Die Askanier sind ein schwäbisch-fränkischesFürstengeschlecht. Der Name leitet sich von Ascharia, ihrem Sitz in Aschersleben, ab. Sie waren seit dem 10. Jahrhundert im östlichen Sachsen ansässig. Als erster Vertreter des Geschlechts erscheint 1036 Graf Esico.
Söhne von Albrecht dem Bären waren u.a. Herzog Bernhard von Sachsen, Erzbischof Siegfried von Bremen und sein Nachfolger als Markgraf
Otto I. von Brandenburg. Otto I. setzte die expansionistische Ostpolitik der Askanier fort. Bis 1300 gelang es den Askaniern, die Mark Brandenburg bis zur Oder zu erweitern. Zwischen 1253 und 1262 wurden die brandenburgischen Askanier auch Landesherren der Oberlausitz (bis 1319).
1180 bis 1422 führten die Wittenberger Askanier den Titel eines Herzogs von Sachsen. Ihr Territorium bestand aus Teilen des untergegangenen alten Herzogtums Sachsen an der mittleren Elbe. Später wurden sie zu Kurfürsten erhoben. Die Kurwürde ging nach dem Aussterben der Wittenberger Askanier (1422) 1423 an die meißnischen Wettiner über.
Von 1212 bis 1918 waren Askanier Fürsten (später Herzöge) von Anhalt (zahlreiche Teilungen). 1180 bis 1689 waren Askanier Herzöge von Sachsen-Lauenburg.
Die Askanier führten, anders als andere Fürstengeschlechter, erst 1727 das Prinzip der Primogenitur ein, so dass ihre Länder bis dahin immer unter allen Söhnen aufgeteilt wurden, was zur politischen Zersplitterung des Herrschaftsgebiets führte und somit den Einfluß der Askanier im Heiligen Römischen Reich minderte.
Bis auf den anhaltinischen sind die askanischen Zweige ausgestorben.
Die Stammlinie konnte sich bis 1918 auf dem anhaltinischen herzöglichen Thron halten. Bekanntere Mitglieder dieser Linie waren ZarinKatharina II. von Russland (geb. Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst), der Alte Dessauer (Fürst Leopold von Anhalt-Dessau) und Leopold Friedrich Franz, Gründer des Wörlitzer Parks. Zu Beginn des 3. Jahrtausends ist die Stammlinie mit Prinz Eduard von Anhalt existent.
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