Als Aufnahmeformat (Filmformat, Bildformat oder Bildgröße) bezeichnet man in der Fotografie die Abmessungen des Bildes auf fotografischen Platten oder Filmen.
Das kleinste handelsübliche Aufnahmeformat ist das Minox-Kleinstbildformat 8x11 mm.
Kleinstkameras für 16-mm-Film der späten 60er Jahre mußten zunächst selbst konfektioniert werden; sie verwendeten ein Aufnahmeformat von 10x14 mm, für das später auch Kassetten angeboten wurden (z.B. Minolta-16).
Minolta führte 1970 eine fertig konfektionierte Kassette mit 16 mm-Film ein, die das 50 Prozent größere Aufnahmeformat 12x17 mm verwendete.
Die (noch nicht standardisierten) Miniaturkameras der 1850er Jahre verwendeten häufig fotografische Platten mit einer Seitenlänge von 2,5 cm, so beispielsweise die Apparate von Thomas Skaife (1858) und Charles Piazzi Smyth (1859 ff.). Diese Negative wurden - was zu dieser Zeit vollkommen unüblich war - vergrößert.
Der APS-Film des 1996 eingeführten Advanced Photo Systems (APS), die letzte bedeutende fotochemische Neuentwicklung des letzten Jahrzehnts, weist ein Negativformat von 16,7×30,2 mm auf, der APS-Film selbst ist 24 mm breit; dieses Format gewinnt heute wieder eine gewisse Bedeutung als Sensorgröße von professionellen Digitalkameras.
Kodak Instamatic (126er) und Agfa Rapid
Die Instamatic-Kassetten (126er) aus den 60er Jahren hatten ein Aufnahmeformat von 28,5x28,5 mm (rund 28x28 mm), die Filmbreite betrug 35 mm; der Film selbst ist zum üblichen 35-mm-Kleinbildfilm nicht kompatibel. Dieser Film wird heute nicht mehr konfektioniert.
Das Agfa Rapid-Format aus der Mitte der 60er Jahre verwendete das quadratische Aufnahmeformat 24x24 mm bei 24 Bildern pro Film. Auch dieser Film wird heute nicht mehr konfektioniert.
Das Kleinbildformat von 24×36 mm ergab sich 1913 mit der Entwicklung der "Ur-Leica" aus der Verdopplung des Stummfilm-Kinoformats 18×24 mm.
Der beidseitig perforierte Kleinbildfilm wird konfektioniert aus 35-mm-Film als Rollfilm. Handelübliche Konfektionierungen sind für die Filmkamera 122 m (= 400 ft. / entsprechend ca. 4 Min.), 305 m (= 1000 ft. / entsprechend ca. 11 Min.) und in der Fotografie 24 und 36 Bilder (ca. 1,3 m).
In der Geschichte der Fototechnik wurde auch mehrfach mit Halbformaten experimentiert, beispielsweise durch Halbierung des Kleinbildfilms. Halbformatkameras verwenden 35-mm-Film im Format 18×24 mm; dieses Format entspricht also wieder dem ursprünglich verwendeten 35-mm-Kinofilm (Bildanzahl: 24, 48, 72).
Panoramakameras verwenden 35-mm-Film beispielsweise mit dem Format 24×56 mm (z.B. Hasselblad XPan).
Ein Grund für die erstaunliche Dauerhaftigkeit des Kleinbildformats über rund 80 Jahre liegt möglicherweise in einer Erkenntnis, die schon Oskar Barnack aus Berechnungen zum Auflösungsvermögen des menschlichen Auges gewonnen hatte: Die optimale Bildgröße für fotografischen Film liegt demnach bei 22x23 mm.
System der Rollfilme. Der B2-Normalfilm wurde 1932 standardisiert auf acht Aufnahmen 6x9 cm (B2-8); zuvor hatte der B2-Film in Deutschland nur sechs (B2-6) bzw. bei der "Kurzspule" nur vier Aufnahmen (B2-4). Die deutschen Bezeichnungen waren bis ca. 1960 in Benutzung.
Als "Kleinbild" galt um 1908 das Format 4,5x6 cm, ein heutiges Mittelformat. In den 1920er und 1930er Jahren waren noch diverse andere Mittelformat-Varianten verbreitet wie 65x90 mm, 40x65 mm
Boxkameras verwendeten die Aufnahmeformate 6,5x11 cm, 6x9 cm (2 1/4x3 1/4 Zoll), 5x7,5 cm, 4,5x6 cm (Halbierung von 6x9 cm), 3x4 cm (Halbierung des Formats 4x6,5 cm auf Film 127)
Der erste industriell gefertige Fotoapparat, die berühmte Kodak Nr. 1 (You press the button, we do the rest), zeichnete runde (!) Bilder mit einem Durchmesser von 65 mm auf.
Großformatfotografie
Großformat 9 x 12 cm (4 x 5"), 13 x 18 cm (5 x 7"), 18 x 24 cm (8 x 10"):
In der Digitalfotografie werden teilweise Aufnahmeformate mit abweichenden Seitenverhältnissen verwendet; am weitesten verbreitet ist das Seitenverhältnis 1,33 (4:3). Daneben gibt es Vollformatsensoren, deren Seitenverhältnis dem des Kleinbildfilms von 1,5 (3:2) entspricht.
Aufnahmeformate von fotografischen Platten
Ottomar Anschütz fotografierte mit seinem Electrotachyscop auf Glasplatten im Format 9x13 cm, was dem heutigen Großformat entspricht.
Noch um 1890 war das am weitesten verbreitete Negativformat 13x18 cm; das in den 1890er Jahren aufkommende Format 9x12 cm galt als "Kleinbild" und technisch minderwertig.
Klassische Aufnahmeformate
Die klassischen Aufnahmeformate wurden in der Frühzeit der Fotografie international normiert; folgende Plattengrößen waren verbreitet:
Ganzplatte: 165x216 mm, 6 1/2x8 1/2 Inch
Halbplatte: 114x140 mm, 4 1/2x5 1/2 Inch
Viertelplatte: 83x108 mm, 3 1/4x4 1/4 Inch
Sechstelplatte: 70x83 mm, 2 3/4x3 1/4 Inch
Neuntelplatte: 51x64 mm, 2x 2 1/2 Inch
Noch größere Formate wurden als Doppelformat oder auch Mammutformat bezeichnet, sie waren jedoch nicht standardisiert. Der Daguerreotypist John Edwin Mayall fotografierte beispielsweise Mitte des 19. Jahrhunderts eine Serie von Aufnahmen im Mammutformat 24x34 cm vom Kristallpalast während der ersten Weltausstellung in London (1851).
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin