Der Archetypus (lat.) bezeichnet philosophiehistorisch auf eine Verwendung des Begriffs bei Rene Descartes und John Locke hin. Die Urbilder (Archetypi) sind die Grundlage für Vorstellungen.
Bei Locke existieren die Urbilder auch außerhalb des erkennenden Subjekts (in: Versuch über den menschlichen Verstand). Der subjektive Idealist George Berkeley dagegen erkennt den Achetypus außerhalb des erkennenden Subjekts nicht an.
Immanuel Kant verwendete den Begriff Archetypus im Zusammenhang mit "natura archetypa". Er bezeichnete damit die urbildliche Natur, die der Mensch bloß in der Vernunft erkennt und deren Gegenbild in der Sinnenwelt die nachgebildete (natura ectypa) darstelle(in: Kritik der praktischen Vernunft).
Philosophisch relevant ist der Begriff Archetypus noch in der Tiefenpsychologie . Carl Gustav Jung verwendet diesen Begriff zur Bezeichnung der "Strukturelemente des Unbewußten".
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