Apollo 11 war eine Mission der bemannten Amerikanischen Raumfahrt aus dem Apollo-Programm mit dem primären Ziel der Landung auf dem Erdmond. Das Ereignis wurde weltweit von rund 500 Millionen Menschen im Fernsehen verfolgt. Gestartet wurde am 16. Juli1969 mit der Saturn VRakete von Cape Kennedy, Florida. Die interne Projektbezeichnung war AS-506.
Ursprünglich war vorgesehen, dass Aldrin die Apollo-Kapsel und Fred W. Haise die Mondfähre steuern sollte. Ende 1968 stieß jedoch Michael Collins zur Mannschaft, weil er aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Vorbereitung von Apollo 8 hatte teilnehmen können.
Collins übernahm Columbia, Aldrin die Landefähre und Haise rückte in die Ersatzmannschaft, zu James A. Lovell, dem Ersatz-Kommandanten und William A. Anders, dem Ersatzpiloten der Apollokapsel.
Erst im April 1969 wurde entschieden, dass der Kommandant, Neil Armstrong, als erster die Mondoberfläche betreten würde. Zuvor gab es Pläne, dass der Pilot der Mondfähre, Edwin Aldrin, zuerst aussteigen würde, oder aber, dass einer der beiden Astronauten die Landefähre gar nicht verlassen würde.
Flug
Der gesamte Flug verlief ohne besondere Vorkommnisse. Heikel war jedoch der Anflug der Mondlandefähre mit Aldrin und Armstrong auf das Zielgebiet im Mare Tranquillitatis. Das ausgewählte Landegebiet war zu felsig. Armstrong ließ daraufhin das Triebwerk der Fähre mit dem Namen "Eagle" länger laufen und landete so rund 4,5 km weiter als vorherbestimmt.
Auf dem Mond
Am 20. Juli1969 um 20:17 Uhr UT vermeldete Armstrong: "Hier ist das Meer der Ruhe. Der Adler ist gelandet!" Das primäre Ziel war erreicht. