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Aspangbahn

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Die Aspangbahn ist das Fragment einer großen Planung, nämlich einer Eisenbahnlinie von Wien nach Saloniki - noch heute findet man Kilometersteine mit den stolze Initialen "WSB" für "Wien-Saloniki-Bahn".


Inhaltsverzeichnis


1 Streckenverlauf

2 Geschichte

3 Fahrzeuge und Allgemeines

4 Weblinks

5 Literatur


Streckenverlauf

Tatsächlich beginnt die Strecke am Wiener Aspangbahnhof (heute fahren die Züge vom Südbahnhof ab), über Laxenburg, um dann von Sollenau bis Wiener Neustadt die Gleise der Südbahn zu benutzen, führt dann östlich über den Wechsel und endete von 1881-1910 in der 2000-Einwohner-Gemeinde Aspang am Wechsel, die der Strecke den Namen gab. 1910 wurde eine Fortsetzung über Hartberg, Fehring und Gleisdorf bis nach Graz fertiggestellt, welche aber nicht direkt zur Aspangbahn gehört und nur von deren Fahrzeugen befahren wurde.


Da die Fahrzeit von Wien nach Graz wesentlich länger ist als über die Südbahn über den Semmering, kommt der Aspangbahn nur lokale Bedeutung zu. Schnellzüge verkehren auf der Aspangbahn nicht (die sogenannten Sprinter brauchen von Wien nach Graz vier Stunden).


Geschichte

Im großen Eisenbahnbaufieber während der Gründerzeit kam es auch im Bereich des Wiener Neustädter Kanals zu einer vielzahl von Projekten, von denen eines am 30. November 1869 die Vorkonzession für die Strecke Wien - Laxenburg - Ebenfurth - St. Pölten und ein weiteres am 2. Januar 1870 für die Strecke Wiener Neustadt - Pitten. Die den Schifffahrtskanal betreibende Gesellschaft ("Erste österreichische Schifffahrts-Canal-Actien-Gesellschaft") schaltete sich auf Grund dieser Entwicklungen in die Planungen ein und konzessionierte am 4. Juni 1872 den Bau und Betrieb einer meterspurigen Lokomotiveisenbahn Wien - Leopoldsdorf - Laxenburg - Blumau, wobei vom zuständigen Handelsministerium Verlängerung der Strecke von Dornau (heute Ortsteil von Leobersdorf) nach Pitten und von Steinabrückl nach Wöllersdorf gefordert wurde.


Durch die habsburgischen Interessen auf der Balkanhalbinsel und dem Bau einer Eisenbahn von Saloniki nach Mitrovica eröffnete sich die Möglichkeit einer Fortführung dieser Linie durch den Sandschak und Bosnien sowie über die seit 1872 bestehende Normalspurbahn Banja Luka - Novi - Dobrljin und weiter über das kroatische Bahnnetz bis hin nach Wien, so dass damit eine Direktverbindung Wien - Zagreb - Saloniki unter der Umgehung Serbiens und auch Budapests möglich gewesen wäre. Mehrere Teilhaber der Kanal-AG bewarben sich auch in der Folge um dieses Projekt (bis zur kroatisch-bosnischen Grenze) und somit erhielt die AG am 27. Juni 1874 die Bewilligung zu Vorarbeiten für die Strecke Wien - Aspang - Friedberg - Radkersburg - kroatische Grenze. Zur Finanzierung des Projektes fand sich eine Belgische Gesellschaft mit dem Namen "Société Belge de chemins de fer", jedoch machte die Banken- und Wirtschaftkrise im Jahr 1873 das großräumige Projekt illusiorisch und somit wurden die Planungen auf den Abschnitt Wien - Pitten - Aspang beschränkt. Die Strecke wurde schließlich, nachdem eine Beschwerde der Südbahn durch den Verfassungsgerichtshof abgewiesen worden war, am 28. November 1877 konzessioniert. Der Name der Schifffahrtskanal-AG wurde daraufhin ihren Namen in "Austro-Belgische Eisenbahn-Gesellschaft", zum Bau der Eisenbahn wurde am 17. Januar 1878 die "k. k. priv. Eisenbahn Wien - Aspang" (kurz EWA) als Tochter-AG gegründet.


