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Aurich

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Aurich ist Kreisstadt des Landkreises Aurich in Niedersachsen, in Ostfriesland.


Inhaltsverzeichnis


1 Basisdaten

2 Geschichte

  2.1 Von Hamburg und Cirksenas bis Preußen

3 Politik

  3.1 Partnerstädte

4 Geografie

5 Persönlichkeiten

6 Sehenswürdigkeiten

7 Kirchen und Religionsgemeinschaften

  7.1 Kirchen

  7.2 Freikirchen

  7.3 Religionsgemeinschaften

8 Wirtschaft

9 Ortsteile der Stadt

10 Siehe auch:

11 Weblinks


Basisdaten


[Bild:] Bild:Aurich-pt.png

[Bild extern:] Wappen von Aurich


Fläche
19 725 ha
Einwohner
40.567 (Stand 2002)
Ausdehnung Ost-West
19 km
Ausdehnung Nord-Süd
16 km
Geographische Lage
53°28'15" nördl. Breite
7°28'59" östl. Länge von Greenwich
Städtischer Haushalt 2002
Verwaltungshaushalt 74 Millionen ?
Vermögenshaushalt 11 Millionen ?
Schuldenstand aktuell
70 Mill. €
Kfz-Zeichen
AUR

Geschichte

Die Geschichte Aurichs lässt sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Ursprungssiedlung Aurechove wird erstmalig in einer friesischen Rechtsaufzeichnung aus dem Jahre 1276, dem Brokmerbrief erwähnt.


Sie lag um die Lambertikirche herum, die vom Grafen Moritz von Oldenburg gestiftet und dem Heiligen Lambert, dem in Jahre 703 getöteten Bischof von Maastricht geweiht wurde. Ihr wuchtiger Kirchturm, der sich in heutiger Form seit 1662 zeigt, ist das Wahrzeichen der Stadt.


Um 1350 setzten sich in Ostfriesland eine von mehreren Häuptlings-Familien durch. Die Cirksenas waren die lokale Variante des spätmittelalterlichen Rittertums und häuften ihren Reichtum mit rauen Sitten an. Im Ostfriesischen Wappen sind die Hoheitszeichen der Häuptlinge vereint. Der Aufstieg der Cirksenas zur Macht und später zu "Grafen Ostfrieslands" begann mit den Interessen der Hamburger an der Region.


Von Hamburg und Cirksenas bis Preußen

Diese hatten sich Anfang des 13. Jahrhunderts in Emden festgesetzt, erreichten jedoch nicht volle Macht über Ostfriesland, sondern die Cirksenas als ihre Verbündeten - auch gegenüber Klaus Störtebeker und seinen Piraten. Als sich Hamburg 1433 aus Ostfriesland zurückzog, wurden die Brüder Edzard und Ulrich Cirksena dessen Verwalter. So entwickelte sich Aurich zum Mittelpunkt des nach ihm benannten Landes. Zusammen mit dem Brookmerland bildete Aurich eine selbständige Verwaltungseinheit.


Nachdem zu Beginn des 16. Jahrhunderts Ostfriesland in einem Feldzug in Schutt und Asche gelegt wurde, begann Graf Edzard I. aus dem Hause Cirksena im Jahre 1517 den vollständigen Wiederaufbau der Stadt. Der Grundriss dieser Neuanlage bestimmt noch heute den Stadtkern.


Im Jahre 1539 wurden alle Landesbehörden in Aurich zusammengezogen. Die Stadt wurde damit zur Hauptstadt der Grafschaft und des späteren Fürstentums Ostfriesland. Nach dem Ende des fürstlichen Hofes in Aurich im Jahre 1744 fiel Ostfriesland an das Königreich Preußen. Aurich blieb aber Sitz der Landesbehörden, erhielt eine Kriegs- und Domänenkammer und wurde Regierungshauptstadt der Preußischen Provinz Ostfriesland.


In der Napoleonischen Zeit (1807-1810 holländisch, 1810-1813 französisch) war es Sitz des Präfekten. Während der Zugehörigkeit zum Königreich Hannover (1815-1866) wurde Aurich Hauptstadt der Provinz Ostfriesland und 1866 auch Garnisonsstadt.


