Die Australischen Nasenbeutler (Peramelidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Nasenbeutler (Peramelemorphia). Nach ihrem englischen Namen (Bandicoots) werden diese Tiere auch manchmal als Bandikuts bezeichnet, der Begriff stammt aus dem Telugu und bedeutet »Schweineratte«. Ursprünglich umfasste die Familie 10 Arten in vier Gattungen, drei Arten sind aber schon ausgestorben.
Die Australischen Nasenbeutler leben in Australien, Tasmanien und anderen vorgelagerten Inseln. Eine Art kommt auch im südlichen Neuguinea vor.
Beschreibung
Typisch für die Australischen Nasenbeutler ist die lange, zugespitze Schnauze. Der Schädel ist abgeflacht, was diese Familie von den Neuguinea-Nasenbeutlern unterscheidet. Das kurze Fell ist meist bräunlich gefärbt. Die Vorderzehen sind mit Krallen versehen, was zum Graben dient. Die Hinterbeine sind größer als die Vorderbeine, wobei die zweite und die dritte Zehe zusammengewachsen sind und gemeinsam mit der großen vierten Zehe die Hauptlast der Fortbewegung tragen. Die Körperlänge beträgt je nach Art 20 bis 55 cm, die größeren Arten erreichen ein Gewicht von bis zu 1,5 kg.
Lebensweise
Australische Nasenbeutler bewohnen eher trockene Habitate, wie Savannen und Wüsten. Sie sind vorwiegend nachtaktiv. Den Tag verbringen sie in selbstgegrabenen Bauen, Mulden oder Grasnestern, nachts gehen sie auf Nahrungssuche. Sie leben vorwiegend auf dem Boden. Außer in der Paarungszeit sind sie strikte Einzelgänger.
Nahrung
Australische Nasenbeutler sind Allesfresser, sie fressen Insekten, deren Larven und kleine Wirbeltieren genauso wie Früchten und andere Pflanzen.
Fortpflanzung
Im Gegensatz zu anderen Beuteltieren haben Nasenbeutler eine primitive Plazenta. Nach sehr kurzer Tragzeit (oft nur zwei Wochen) kommen zwei bis fünf Jungtiere zur Welt. Die Beutel der Nasenbeutler sind gut entwickelt. Die Jungtiere bleiben rund 50 Tage im Beutel, werden nach rund 60 Tagen entwöhnt und sind im zweiten Lebenshalbjahr geschlechtsreif. Die Lebenserwartung der Australischen Nasenbeutler beträgt in freier Wildbahn selten mehr als drei Jahre, in Gefangenschaft bis zu acht Jahre.
Bedrohung
Drei der zehn Arten der Nasenbeutler sind bereits ausgerottet, und auch die anderen Arten haben seit der Ankunft der Weißen einen beträchtlichen Rückgang ihres Verbreitungsgebietes hinnehmen müssen. Ursachen dafür liegen vorwiegend in der Besiedelung und Urbarmachung des ursprünglichen Lebensraumes und in der Verfolgung durch eingeschleppte Raubtiere.
Systematik
Die Familie der Australischen Nasenbeutler lässt sich in vier Gattungen einteilen:
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