Arbeiter- und Bauern-Fakultäten (ABF) entstanden 1949 in der DDR als Nachfolgeeinrichtungen der so genannten Vorstudienanstalten, die 1946 an vielen Universitäten gegründet wurden.
Ziel war das Erreichen des Abiturs für junge Menschen, die aufgrund von Kriegseinwirkungen, Flucht, Vertreibung, Verschleppung, politischer Verfolgung oder sozialer Benachteiligung nicht die reguläre Oberschule besuchen konnten.
Insgesamt haben etwa 35000 Absolventen das Abitur auf diese Weise erreicht und meistens anschließend ein Studium begonnen.
1963 wurden diese Einrichtungen wieder abgeschafft.
Die Einrichtung wurde erst 1968 in Halle abgeschafft, denn von 1965-68 war ich dort Abiturient (ABF I).
ABF's gab es z.B. an den Universitäten Rostock und Greifswald. Der Absolvent der ABF Greifswald, Schriftsteller Hermann Kant, hat diesen Einrichtungen mit seinem Buch Die Aula ein Denkmal gesetzt. In Halle (Saale) gab es außerdem die ABF II, die als Institut zur Vorbereitung auf das Auslandsstudium (IVA) bis 1991 ihre Absolventen sprachlich und fachlich für ein Studium im Ausland vorbereitete.
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