Bis 1945 blieb es preußische Regierungshauptstadt und danach Hauptstadt des Regierungsbezirks Aurich des von den Alliierten neu geschaffenen Landes Niedersachsen. 1978 wurde der Regierungsbezirk Aurich aufgelöst und ging im neuen Regierungsbezirk Weser-Ems mit Sitz in Oldenburg auf.


Politik

Durch die Kommunalwahl in Niedersachsen am 9. September 2001 ergab sich für den Rat der Stadt Aurich für die Wahlperiode vom 1. November 2001 bis 31. Oktober 2006 folgende Sitzverteilung: SPD 18 Sitze, CDU 14 Sitze, GAB/Grüne 3 Sitze, AWG 4 Sitze, FDP 1 Sitz.


In der Stichwahl vom 23. September 2001 wurde die Dipl.-Verwaltungswirtin Sigrid Griesel (parteilos) mit 65,9 Prozent der abgegebenen Stimmen zur Bürgermeisterin gewählt. Damit löste sie Werner Stöhr (SPD) ab, der das Amt, mit einer fünfjährigen Unterbrechung durch einen CDU-Bürgermeister, seit 1980 inne hatte.


Partnerstädte

Seit September 1989 ist die niederländische Stadt Appingedam Partnerstadt Aurichs. Die Verbindungen zwischen Aurich und Appingedam gehen bis in das 13. Jahrhundert zurück. 1327 erhielt Appingedam offiziell die Selbstständigkeit in Gerichtsbarkeit und Verwaltung.


Das Stadtsrechtprivileg, festgelegt im so genannten 'Buurbrief', ist vermutlich in Aurich beschlossen worden, dem Ort, wo einst die friesischen Länder zusammenkamen.


Geografie

Aurich liegt inmitten der Ostfriesischen Halbinsel, die zwischen dem 7. und 8. Längen- und dem 53. und 54. Breitengrad liegt. Vermutlich erhielt die Stadt ihren Namen, weil sie von ausgedehnten Moorlandschaften umgeben in einem wasserreichen Gebiet (av-rik) liegt.


Das mittlere Ostfriesland war einst stärker von Nieder- und Hochmooren bedeckt, als es die geologischen Karten der Neuzeit erahnen lassen. Lediglich eine kleine Geestinsel, also höher gelegene Sand- und Grundmoränenböden, überragten die Moore.


Auf einer solchen Sandinsel, etwa fünf bis neun Meter über dem Meerespiegel, liegt die Stadt Aurich.


Geest, Moor, Marsch und Meer prägen den landschaftlichen Charakter Ostfrieslands. Die Moorlandschaft zeichnet sich durch eine Vielzahl von Kanälen aus. An den Ufern dieser Kanäle entstanden die für Ostfriesland typischen langgestreckten Fehndörfer. Die ostfriesische Küstenlinie ist das Ergebnis eines tausendjährigen Prozesses von Fortschritten und Rückschlägen im Deichbau. Ein mittlerweile breiter Gürtel fruchtbarer Boden wurde durch Generationen von Marschbauern dem Meer abgetrotzt.


So findet man im Landesinneren noch Reste alter Deiche, die früher die Küstenlinie darstellten. Somit ist der landschaftliche Charakter der Ostfriesischen Halbinsel weitgehend das Ergebnis menschlicher Anstrengungen.


Persönlichkeiten



Hinweis: Eine sich im Aufbau befindende Galerie der Auricher Bürgermeister von 1539 bis heute kann auf den offiziellen Seiten der Stadt Aurich eingesehen werden.


Sehenswürdigkeiten


Das Knodtsche Haus


Bürgerhaus im niederländischen Spätbarockstil


Erbaut um 1735 vom fürstlichen Hofbaumeister Heinrich Horst als sein Wohnhaus


Innen: erhaltene Deckenstukkaturen und Fayence-Ofen vor 1780 im Stile Louis XVI.


Benannt nach langjährigem Besitzer Rechtsanwalt Knodt


Auricher Mausoleum


Neoromanischer Zehneckbau mit Kuppelgewölbe. Erbaut 1875/76 vom Auricher Maurermeister Gerhard Neemann. Seit 1880 Ruhestätte der Grafen- und Fürstenfamilie Cirksena von Ostfriesland




Kirchen und Religionsgemeinschaften

Kirchen



Freikirchen



Religionsgemeinschaften

Wirtschaft

Durch die besondere Küstenlage ist der Tourismus ein wichtiges Standbein der heimischen Wirtschaft. Rund 180 000 Übernachtungen verzeichnete Aurich im Jahr 2002.