Als Ausgangspunkt wurde der Rennweger Kanalhafen bestimmt, auf dem im Juli 1879 die Schifffahrt eingestellt und dieser dann trockengelegt wurde. 1880/1881 wurde dann auf diesem Gelände der Wiener Aspangbahnhof errichtet. Im Juni des gleichen Jahres wurde auch mit dem Bau der 85,447 Kilometer langen Bahnstrecke begonnen, wobei zwischen Felixdorf und Wiener Neustadt der Bahnkörper der Südbahn mitbenutzt wurde.


Schließlich wurde die Strecke von Wien bis Pitten am 7. August 1881 und die Strecke von Pitten bis Aspang am 28. Oktober 1881 dem Verkehr übergeben. Um Anschluss an die Verbindungsbahn zwischen Südbahnhof und Bahnhof Hauptzollamt zu haben, wurden auch 2 Verbindungsgleise zur Verbindunsgbahn gebaut.


Infolge des durch die Aspangbahn einsetzenden Touristenverkehrs in die Wiener Neustädter Gegend kam es auch zum Bau der Schneebergbahn, welche ab dem 15. April 1897 von Wiener Neustadt nach Puchberg am Schneeberg (als eingleisige Normalspurlinie) und von dort weiter als Zahnradstrecke auf den Hochschneeberg auf 1795 Meter Seehöhe.


Durch den Bau einer verlängernden Strecke, der sogenannten Wechselbahn erhielt die Aspangbahn eine weitere Aufwertung. Die Wechselbahn stellte den Anschluss mit der von der Ungarischen Westbahn erbauten Lokalbahn Fehring - Fürstenfeld - Hartberg - Friedberg her und wurde am 12. Oktober 1910 eröffnet.


In der Zeit nach dem 1. Weltkrieg etablierte sich die Bahn als Ausflugsbahn der Wiener und 1930 bewegte sich der Personenverkehr wieder auf Vorkriegsniveau. Die Bahn war sehr preiswert und lockte die Wiener in die "Bucklige Welt" mit ihren Sehenswürdigkeiten und Naturschätzen.


Die Übernahme der Aspangbahn in staatliche Regie fand in Raten statt, ab dem 1. Juli 1937 übernahmen die Österreichischen Bundesbahnen den Betrieb und durch eine Änderung der Zugfolge verlagerte sich der Personenverkehr mehr auf die Südbahn und die Aspangbahn wurde zwischen Wien und Sollenau zu einer reinen Lokalbahn. Vollständig verstaatlicht wurde die Bahn dann am 1. Januar 1942, wobei die Konzession der Bahn noch bis zu 28. Oktober 1971 gelaufen wäre.


In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg blieb die Aspangbahn vorerst als Lokalbahn bestehen, jedoch verlor der Aspangbahnhof durch die Eröffnung der Schnellbahnhaltestelle Rennweg (23. Mai 1971) vollends seine Bedeutung und er wurde im Juni/Juli 1977 abgetragen.


Durch den Bau des Güterbahnhofs Kledering fährt die EWA seit dem 27. Mai 1979 nicht mehr auf ihrer ursprünglichen Wiener Strecke, die Züge fahren nurmehr vom Südbahnhof (Ostteil) ab, die eigentliche Wiener Stammstrecke wird nun von der Wiener Schnellbahn S7 benutzt.


Fahrzeuge und Allgemeines

(hier fehlen noch die Fahrzeuge und allgemeine Infos)


siehe auch: Liste von Eisenbahnstrecken in Österreich


Weblinks



Literatur



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