Arachnophobie ist eine weit verbreitete und allgemein bekannte Phobie. Als Ursache wird häufig folgende Erklärung angegeben:
Je weiter sich ein Tier/Gegenstand vor menschlichen Erscheinungsbild abweicht, desto stärker, mehr und weiter verbreitet ist die Angst. Dies scheint allerdings keine befriedigende Erklärung zu sein. Im Tierreich existieren viele Lebensformen, die noch weitaus mehr vom menschlichen Erscheinungsbild abweichen, aber weniger stark Gegenstand von Phobien sind.
Es gibt hingegen Gründe anzunehmen, dass es sich in der Mehrzahl der Fälle um ein erlerntes Verhalten handelt. Dies erläutert folgende Erklärung: Ein Kleinkind orientiert sich in vielen Lebensäußerungen an den eigenen Eltern und anderen engen Bezugspersonen. Leidet eine dieser Personen an Arachnophobie, ist es möglich, dass das Kind diese Angst erlebt und sich zu eigen macht: Es hält die Spinne für gefährlich und weicht ihr aus. Da der Puls und der Herzschlag zum schnellen Weglaufen höher sein muss, entwickelt sich dieses Ausweichen auch das Körpergefühl betreffend zu einer Angst (unter anderem höherer Puls- und Herzschlag).
Für Arachnophobie als frühzeitig von Eltern und anderen Bezugspersonen erlernte Verhaltensweise spricht ebenfalls die Beobachtung, dass sie nur in bestimmten Regionen der Welt verbreitet, hingegen zum Beispiel bei Naturvölkern so gut wie unbekannt ist.
Es wurden auch Versuche beschrieben, in denen unbefangene Kindergartenkinder selbst sehr große Spinnen angstfrei berühren konnten und als "niedlich" erlebten.
Als Therapie gegen eine die Lebensqualität beeinträchtigende Arachnophobie hat sich wie bei allen Phobien vor allem die Verhaltenstherapie bewährt; an erster Stelle stehen Formen der Konfrontationstherapie. Dabei wird der Patient direkt mit seiner Angst und dem angstbesetzten Objekt, also der Spinne, konfrontiert. Er setzt sich dabei mit der Spinne unmittelbar auseinander, was bis hin zur Berührung von Vogelspinnen oder Tieren ähnlicher Größe geht.
Es gibt immer wieder ehemalige Phobiker, die sich nach erfolgreicher Therapierung selbst Spinnen als Haustiere halten (Überkompensation der Angst).
Es gibt eine Art von "Spinnenangst" bei Betreuern von Informationsangeboten im Internet. Sie kommt daher, dass Spider (Software) bzw. Webcrawler unter Umständen eine unerwünschte Last auf den Rechnern erzeugen.
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