Der Wirkstoff Apomorphin wurde früher in hohen Dosen als Brechmittel bei Vergiftungen eingesetzt. Es stellte sich heraus, dass der Stoff, der nichts mit Morphinen zu tun hat, in geringen Mengen eingenommen eine erektionsstimulierende Wirkung aufweist. Diese Wirkung wurde durch Zufall bei der Behandlung von Parkinson-Patienten entdeckt.
Apomorphin entfaltet die potenzsteigernde Wirkung besonders, wenn die Substanz über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Der Wirkungsmechanismus ist dabei ganz anders als bei Viagra. Apomorphin wirkt stimulierend in den für die Erektion verantwortlichen Regionen des zentralen Nervensystems.
Apomorphin ist seit Juni 2001 in Deutschland zur Behandlung von erektiler Dysfunktion (ED) zugelassen. Es wird als Lutschtablette unter dem Handelsnamen Ixense bzw. Uprima vertrieben. Das Medikament ist verschreibungspflichtig. Die Tablette wird unter die Zunge gelegt, wo sie sich in ca. 10 Minuten vollständig auflöst. Die gewünschte potenzsteigernde Wirkung tritt nach etwa 20 Minuten ein.
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