedene Dienstleistungsaufgaben aus dem BID-Bereich (Bibliothek, Information, Dokumentation) wahr, darunter auch pädagogische Aufgaben wie die Leseförderung.


Verwandte Einrichtungen sind Dokumentationseinrichtungen und Archive, wobei die Grenzen fließend sind.


Die Gesamtheit aller Bibliotheken bilden das Bibliothekswesen,


die in einer Bibliothek arbeitenden Menschen nennt man Bibliothekare


und die wissenschaftliche Disziplin von der Organisation und Funktion von Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen ist die Bibliothekswissenschaft. Der Geschäftsgang in einer Bibliothek wird Bibliotheksverwaltung, optimierende Tätigkeiten nach innen und aussen wird Bibliotheksmanagement genannt.


Nutzung von Medien in einer Bibliothek

Der Bestand einer Bibliothek kann zum einen als Leihbestand von den Benutzern für eine bestimmte Frist entliehen werden oder als Präsenzbestand nur in den Räumen der Bibliothek eingesehen werden.


Je nachdem, ob die Medien einer Bibliothek ausgeliehen werden können oder nicht, unterscheidet man zwischen Ausleihbibliothek und Präsenzbibliothek, wobei in der Regel beide Formen in einer Bibliothek vorkommen.


Mit Hilfe der Fernleihe können Benutzer auch die Bestände anderer Bibliotheken nutzen oder über Dokumentenlieferdienst Kopien bestellen.


Weitere Nutzungsmöglichkeiten sind das (ggf. entgeltliche) Kopieren und die öffentliche Wiedergabe.


Finden von Medien in einer Bibliothek

dieser Abschnitt muss noch überarbeitet werden


Die Medien in einer Bibliothek werden systematisch verzeichnet und sind mit Hilfe von Bibliothekskatalogen auffindbar. Kriterien bei der Suche nach Literatur sind Autoren und Titel sowie Schlagworte.


Heute werden diese Kataloge meist in elektronischen Datenbanken gespeichert. Die so genannten OPACs sind über Computer und oft auch im Internet einsehbar.


Da die finanziellen Mittel und der Aufbewahrungsplatz einer Bibliothek stets beschänkt sind, spezialisieren sich Bibliotheken.


Einige Bibliotheken haben einen offiziellen Auftrag, bestimmte Medien für alle Zeit zu archivieren.


Dies gilt vor allem für Nationalbibliotheken, die die Veröffentlichungen ihres Landes sammeln (Pflichtexemplar). In Deutschland besteht darüber hinaus in jedem Bundesland ein regionales Pflichtexemplar, das von einer Bibliothek des betreffenden Bundeslandes gesammelt und bewahrt wird. Diese Regionalbibliothek erstellt auch die jeweilige Landesbibliographie oder Regionalbibliographie, in der die Literatur über ein Land oder eine Region nachgewiesen wird.


Siehe auch: Verbundkatalog, KVK, Sondersammelgebiet


Geschichte

Altertum

Bereits die alten Ägypter besaßen große Büchersammlungen, aus denen uns die Papyrusrollen bekannt sind, welche auf bis zu 1866 v. Chr datiert werden. Auch die in den Ruinenstädten von Assyrien und Babylonien entdeckten Tafeln und Zylinder mit Schriftzeichen sind Überreste einer Art von Bibliotheken. Bei den Griechen finden sich zur Zeit der Freiheit nur wenige Spuren von Privatbibliotheken in den Nachrichten der klassischen Autoren, während über die erste öffentliche, von Pisistratos zu Athen angelegte Büchersammlung bedeutende Zweifel herrschen. Nach dem Untergang der Freiheit wurde die griechische Kultur in die Nachbarländer, nach Asien, Ägypten und Italien, verpflanzt, was die Gründung von Bibliotheken zur Folge hatte. Die bedeutendsten waren die beiden alexandrinischen Bibliotheken, von den Ptolemäern gestiftet, und die Bibliothek zu Pergamon, welche den pergamenischen Königen Entstehung nnd Wachstum verdankte (vergleiche Parthey, Das alexandrinische Museum, Berl. 1838, und Ritsch l, Die alexandrinischen Bibliotheken, Bresl. 1838). In Rom erwachte der Sinn für Büchersammlungen erst nach dem zweiten Punischen Krieg. Der erste Begründer einer öffentlichen Bibliothek war Asinius Pollio. Unter Augustus, der selbst die Oktaviana und dann die palatinische Bibliothek einrichtete, gehörte es zum guten Ton, eine Bibliothek im eignen Haus zu haben. Die Einrichtung eines römischen Bibliothekzimmers lehren teils Vitruv und Plinius, teils die in Herculaneum ausgegrabene Bibliothek kennen. Die Aufsicht war nur Freigelassenen anvertraut. Im 4. Jahrhundert soll es in Rom 29 öffentliche Bibliotheken gegeben haben, die von den vornehmen Römern fleißig besucht wurden. Wichtig für die Bibliothekengeschichte des klassischen Altertums ist die Monographie von Theodor Birt: Das antike Buchwesen in seinem Verhaeltnis zur Litteratur. mit Beitägen zur Textgeschichte des Theokrit, Catull, Properz und anderer Autoren. Berlin 1882 (2. Neudruck Aalen 1959) ISBN_3-511-00012-2


