Die Atlantik-Brücke e.V. ist laut Satzung ein Verein zur Förderung des Verständnisses für Deutschland in anderen Staaten, insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada sowie den europäischen Staaten sowie des Verständnisses für die vorgenannten Staaten in Deutschland. Damit soll einen Beitrag zur Freundschaft zwischen Deutschland und anderen Staaten geleistet werden. Der Verein betätigt sich informatorisch-publizistisch und arbeitet mit ähnlich orientierten Personen und Institutionen zusammen.
Vereinsarbeit
Es werden Konferenzen, Seminaren und Kolloquien durchgeführt. Durch verschiedene Programme (Schüler-, »Young Leaders«-, Lehrer-, Offiziers-, Journalistenprogramme) wurde ein Netzwerk von Personen geschaffen und ausgebaut. Weiterhin werden Preise, der Vernon A. Walters Award und der Eric-M.-Warburg-Preis, verliehen.
Konspiration: Der wahrscheinlich interessanteste Teil der Vereinsarbeit erfolgt im Verborgenen. Dr. Arend Oetker, Vorstandsvorsitzender der Atlantik-Brücke, sagte 2002: »Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.« FAZ: »Die Atlantik-Brücke e.V. (gegründet 1952) ist einer der in Deutschland seltenen Versuche, von privater Seite in den politischen Raum hineinzuwirken, sympathiebildend, kontaktvermittelnd, katalysatorisch.«
Aufgrund der Geschichte des Vereins, seiner elitären Mitgliederstruktur und der geringen Zahl von Veröffentlichungen über ihn kann über weitere Vereinsziele und ihre Durchsetzung nur spekuliert werden. Anzunehmen ist die Anbindung von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik der Bundesrepublik Deutschland an die USA durch gezielte politische und wirtschaftliche Entscheidungen, durch publizistische Maßnahmen und durch Lobbyismus. Dazu pflegt und erweitert die Atlantik-Brücke ein Netzwerk von hochrangigen Politikern, Unternehmern, Journalisten und Nachwuchsführungskräften. Die von Vereinsmitgliedern veröffentlichten Artikel und Reden auf Konferenzen des Vereins sind im Wesentlichen Propaganda für die Politik der USA und den American Way of Life.
Geschichte
Der Verein wurde 1952 vom Hamburger Bankier Eric M. Warburg, der späteren Chefredakteurin und Herausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit, Marion Gräfin Dönhoff, und anderen Hamburgern mit Sitz in Bonn gegründet.
Anfangs konzentrierte sich der Verein auf die Bildung von Netzwerken im politischen und wirtschaftlichen Bereich. Später kamen Austauschprogramme für Studenten, Lehrer, Professoren, junge Führungskräfte, Journalisten und Militärs hinzu.
Die Atlantik-Brücke zog im Juli 1999 ins Magnus-Haus in Berlin um.
Ausgangspunkt für die Gründung des Vereins war der Beginn des Kalten Kriegs. Die USA suchten nach Möglichkeiten der Einflußnahme auf Deutschland. Der Export von US-Ideen wurde durch das (CFR), einer Denkfabrik der US-Regierung, betrieben. Es dürfte Ideengeber für die Gründung der Atlantik-Brücke gewesen sein. Der Gründer der Atlantik-Brücke, Eric M. Warburg, war während und nach dem 2. Weltkrieg Freund und Berater des Hohen Kommissars in Deutschland und CFR-Mitglieds . In den USA gründeten sie zusammen 1952 das American Council on Germany (Mitglieder 2004 u.a. , Henry Kissinger). Als Pendant auf deutscher Seite wurde im gleichen Jahr die Atlantik-Brücke gegründet. Zwischen den 3 Organisationen besteht ein reger personeller Austausch durch Konferenzen, Seminare und Vorträge.
Mitgliedschaft und Mitglieder
Die Mitgliedschaft in der Atlatik-Brücke kann nur durch Kooptation begründet werden. Aufgenommen werden »führende Vertreter des wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens Deutschlands sowie einige Redakteure führender Zeitungen.« Nach eigenen Angaben (2004) sieht das Mitgliederprofil wie folgt aus:
Geschäftsführende Stellvertretende Vorsitzende: Dr. Beate Lindemann (u.a. Beauftragte des German Marshall Fund of the United States in Europa, Kiep-Stiftung)
Schatzmeister: Max M. Warburg (u.a. Privatbank M.M. Warburg)
Dr. Christoph Bertram (u.a. Die Zeit, Stiftung Wissenschaft und Politik, ehem. Direktor des Internationalen Instituts für Strategische Studien)
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