Asphalt ist ein natürliches oder künstlich hergestelltes Material aus Bitumen und Mineralstoffen.
Große Naturasphaltvorkommen gibt es in Venezuela (Lago de Guanoco), Travers (Schweiz), Trinidad und im Elsass.
Derzeit befindet sich im niedersächsischen Holzen der einzige Naturasphalt-Untertagebau in Deutschland.
Die häufigste Verwendung von Asphalt ist der Straßenbelag. 1851 wurde ein 78 Meter langes Stück der Fernstraße von Travers nach Paris asphaltiert. 20 Jahre später war Paris fast vollständig asphaltiert, wenig später auch andere europäische Großstädte. Heutzutage wird als Straßenbelag fast ausschließlich künstlicher Asphalt verwendet, der aus Rückständen der Erdölverarbeitung und Gesteinssplit hergestellt wird.
Bei einer speziellen Technik der Radierung, Aquatinta genannt, wird Asphaltstaub verwendet.
Je nach Verwendung und daraus resultierenden Ansprüchen gibt es verschiedene Sorten von Asphalt.
Asphaltbinder
Der Asphaltbinder ist der Asphalt, welcher in der sogenannten Binderschicht eingebaut wird. Seine Funktion ist es, die durch den Verkehr hervorgerufenen Kräfte in die unteren Schichten der Straße zu übertragen. Es gibt vier Sorten von Asphaltbindern. An sie werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. Im Asphaltbinder dürfen nur Edelsplitte, Edelbrechsande und Gesteinsmehl verwendelt werden. In den Sorten 0/16 und 0/11 zudem auch Natursand.
Der Asphaltbeton ist der Asphalt, welcher in der sogenannten Deckschichten, auch Verschleissschichten genannt, eingebaut wird. Diese Schicht ist diejenige, die speziell für die Abnutzung durch den täglichen Verkehr vorgesehen ist. Diese sollte in regelmäßigen Abständen im Rahmen des sogenannten Deckenbauprogrammes erneuert werden um die Straße als solche zu erhalten. Auch hier werden verschiedene Sorten unterschieden.
Heißeinbau
Der Asphalt hat bein Einbau eine Temperatur zwischen 130 und 170 C°. Die exakte Temperatur ist abhängig vom verwendeten Bitumen.
Der Asphalt hat bein Einbau eine Temperatur zwischen 60 und 130 C°. Aufgrund der niedigen Temperatur werden als Bindemittel nur Fluxbitumen verwendete.
Der Splittmastixasphalt ist eine spezielle Sorte des Asphaltbetons mit einem höheren Bitumen- und Splittgehalt. Dadurch soll die Haltbarkeit erhöht werden. Zusätzlich müssen allerdings noch Zusätze beigemischt werden um die Stabilität zu erhöhen. Der Anteil dieser Zusätze beträgt bei allen Sorten zwischen 0,3 und 1,5% der Gesamtmasse. Neben der Verwendung wie Asphaltbeton, wird dieser Aspahlt auch für den Ausgleich von unebenen Flächen verwendet.
Gussasphalt ist ein Asphalt, der sich durch seinen hohen Anteil von Bitumen und Gesteinskörnern kleiner 0,09 Millimetern auszeichnet. Dadurch läßt er sich im Gegensatz zu den anderen Asphaltarten flüssig verarbeiten. Er wird vor allem beim Bau von Rad- und Gehwegen verwendet. Durch seinen hohen Bitumenanteil bekommt er eine glatte Oberfläche. Damit trotzdem die Griffigkeit gewährleistet bleibt, wird nach Einbau des Asphalts Splitt aufgestreut und eingewalzt.
Der Tragdeckschichtasphalt ist ein Asphalt, der die Funktionen von Asphaltbeton und Binder in einem Übernimmt. Er wird vor allen auf Straßen und Wegen eingebaut, welche eine sehr geringe Belastung haben, wie Wald- und Radwege.
Der Drain- oder Flüsterasphalt ist eine spezielle Art des Asphaltbetons, welche in den 1980er in Frankreich entwickelt worden ist. Durch seinen hohen Anteil von großen Gesteinskörnen hat er einen hohen Anteil an Hohlräumen. Durch diese Hohlräume kann das Regenwasser nach unten abgeleitet werden. Damit das Wasser nicht in den Untergrund abläuft, ist bei innerstädtischen Straßen auf der nächsten Schicht eine Bitumenschicht als Sperre angeordnet. Das Wasser wird dann durch die Querneigung der Straße zu den Seiten transportiert.
Der Name Flüsterasphalt rüht von der Tatsache her, dass die Hohlräume im Asphalt auch den Schall der Fahrgeräusche absorbieren. Dieser Effekt macht sich allerdings nur bei Straßen bemerktbar, bei denen der Lärm, welcher durch die Rollgeräusche der Räder entsteht, die Hauptlärmquelle ist, also Autobahnen und Schnellstraßen ab circa 100 km/h. Bei einem hohen Anteil von LKWs, bei denen aufgrund der niedrigeren Geschwindigkeit der Motor die Hauptlärmquelle ist, macht sich dieser Effekt so gut wie nicht bemerktbar. Neuere Studien gehen sogar von einer Umkehrung dieses Effektes aus.
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin