Arschloch steht umgangssprachlich für den Anus (After). Das Wort wird in der Regel nur als Schimpfwort gebraucht.
Etymologie
Der Wortbestandteil Arsch stammt ursprünglich aus der altsächsischen Sprache. Im Angelsächsischen (Altenglischen) bedeutet ærs Hinterteil. Diese Wurzel ist im heutigen Englisch noch im Wort Arse erkennbar, das im amerikanischen Englisch zu Ass verschliffen wurde. Der Begriff Loch ist althochdeutschen Ursprungs und bedeutet Öffnung. Die Kombination dürfte frühmittelalterlich sein, da sie inhaltsgleich sowohl im Englischen als auch im Deutschen vorkommt. Im Althochdeutschen ist für den Anus dagegen primär der Ausdruck Darm, Derm zu finden, der später auf das Intestinum übertragen wurde.
Literatur
Durch Charles Bukowski bekam der Ausdruck Arschloch auch seinen Platz in der Weltliteratur. In seinem Werk "Der Mann mit der Ledertasche" beginnt er einen Absatz mit: Was hast du denn gegen Arschlöcher?[1] und auch sonst setzt er das Wort wenig sparsam ein.
Topor schrieb bereits 1975 Mémoires d'un vieux con, deutsch: "Memoiren eines alten Arschlochs" - eine fiktive Autobiografie, noch lange bevor unsere Buchhandlungen von prahlerischen Selbstdarstellungen von Promis und Stars überschwemmt worden sind. Diogenes Taschenbuch 1977, ISBN_3-257-20775-1
"Das kleine Arschloch" von Walter Moers ist eine durchaus bekannte Comicfigur, eine grosse Buchhandelskette in der Schweiz warb lange mit dem kessen Spruch: "Wer das kleine Arschloch nicht kennt ist selber eins"
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