Der Sohn eines Tischlers besucht das Realgymnasium in Kufstein. Noch während seiner Schulzeit musste der junge Peter Aufschnaiter die Schule unterbrechen und 1917 an die Dolomitenfront einrücken. Nach der Matura übersiedelt er nach München und beginnt zu studieren. 1927 Abschluß des Studiums als Diplom Landwirt.
Bereits in seiner Jugend beginnt er mit dem Bergsteigen - in München findet er Anschluß an bekannte Münchner Alpinisten.
1936 wird er Geschäftsführer der Deutschen Himalaja Stiftung.
1939 leitet er die Expedition zum Nanga Parbat - Teilnehmer war auch Heinrich Harrer. Mittlerweile ist in Europa der zweite Weltkrieg ausgebrochen. Während der Rückreise werden die Expeditionsteilnehmer in Indien interniert.
Flucht und Aufenthalt in Asien
Am 29. April1944 gelingt Aufschnaiter, Heinrich Harrer und fünf weiteren Gefangenen die Flucht aus dem Internierungslager Dehra Dun. Während die Freiheit der fünf Mitgefangenen nur von kurzer Dauer ist, gelangen Aufschnaiter und Harrer am 15. Jänner 1946 nach Lhasa - das Ende einer abenteuerlichen Flucht durch Westtibet vorbei am heiligen Berg Kailash und Südtibet.
Der Aufenthalt in Lhasa dauert bis 1950 - in dieser Zeit plant er ein Wasserkraftwerk, ein Kanalnetz in Lhasa, weiters übernimmt er Aufträge als Kartograph (der Stadtplan von Lhasa ist auch im Buch enthalten). Die heranrückende chinesische Volksarme zwingt Harrer und Aufschnaiter am 20. Dezember1950 erneut zur Flucht.
Harrer geht direkt nach Indien. Aufschnaiter hält sich noch ungefähr 10 Monate in Tibet auf.
Im Jänner 1952 trifft er in Nepal ein. Er arbeitet mehrere Jahre als Kartograph in Nepal später in Neu Delhi für die indische Armee.
Ab 1956 arbeitet er bei der FAO in Katmandu als Agrarexperte. Er bekam einen nepalesischen Pass, der es ihm gestattete für Ausländer gesperrte Gebiete in Nepal zu erkunden. Auf einer dieser Reisen entdeckte er kulturhistorisch wertvolle frühbuddhistische Fresken.
Die strapazenreichen Reisen haben ihre Spuren hinterlassen - während seiner Reisen nach Europa war er immer wieder in medizinischer Behandlung. Er starb am 12. Oktober1973 in der Universitätsklinik Innsbruck.
Werke
Peter Aufschnaiter, Sein leben in Tibet, Herausgeber Martin Brauen ISBN_3-854-23016-8
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