Mittelalter

Die Stürme der Völkerwanderung brachten den alten Bibliotheken Verderben. Im Mittelalter waren es die Mönche, welche die. noch übrigen Denkmäler der heidnischen Literatur erhielten; so z. Bibliothek in den Klöstern des Athos (vergleiche Boltz, Die Bibliotheken der Klöster des Athos, Bonn 1881). Namentlich zeichneten sich die Benediktiner dadurch aus, daß ihre Ordensregel den Konventualen das Studium der Klassiker und das Kopieren von Handschriften zur Pflicht machte, um dem Müßiggang vorzubeugen. Namhafte Klosterbibliotheken befanden sich zu Monte Cassino, Korvei (in Westfalen), Fulda, wo Hrabanus Maurus Mönche als Schreiber beschäftigte, vor allem aber in St. Gallen, wo Abt Gosbert (816-836) den Grund zu der berühmten Bibliothek legte, die alle. damaligen Sammlungen übertraf. Im 14. Jahrhundert hatte jedes Stift wenigstens ein Skriptorium, über welches der Armarius die Aufsicht führte; das Schreibmaterial lieferte der Camerarins oder Cellarius, die Auswahl der zu schreibenden Bücher besorgte der Abt, und die Bibliothekverwaltung lag ebenfalls dem Armarius Bibliothek Das Aufleben der antiken Studien in der Zeit des Humanismus begünstigte den Sammeleifer. Gelehrte, wie Poggio, Philelphus, fingen an, Bücher zu sammenl, und ihrem Beispiel folgten Fürsten und reiche Patrizierfamilien. In Florenz sammelten die Mediceer, aus deren Tätigkeit die Mediceo-Laurentlana hervorging. Papst Nikolaus V., der gegen 3000 Handschriften aufkaufte, schuf damit die große vatikanische Bibliothek. In Ungarn hielt König Matthias Corvinus in Italien gebildete Schönschreiber in seinem Sold, um seine Bibliothek, die berühmte Corvina, zu bereichern. Dieser kostbare Bücherschatz, weniger durch innern Wert als äußere Pracht ausgezeichnet, wurde bei der Eroberung Osens durch die Türken (1526) in alle Winde zerstreut, so daß sich Reste in den bedeutenden Bibliotheken Europas vorfinden. Die 35 Werke, welche Sultan Abdul Hamid II. den Ungarn zurückerstattet hat, sind nur ein höchst dürftiger Überrest von den 5o,ooo Bänden der ehemaligen Corvina.


Über die Bibliotheken des Mittelalters überhaupt gibt erschöpfende Auskunft W. Wattenbach, Das Schriftwesen im Mittelalter (4. unveränderte Auflage. Erstauflage: Leipz. 1875).


Renaissance bis 19. Jarhundert

Eine neue Epoche in der Geschichte der Bibliotheken begann mit Erfindung der Buchdruckerkunst. Denn von nun an war die Sammlung einer Bibliothek nicht mehr mit so großen Kosten und Schwierigkeiten verknüpft wie früher. Nach Aufhebung der Klöster infolge der Reformation fielen deren Bibliotheken entweder den Städten und Kirchen oder den Landesherren und gelehrten Bildungsanstalten zu, wodurch eine allgemeinere Brauchbarkeit der Bücherschätze herbeigeführt wurde. Der Dreißigjährige Krieg vernichtete manche frisch aufblühende Sammlung, zum Beispiel die Heidelberger, deren vorzüglichste Manuskripte 1622, nach der Einnahme der Stadt durch Tilly, nach Rom in den Vatikan gebracht wurden. Mit dem Ausbruch der französischen Revolution ging ein großer Teil der mit Mühe und Kosten hergestellten Bibliotheken zu Grunde. 1797 entführten die Sieger mehrere Tausend Manuskripte aus dem Vatikan nach Paris, und ähnlichen Plünderungen waren 1809 auch nicht wenige deutsche Bibliotheken, zumal die Wiener, ausgesetzt. Napoleons Fall bewirkte, daß die früher geraubten Schätze zurückgegeben wurden; so erhielt Heidelberg nicht nur die im letzten Krieg nach Frankreich gebrachten, sondern auch einen Teil der im Dreißigjährigen Krieg in den Vatikan gekommenen Manuskripte zurück.


20. Jahrhundert bis heute

Es fehlt die Geschichte der Neuzeit


Arten von Bibliotheken

Je nach Größe, Sammelschwerpunkt, Trägerschaft, Funktion etc. lassen sich Bibliotheken in unterschiedliche Bibliothekstypen einteilen.




Unter den Spezialbibliotheken finden sich unter anderem Filmbibliotheken, Hörbüchereien, Blindenbüchereien, Frauenbibliotheken, Bibliotheken spezieller Einrichtungen wie Parlamentsbibliotheken, Behörden- und Gerichtsbibliotheken sowie Regionalbibliotheken und Forschungsbibliotheken.


Eine relativ neue Form ist die virtuelle Bibliothek im Internet.


Wichtige Bibliotheken

Zu den bedeutendsten Bibliotheken weltweit gehören die großen Nationalbibliotheken




große Universitätsbibliotheken




sowie historische Bibliotheken oder Bibliotheken mit historisch bedeutsamen Beständen




In Deutschland:




In Österreich:




In der Schweiz:




Weitere Bibliotheken siehe unter Liste von Bibliotheken.


Weblinks



Siehe auch

Liste der Bibliotheken


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