Die Gemeinde von Ariany liegt in östlichen Teil der Insel, an Straße von Petra nach Sta. Margalida.
Statistische Daten
Die Gemeinde hat eine Fläche von 22,72 km² mit 790 Einwohnern (2003).
Geschichte
Archäologische Funde zeugen davon, daß die Gegend um Ariany schon zu prähistorischen (Talaiot-Kultur) Zeiten bewohnt war. Unter dem Eroberer Mallorcas Jaume I. wird die Ansiedlung unter ihrem heutigen Namen erwähnt. Ab dem 16. Jh. untersteht sie der Familie Cotoner, die Philipp V., als Gegenleistung für die Unterstützung, den diese Familie den Bourbonen im Spanischen Erbfolgekrieg gewährt, zu Markgrafen ernennt. Rund um s`Auberg und den alten Weg de sa Marquesa hat sich die Ortschaft entwickelt, besonders schön ist das alte Portal mit Wölbsteinen. Der Gemeindeweg verband einst die Häuser von s'Auberg mit Son Sureda in Manacor.
Im Jahr 1982 trennt sich der Ort von Petra, dessen Gemeinde er bis dahin angehört hatte.
Heutzutage hat sich die Gemeinde der verwaltungspolitischen Vereinigung der Mancomunitat Pla de Mallorca angeschlossen.
Sehenswürdigkeiten
Kirche Nuestra Señora d`Atocha
Das ursprüngliche Gotteshaus aus dem Jahre 1570 wurde der Weißen Madonna gewidmet. Im Jahre 1717 ernannte Philipp V., als Gegenleistung für dessen Unterstützung an die Bourbonen während des Spanischen Erbfolgekrieges, Marc Antoni Cotoner, Herr über Grund und Boden von Ariany, zum Markgrafen. Der gewöhnlich in Madrid residierende Markgraf stiftete dafür dem Volk eine neue Kirche (1737 fertiggestellt) sowie eine Replik des madrilenischen Madonnenbildnis von Atocha, das der Kirche auch den neuen Namen gab.
In den Jahren 1908 bis 1913 erhielt die Kirche mit dem Bau der Kuppel und des Glockenturms ihr heutiges Gesicht .
Wegkreuze
Unter den drei, die Landschaft von Ariany schmückenden Wegekreuze, ist das klassizistische Sa Creu, im Jahre 1856 aus Sandstein erbaut, das schönste und älteste.
An der Straße nach Maria steht das Creu de les Voltes de Son Bonany, das im Jahre 1969 zum Gedenken an den Rektor von Ariany Martí Truyols errichtet wurde.
Das modernste Kreuz ist das Creu de la Plaça de l'Església, von Gabriel Mateu im Jahre 1979 erbaut.
Pous Bô i Jurà Die gute Wasserqualität hat dem Pou Bó (der gute Brunnen) seinen Namen gegeben. Die Qualität, die der Pou Jurà bietet, ist hingegen minderwertig, weshalb dieses Wasser für das Vieh und zum Wäschewaschen benutzt wurde.
S'AljubDie Zisterne auf dem Dorfplatz wurde Ende des vergangenen Jh. zur Regenwassergewinnung für das Dorf gebaut. Sie kann bis zu 800.000 Liter aufnehmen.
Feste
17. Januar: Fest des Sant Antoni mit Freudenfeuern in den Dorfgassen. Letzter Sonntag im Juli: Gemeindefest. Letzter Sonntag im August: Fest zu Ehren der Mare de Déu d'Atocha, seit 1717 Schutzheilige des Ortes.
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