Unmittelbar vor und nach dem EU-Beitritt zeigt sich die polnische Regierung, unter dem Druck der euroskeptischen Opposition eher als Bremser auf dem Weg zu einer vertieften EU-Erweiterung. Gründe dafür sind die Sorgen um eine zu dominante Rolle vor allen Dingen Deutschlands in der EU sowie historisch begründete Ängste vor einem Souveränitätsverlust an Brüssel.
Zu den ehemaligen Ostblock-Bündnispartnern versucht die polnische Regierung stabile, freundschaftliche und für die polnische Wirtschaft günstige Beziehungen aufrechtzuerhalten und auszubauen.
Die polnische Außenpolitik ist bis zu einem gewissen Grad an den eigenen Vorstellungen von nationaler Größe und möglichst uneingeschränkter Souveränität ausgerichtet: In der EU sucht man ein hohes Maß an Eigenständigkeit. So unterstützte die Regierung Leszek Miller die US-Außenpolitik im "Irak-Konflikt" uneingeschränkt, so dass Polen im Jahr 2003 von US-PräsidentBush als zuverlässiger Verbündeter gepriesen wurde. In Osteuropa sieht man sich als Anwalt der Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion.
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