Sie leistete bedeutende Beiträge zur Politischen Philosophie und hat sich mit dem Wesen der Arbeit auseinander gesetzt und daraus folgernd den Sinn der Freizeit untersucht.
Im wesentlichen wird mit ihr der Begriff des "Totalitarismus" verbunden, der unter anderem im Zentrum ihrer philosophischen Forschung stand. Ihre Wendung von der "Banalität des Bösen", der sich auf das NS-Regime bezog, wurde zu einem geflügelten Wort. Ihre vielfältigen Freundschaften, wie z. B. mit Heidegger, Jaspers, Mary Binder, Heinrich Blücher (den sie später heiratete) oder auch Mary McCarthy nutzte sie zur steten Gegenprüfung des eigenen Werks. Besonders bekannt, aber auch umstritten, wurde sie wegen ihrer Äußerungen zum Eichmann-Prozeß in Israel.
Nach der Flucht (unter z.T. dramatischen Umständen) aus Nazi-Deutschland emigrierte sie über Frankreich in die USA, wo sie als Hochschullehrerin u.a. in New York (New School University) arbeitete und lebte.
Ihrem Lehrer und Freund Martin Heidegger blieb sie trotz dessen anfänglicher Nähe zur Nazi-Herrschaft ihr Leben lang verbunden. Ihr Lehrer und väterlicher Freund Karl Jaspers hatte sich im Zuge der sogenannten Entnazifizierung in einem Gutachten für einen vorübergehenden Ausschluß der Lehrtätigkeit durch Martin Heidegger wegen dessen Verbeugung vor der Nazi-Barbarei ausgesprochen, jedoch für eine Ermöglichung von dessen Forschertätigkeit.
Der Liebesbegriff bei Augustin. Versuch einer philosophischen Interpretation (Berlin, 1929)
Denktagebuch 1950-1973, Hrsg. von Usula Ludz und Ingeborg Nordmann, Piper Verlag München und Zürich, 2002
The Origins of Totalitarianism, New York 1951, (dt. Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft, Frankfurt, 1955)
Eichmann in Jerusalem: A Report on the Banality of Evil, New York 1963 (dt. Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen, München, 1964)
Vita activa oder Vom tätigen Leben
On Revolution, New York 1963 (dt.: Über die Revolution, München 1963)
Das Urteilen. Texte zu Kants Politischer Philosophie, Taschenbuch, Piper
Korrespondenz
Arendt, Hannah und Blumenfeld, Kurt, ... in keinem Besitz verwurzelt. Die Korrespondenz, hrsg. v. Ingeborg Normdmann und Iris Pilling, Hamburg, 1995
Arend, Hannah und Jaspers, Karl, Correspondence, 1926-1969, hrsg, v. Lotte Köhler und Hans Saner, New York 1992, (dt.: Briefwechsel, München, 1985)
Arendt, Hannah und McCarthy, Mary, Between Friends: The Correspondence of Hannah Arendt und Mary McCarthy, 1949-1975, hrsg. v. Carol Brightman, New York, 1995 (dt.: Im Vertrauen, München 1995)
Arendt, Hannah und Scholem, Gershom, Eichmann in Jerusalem: Exchange of Letters between Gershom, Scholem and Hannah Arendt. In: Encounter 22/1 (1964), S. 51-56
Arendt, Hannah und Broch, Hermann, Briefwechsel, Frankfurt, Jüdischer Verlag, 1996
Arendt, Hannah und Heidegger, Martin, Briefe 1925-1976, Frankfurt, 1998
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