Katharina heiratete 1501 zunächst Arthur Tudor, den Sohn Heinrich VII. von England. Als Prinz von Wales entsandte man Arthur zum Ludlow Castle an der walisischen Grenze, um dem Rat von Wales vorzusitzen, wobei Katharina ihn begleitete. Einige Monate später wurden alle Opfer einer grassierenden Epidemie, bei der auch Katharina beinahe starb. Sie gesundete, wurde aber Witwe. Katharina bezeugte, dass die Ehe wegen der Jugend des Paares nicht vollzogen worden sei, so dass der Papst einen Dispens erteilte, damit Katharina Arthurs jüngeren Bruder, den künftigen Heinrich VIII. heiraten konnte. Die Vermählung fand erst 1509 nach Heinrichs Thronbesteigung statt. Sowohl als Prinzessin von Wales wie als Königin, war Katharina überaus volksverbunden und populär.
Heinrich VIII. heiratete Katharina von Aragon auf Grund des letzten Willens seines Vaters und führte 18 Jahre eine glückliche Ehe (allerdings in geringer Treue), bis er sich ernsthaft um einen männlichen Thronfolger Sorgen machte, während ihre Wechseljahre nahten. Ihr erstes Kind war eine Totgeburt 1510. Prinz Heinrich wurde 1511 geboren, starb aber nach 52 Tagen. Katharina hatte dann eine Fehlgeburt, gefolgt von einem weiteren früh verstorbenen Sohn. Im Februar 1516 gebar sie im Palast von Placentia in Greenwich, London die Tochter Mary, (später Königin Maria I. von England). 1518 hatte sie eine weitere Fehlgeburt.
Heinrich hatte in den späteren Ehejahren eine Reihe von Mätressen. Weil kein Thronnachfolger sich einstellte, begann er zu glauben, seine Ehe sei verflucht und eine Bestätigung des Buches Leviticus, nach dem eine Ehe eines Mannes mit der Frau seines Bruders kinderlos bliebe. Schließlich bezichtigte er Katharina der Lüge, als sie den Nichtvollzug ihrer Ehe mit Arthur bestätigt hatte, so dass ihre Ehe in Gottes Augen unrecht sei. Nachdem Heinrich heimlich Anna Boleyn, eine von Katharinas ehemaligen Zofen (und Schwester einer ehemaligen Mätresse) heiratete, verabschiedete er am 23. Mai1533 eine Parlamentsakte zur Annullierung seiner Ehe mit Katharina. Diese Scheidung galt jedoch in den Augen der Kirche als ungültig, so dass Heinrich im März 1534 Papst Klemens VII. aufforderte, der Scheidung zuzustimmen. Der Papst lehnte ab, auch wegen der Tatsache, dass der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, - Katharinas Neffe - die Macht über das Papsttum hatte.
Die päpstliche Ablehnung der Annullierung der Ehe trieb die Reform der englischen Kirche und die Etablierung der Kirche von England voran, und gipfelte im Bruch mit der römisch-katholischen Kirche. Katharina lehnte die Einwilligung in die Scheidung ab und ging vor Gericht, verlor aber und wurde gezwungen, den königlichen Hof zu verlassen. Sie wurde von ihrer Tochter getrennt (die als illegitim erklärt wurde) und in fern gelegene Schlösser geschickt, wo man hoffte, dass sie sich unter den demütigenden Umständen dem Unvermeidlichen fügen werde; sie aber akzeptierte die Scheidung nie und unterzeichnete ihren letzten Brief mit "Katharina die Königin". Zu dieser Zeit erfuhr sie, dass die Ehe Heinrichs mit Anna sich zum Schlechten wendete; sie hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, dass er eines Tages zu ihr zurückkehren würde.
Katharina starb 1536 an einer Krebserkrankung auf Schloss Kimbolton und wurde in der Peterborough Cathedral mit der Zeremonie der Witwe eines Fürsten von Wales, nicht der einer Königin beigesetzt. Weder Heinrich gab ihr das letzte Geleit, noch erlaubte er dieses Prinzessin Mary.
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