Die Gastwirtin Marianne Bachmeier erschoss am 6. März1981 den Mörder ihrer Tochter Anna im Gerichtssaal. Für diese Tat musste sie sich ab dem 2. November1982 vor Gericht verantworten und wurde im März1983 wegen Totschlags und unerlaubten Waffenbesitzes zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Das Gerichtsurteil wurde in der Bundesrepublik damals kontrovers diskutiert, wobei ein Großteil der Bevölkerung Verständnis für die Tat zeigte, andere jedoch die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit anmahnten.
Das Ereignis wurde auch durch die Zeitschriftenserie "Annas Mutter" in der Öffentlichkeit bekannt.
Marianne Bachmeier schmuggelte am dritten Verhandlungssaal eine Waffe in den Gerichtssaal und feuerte 8 mal auf den Angeklagten. Dieser starb, da 6 Kugeln trafen.
Das Ganze geschah in einer Zeit, in der die Öffentlichkeit gerade kurz vorher bekannt gewordenen Fälle von Kindesentführungen und -misshandlungen sensibilisiert war. Die Meinung der Deutschen ging auseinander. Die einen konnten die Mutter verstehen, die anderen waren gegen Selbstjustiz, da wir in einem Rechtsstaat leben.
Marianne Bachmeier starb am 17. November1996 an einem Krebsleiden.
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