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Arschbombe

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[Bild extern:] Sommerbad in Berlin-Kreuzberg

Als Arschbombe bezeichnet man umgangssprachlich einen Sprung ins Wasser eines Schwimmbeckens, wobei man in der Regel das Wasser zuerst mit dem Gesäß berührt. Diese Sprungart optimiert den Druck, der durch die Masse des Springers das Wasser verdrängt, so dass das wegspritzende Wasser im Vergleich zu anderen Sprüngen möglichst weit und hoch spritzt. Bei Sprüngen vom 10-Meter-Brett erreicht der Springer eine Geschwindigkeit von 60 bis 70 km/h, die innerhalb von nur etwa 1,5-Metern vollständig abgebremst werden. Die Beliebtheit dieser Sprungtechnik bei Kindern und Jugendlichen erklärt sich aus den Aufmerksamkeits- und Verblüffungseffekten, die sich damit bei den anderen Schwimmbad-Besuchern erzielen lassen. Der Aufprall auf die Wasseroberfläche erzeugt ein lautes Klatschgeräusch. Dieser akustische Effekt wird verstärkt durch den visuellen Effekt des aufspritzenden Wassers. Da die Arschbombe die Sprungtechnik ist, bei der der Springer am wenigsten tief ins Wasser eintaucht, wird sie von der DLRG genutzt, um mit möglichst geringem Risiko in unbekannte Gewässer zu springen.


Arschbomben-Wettbewerbe sind bereits aus der Zeit um 1700 in Hawaii nachgewiesen. Unter dem Namen Lele Pahu (dt. etwa wie eine Trommel tauchen)-Wettbewerbe war es bereits damals das Ziel, beim Aufprall möglichst stark zu spritzen. In der Regel will der Arschbomben-Springer am Beckenrand Stehende nassspritzen, um sie zu ärgern. Daher werden Arschbomben meist von Kindern und Jugendlichen in öffentlichen Freibädern ausprobiert.


Die optimale Sprungtechnik besteht darin, beide Beine anzuziehen. Die Hände sollten die Schienbeine berühren, die Knie sollten sich etwa auf Schulterhöhe befinden, der Hintern und die Fußsohlen sollten das Wasser gleichzeitig berühren. Bei der Ausführung einer Arschbombe ist darauf zu achten, dass man keinesfalls mit dem Bauch zuerst auf der Wasseroberfläche auftrifft, da ansonsten aus der Arschbombe ein sogenannter Bauchplatscher wird. Ferner ist eine Arschbombe für ungeübte Springer nur aus niedriger Sprung-Höhe möglich, ohne sich dabei blaue Flecken zu holen oder sich ernsthaft zu verletzen.


Die so genannte Doppelte Arschbombe wird von zwei Springern oder Springerinnen synchron ausgeführt, wobei beide Gesäße und alle vier Fußsohlen möglichst gleichzeitig das Wasser berühren sollten. Bei Wettbewerben wird neben dem Spritzen und der Lautstärke auch der möglichst neutrale und schmerzfrei wirkende Gesichtsausdruck der Springer als Bewertungskriterium herangezogen.


WM 2004 in Bayreuth

Vom 13.08. - 15.08.2004 fand die Arschbomben-Weltmeisterschaft in Bayreuth statt.


Zum Pflichtprogramm gehörten:


  • Cannonball-Arschbombe
  • Offene Arschbombe
  • Yogi Arschbombe
  • Schmale Katze
  • Breite Katze
  • Brett
  • Offenes Brett
  • Kartoffel
  • Reisser
  • verschiedene Saltos und Schrauben


Geheime Techniken für Profis

Die sogenannte "Hochspringbeineöffnen-Cannonball-Einschlagtechnik" ermöglicht dem Athleten, die perfekte Show zu inszenieren. Weiter erlaubt diese Technik, den Sprung relativ schmerzfrei vom 10-Meter-Turm zu tauchen - einfach und mühelos. Die geheime Technik zu kennen bleibt ein Privileg der Insider und wird,- wenn überhaupt (!!), nur sehr vertraulich und im Einzelfall vom Insider an den Neuling weitergegeben. (Aus der Website der WM)


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