Der Windenergie-Anlagenhersteller Enercon, der mit 18 Prozent Weltmarktanteil Zweiter der Branche hinter Vestas (Dänemark) ist, beschert der Region zwar Arbeitsplätze und der Stadt zweistellige Millionen an Gewerbesteuereinnahmen, führt sie aber gleichwohl in gefährliche Abhängigkeit von einem einzelnen Unternehmen. Die Elektrotechnik und der Maschinenbau sind weitere Standbeine der Auricher Wirtschaft. Gleiches gilt für das Nahrungsmittelgewerbe, den Stahl- und Metallbau.


Besondere Bedeutung haben Dienstleistungsunternehmen mit einem Anteil von rund 40 Prozent an der Bruttowertschöpfung. Weitere 35 Prozent entfallen auf das verarbeitende Gewerbe. Der Handel hat einen Anteil von 15 Prozent. Die restlichen 10 Prozent der Bruttowertschöpfung entfallen auf die Landwirtschaft.


Aurich gilt als wirtschaftlich strukturschwache Region. Die Arbeitslosigkeit liegt mit etwa 13 Prozent weit über dem Durchschnitt Niedersachsens und Westdeutschlands. Teilweise wird dafür die unzureichende Verkehrsanbindung der Stadt verantwortlich gemacht. Befürworter des Straßenausbaus fordern seit langem einen Abzweig zur A31, Befürworter der Schiene fordern eine Reaktivierung der am 30. April 1996 stillgelegten Strecke Aurich-Abelitz - insbesondere für den Gütertransport. Die Reaktivierung und Modernisierung der Strecke wie der Bau eines Autobahnzubringers erfordert allerdings erhebliche Investitionen. Private Initiativen sammeln derzeit Geld, um den Ausbau des Autobahnzubringers zu beschleunigen. Die "Eisenbahngesellschaft Ostfriesland-Oldenburg" e.g.o.o. hat zum Januar 2003 die Infrastruktur der Bahnstrecke gekauft, um die Reaktivierung voranzutreiben.


Für den Bau des geforderten Zubringers A31 müsste nach bisherigen Planungen jene seit 1996 ungenutzte Bahntrasse weichen. Aus diesem Grunde trägt die Diskussion Straße vs. Schiene bisweilen auch ideologisch verhärtete Züge. Befürworter wie Gegner der Straße oder der Schiene erklären jeweils, das der fehlende Bahnanschluss beziehungsweise der fehlende A31-Zubringer Investoren abschrecke. Als aber Enercon als mit Abstand größter Investor weitere Investitionen ausdrücklich von einer Reaktivierung der Eisenbahnstrecke abhängig machte und bereit war, 2 Millionen der benötigten 7,5 Mill.Euro selbst beizusteuern, stimmte auch das Land Niedersachsen zu - unter der Bedingung, dass sich "die Ostfriesen einig" seien.


Über den 1880-1888 erbauten Ems-Jade-Kanal ist Aurich mit Emden und Wilhelmshaven verbunden. Dieser Kanal mit einer Gesamtlänge von 72,3 Kilometern hat jedoch nur noch Bedeutung für die Sportschifffahrt.


Im Ortsteil Popens betreibt der Norddeutsche Rundfunk eine Sendeanlage für UKW und TV. Als Antennenträger kommt ein 227 Meter hoher abgespannter Stahlrohrmast zum Einsatz.


Ortsteile der Stadt

  • Aurich
  • Brockzetel
  • Dietrichsfeld
  • Egels
  • Extum
  • Georgsfeld
  • Haxtum
  • Kirchdorf
  • Langefeld
  • Middels
  • Pfalzdorf
  • Plaggenburg
  • Popens
  • Rahe
  • Sandhorst
  • Schirum
  • Spekendorf
  • Tannenhausen
  • Walle
  • Wallinghausen
  • Wiesens



Siehe auch:



Weblinks

Allgemeine:




Kirchengemeinden:




Vereine:




Schulen:




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