Er studierte in Paris und trat 1248 als Lehrer der scholastischen Philosophie mit solchem Beifall auf, dass er den Beinamen eines Doctor universalis und angelicus erhielt.
In den Jahren 1248 bis 1252 war er Schüler des Albertus Magnus in Köln. Nach weiteren Vorlesungen in Paris von 1256 bis 1259 lehrte er in Rom, Viterbo und Orvieto.
Ab 1269 war er als Studienpräfekt seines Ordens in Neapel tätig, wo er 1272 eine Dominikanerschule aufbaute. Er starb am 7. März1274 auf der Reise zum zweiten Konzil von Lyon in Fossanova.
Der wesentlichste Verdienst des Thomas von Aquin besteht darin, der Theologie den Charakter einer Wissenschaft gegeben zu haben (siehe Natürliche Theologie). Zur Klärung der Glaubensgeheimnisse wird dabei die natürliche Vernunft, insbesondere das philosophische Denken des Aristoteles, herangezogen.
Er löste die Gegensätze, die zu seiner Zeit zwischen den Anhängern des Augustinus, der das Prinzip des menschlichen Glaubens betonte, und denen des wiederentdeckten Aristoteles, der von der Erfahrungswelt und der darauf aufbauenden Erkenntnis ausging.
Thomas von Aquin hat nachgewiesen, dass sich diese beiden Lehren nicht widersprachen, sondern ergänzten, dass also einiges nur durch Glauben und Offenbarung, anderes auch oder nur durch Vernunft erklären lässt. In dieser Synthese liegt seine Leistung.
Nachleben
Schon kurz nach seiner Heiligsprechung, in jüngster Zeit aber 1879 wurde sein Werk und seine Ideen unter PapstLeo XIII. als Grundlage aller katholischer Schulen gesetzt, und somit bestimmt sein Werk die römisch-katholische Lehre. Auch das Zweite Vatikanische Konzil empfiehlt Thomas ausdrücklich als den Lehrer, nach dessen Doktrin sich die Theologie sowie die Philosophie im Studium der zukünftigen Priester zu richten haben (Optatam totius). Die Enzyklika Fides et Ratio und das neue Kirchenrecht haben diese Empfehlung erneut eingeschärft.
Schon um 1300 trat der Franziskaner Johannes Duns Scotus gegen ihn auf und gründete die philosophisch-theologische Schule der Skotisten, mit welcher die Thomisten auf den Universitäten in Fehde lebten. Die Thomisten verteidigten die strenge Lehre Augustins von der Gnade und bestritten die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria. In der Frage der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter ist die spätere Kirche von der häufig in der thomistischen Schule anzutreffenden Vorstellung abgewichen, wobei umstritten ist, inwieweit Thomas tatsächlich als Gegner des Dogmas ausgegeben werden kann.
In Deutschland bemüht sich heute besonders die "Deutsche Thomas-Gesellschaft" (Sitz in Berlin) um die Weiterführung des thomistischen Erbes.
Dieser Beitrag ist aus der XML-Version der deutschen WikiPedia® entwickelt worden und unterliegt inhaltlich den GNU FDL-Lizenzbestimmungen. Linkziele außerhalb der wikipedia-Inhalte unterliegen den Urheberrechten der jeweiligen Anbieter
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen
Diese Web Site verdient ihr Geld durch Produktverkäufe (CD-ROM, downloads) und in erster Linie durch Anzeigen. Wenn Sie als Webmaster zuverlässige Partner suchen für Ihr eigenes Anzeigenschäft, dürfen Sie sich gerne auf unsere Empfehlungen stützen:
z.B.: GigaCash & ProfiWin