Arbeitszeit ist definiert als die Zeit, in der ein Mensch einer Arbeit nachgeht.
Meist bezieht sich diese Bezeichnung auf eine entgeltliche Tätigkeit, die zur Sicherung des Lebensunterhalts dient.
Die Länge der Arbeitszeit wird normalerweise im Arbeitsvertrag geregelt und hat häufig direkten Einfluss auf die Berechnung der Entlohnung für die geleistete Arbeit.
Bei der Berechnung des Arbeitslohnes werden unterschiedliche Modelle zu Grunde gelegt. Es gibt Arbeitsverhältnisse, in denen nur die jeweiligen Arbeitsstunden entlohnt werden und andere, bei denen eine feste monatliche Grundvergütung unabhängig der von der Anzahl der Arbeitstage abhängigen Anwesenheitszeit gezahlt wird.
Immer wieder wird über eine Arbeitszeitflexibilisierung diskutiert. Nachfolgend finden sich Argumente für und gegen diese Idee.
Pro
Arbeitsplätze werden entstehen: Wenn Unternehmen die Arbeitszeiten flexibel gestalten könnten, würde das einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Volkswirtschaften darstellen, in denen Arbeitszeiten starrer geregelt sind und sind damit ein Standortvorteil. Die zu beobachtende Abwanderung von Arbeitsplätzen ins derzeitig wettbewerbsbevorteilte Ausland würde gebremst.
Arbeitsplätze gehen nicht verloren: Man könnte annehmen, dass durch eine gesetzliche Arbeitszeitsenkung eine Teil der freigewordenen Arbeitsstunden auf neue Arbeitsplätze umverteilt würde und so neue Arbeitsplätze entstehen würden. Tatsächlich konnte diese Vermutung empirisch nicht bestätigt werden. Vielmehr sank durch starrere Regelungen die Zahl der Arbeitsplätze in der Vergangenheit. Dieses Argument bezieht sich jedoch auf die Senkung der Arbeitzeit bei Beibehaltung des Gesamtlohns und folglicher Anhebung des Stundenlohns, wie sie in den 1980ern stattfand. Bei Beibehaltung des Stundenlohns trifft dieses Argument allgemein nicht zu.
Arbeitskostensenkung: Zur Senkung von Lohnnebenkosten kann alternativ zu einer Lohnsenkung auch ein Beibehalt der Lohnhöhe bei gleichzeitiger Verlängerung gesichert werden. Der Lohnsatz würde also sinken, während die Lohnsumme konstant bliebe. Niedrigere Lohnnebenkosten könnten die Wiedererreichung der Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben und damit die zu beobachtende Abwanderung von Arbeitsplätzen ins derzeitig wettbewerbsbevorteilte Ausland bremsen, vielleicht sogar neue Arbeitspläte entstehen lassen.
Contra
Arbeitsplätze werden abgebaut: Durch eine Arbeitszeitverlängerung werde die gesamte Arbeitszeit auf weniger Beschäftigte verteilt, wodurch weniger Personen beschäftigt würden. Dies trifft vor allem zu, wenn die Arbeitszeitverlängerung nicht mit einer nachfragebedingten Produktionssteigerung im Unternehmen einhergeht.
Arbeitszeitausweitung in allen Branchen: Zwar führe eine Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich zu mehr Beschäftigung und sei deshalb sinnvoll. Diese müsse aber in der gesamten Volkswirtschaft erfolgen, nicht in Einzelbetrieben, um einen Nachfrageschub von anderen Unternehmen sicherzustellen.
Internationale Situation
In vielen Länder ist die Dauer der täglichen, der wöchentlichen und der monatlichen Arbeitszeit durch Gesetze begrenzt.
Situation in Deutschland
In Deutschland wird die gesetzlich vorgeschriebene Dauer der maximalen Arbeitszeit im so genannten Arbeitszeitgesetz geregelt.
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