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Baar-Ebenhausen

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Baar-Ebenhausen ist eine kleine Gemeinde im Regierungsbezirk Oberbayern, etwa 12 km südlich von Ingolstadt.


Inhaltsverzeichnis


1 Geschichte

  1.1 Gemeinde Ebenhausen

  1.2 Gemeinde Baar

  1.3 Ebenhausen-Werk

2 Weblinks


Geschichte

Etwa 10 km südlich von Ingolstadt liegt inmitten der Donauebene zwischen der Bahnlinie München-Ingolstadt und der Autobahn A 9 (München-Nürnberg) der Ort Baar-Ebenhausen.


Er wurde im Jahre 1984 aus den ehemals selbständigen Gemeinden Baar und Ebenhausen gebildet. Die heutige Einheitsgemeinde besteht aus den drei Ortsteilen Baar, Ebenhausen und Ebenhausen-Werk.


Vorher, zwischen 1978 und 1984, bildeten die beiden Gemeinden Baar und Ebenhausen eine Verwaltungsgemeinschaft, blieben aber dennoch bis 1984 zwei rechtlich selbstständige Gemeinden. Seit 1984 befindet sich nun der Sitz des Rathauses der politischen Gemeinde im Ortsteil Ebenhausen.


Die Gesamtgemeinde Baar-Ebenhausen umfasst eine Fläche von 1.477 ha, wobei auf den Ortsteil Baar 630 ha und den Ortsteilen Ebenhausen und Ebenhausen-Werk 847 ha entfallen.


Gemeinde Ebenhausen

Die Gemeinde Ebenhausen entstand vermutlich im 8. oder 9. Jahrhundert, ihr Name lässt sich herleiten von dem Begriff »Häuser in der Ebene« bzw. von »zu den Häusern des Ebo oder Eberhardt«, der hier als Grundherr und vermutlich als Vorfahr der Ritter von Ebenhusen seine Halbfreien und Hörigen ansiedelte. Jene Ritter standen bei den Fürsten des Landes in hohen Ehren. In einer Urkunde einer gewissen Äbtissin Gebirga von Geisenfeld, welche von 1037 bis 1061 dort wirkte, erscheint ein »Chuono von Ebenhusen« als Zeuge. Im Schenkungskodex des Klosters Undersdorf wird 1163 der Ritter »Dilcherius von Ebenhusen« als Zeuge erwähnt.


Die Ritter von Ebenhusen starben im Jahre 1509 aus; von da an finden sich von ihnen keine urkundlichen Spuren mehr.


Im Jahre 1310 wird Ebenhausen als zum Amt Vohburg zugehöriger Markt aufgeführt. Das Marktrecht ging verloren, als der Ort im Jahre 1505 zum Herzogtum Pfalz-Neuburg kam.


Am 1. Januar 1880 wurde der Ort Ebenhausen dem Bezirksamt Ingolstadt zugeteilt, dem es bis 1972 angehörte. Seitdem war Ebenhausen Teil des Landkreises Pfaffenhofen.


Der Zwiebelturm der St.-Martins-Kirche, vielfach als "in Barock gehalten" bezeichnet, ist ein besonderes Wahrzeichen des Ortes im Rokoko-Stil.


Im Zentrum des Ortes steht eine vor gut 100 Jahren gepflanzte Eiche, die mittlerweile unter Naturschutz steht und als wahre Naturschönheit gelten kann.


Im Laufe der Jahre wuchs Ebenhausen durch seine Weiterentwicklung zu einer stattlichen Gemeinde.


Gemeinde Baar


Die Ortschaft Baar erhielt ihren Namen germanischen Ursprungs von dem Fluss Paar, der sich in einer Schleife östlich um den Ort windet, dann den Ort Ebenhausen durchquert und als rechter Nebenfluss in die Donau mündet.


Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde Baar um 1030 in Urkunden des Klosters Münchsmünster.


Um 1500 entwickelte sich Baar zu einem landläufig bekannten Wallfahrtsort, nämlich zu Mariä Himmelfahrt in Baar.


Bei Renovierungen im Jahre 1697 entdeckte man die in den Sockel der heute noch vorhandenen gotischen Madonna eingravierte Jahreszahl 1480.


Das "Heilige Grab", ein seltenes Werk barocker Kunst und Frömmigkeit, wurde im Jahre 1721 erstmals errichtet.


Am 1. Mai 1753 erlebte die Gemeinde Baar mit der Überführung und Aufbewahrung der Gebeine des Hl. Fortunatus in die Pfarrkirche ein Fest mit der ganzen Pracht und Begeisterung der Barockzeit.


Jedoch blieb die Ortschaft Baar auch von Umweltkatastrophen nicht verschont. Ein Hochwasser der Parr nahm beispielsweise am 28. Februar 1784 derartige Ausmaße an, dass im Dorf kaum ein Haus vom Wasser verschont blieb. 1866 wurde der Ort mit einem Großfeuer, das binnen weniger Stunden 16 Wohnhäuser und 36 Nebengebäude in Schutt und Asche legte und dadurch 16 Familien obdachlos machte, von einem schweren Unglück betroffen.


Die Verlegung der Eisenbahnlinie Ingolstadt-München im Jahr 1867 trug dazu bei, dass das Dorf Baar mit seinen 396 Einwohnern im Laufe der Zeit seinen bäuerlichen Charakter verlor. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Gemeinde Baar stetig weiter: dank einer regen Bautätigkeit wuchs aus dem einst kleinen Dorf eine ansehnliche Gemeinde.


Ebenhausen-Werk

Zu erwähnen ist auch noch der Ortsteil Ebenhausen-Werk: Nachdem zuvor die militärische Pulvermühle zerstört worden war, beschloss man im Jahre 1862 in München, im jetzigen Ortsteil Ebenhausen-Werk nahe der früheren Aidmühle eine neue Pulverfabrik zu errichten. Jedoch blieb auch diese nicht von Unfällen verschont. So explodierten am 9. August 1865 das Walzwerk, die zweite Mühle und kurze Zeit später auch das Stampfwerk. Weitere Explosionen ereigneten sich am 24. September 1866 und am 9. Mai 1867.


Von 1914 bis 1918 wurde die Pulverfabrik zu einem großen Betrieb ausgebaut, der zeitweise bis zu 6.000 Arbeiter beschäftigte. Doch mit dem Ende des 1. Weltkrieges kam auch das Ende der Pulverfabrik. Das Gelände lag mit Ausnahme einiger kleiner Betriebe still bis dort 1938 wieder eine neue Pulverfabrik errichtet wurde. 1942 begann erneut die Fabrikation von Pulver, 1943 waren alle Gebäude und Einrichtungen in Betrieb.


Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden sämtliche Fabrikationsgebäude sowie auch das große Kesselhaus und der neu erbaute Wasserturm durch Sprengungen zerstört.


Heute sind in Ebenhausen-Werk neben dem Hauptlager des Bayerischen Roten Kreuzes mehrere größere, aber auch verschiedenartigste mittelständische und kleinere papier-, kunststoff-, metall- sowie holzverarbeitende Betriebe angesiedelt.


Weblinks



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