Autogynäkophilie ("die eigene Weiblichkeit lieben") bezeichnet die Theorie einer sexuellen Empfindung, die bei vielen Transgendern (Mann zu Frau) und Transvestiten zu finden ist. Der Begriff bedeutet, dass die betroffene Person an sich selbst (=auto) körperliche Merkmale des Gegengeschlechts (in diesem Fall weiblich - gynäko) liebt bzw. sexuell begehrt (philie).
Autogynäkophilie gilt als Teil der Motivation vieler transsexueller Menschen, ihren Körper zu verändern. Sie ist Ausdruck der Tatsache, dass die meisten Transsexuellen emotional nicht ausschließlich männlich oder weiblich, sondern eine Mischung aus beidem sind: während der weibliche Persönlichkeitsanteil einer Mann-zu-Frau-Transsexuellen sich einen weiblichen Körper wünscht, um (auch sexuell) als weibliches Subjekt agieren zu können, empfindet gleichzeitig der männliche Persönlichkeitsanteil die selben weiblichen Körpermerkmale als sexuell anregende Objekte. Eine autogynäkophile Person ist somit - wenn auch nur in sehr begrenztem Ausmaß - in der Lage, mit sich selbst Sex zu haben.
Die Theorie, die von Ray Blanchard 1989 aufgestellt wurde, ist umstritten.
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