Als "Asoziale" zählt man im eigentlichen Wortsinn (asozial - griech.; lat. für "gemeinschaftsschädigend; gemeinschaftsunfähig") Menschen, die unfähig zum Leben in der Gemeinschaft sind, sich nicht in die Gemeinschaft einfügen oder am Rande der Gesellschaft leben.
In der Zeit des Nationalsozialismus, jedoch auch schon früher, war der Begriff "Asoziale" eine übliche Sammelbezeichnung für als minderwertig eingeschätzte Menschen aus den sozialen Unterschichten, die nach Ansicht der tonangebenden Gesellschaftsschichten nicht oder ungenügend arbeiten bzw. unangepasst leben.
F. Dubitscher: Asoziale Sippen. Erb- und sozialbiologische Untersuchungen. Leipzig: Georg Thieme 1942.
Heinrich Wilhelm Kranz und Siegfried Koller: Die Gemeinschaftsunfähigen. Eine Beitrag zur wissenschaftlichen und praktischen Lösung des soganannten "Asozialenproblems". Gießen: Verlag K. Christ 1939-1941, 2 Teile.
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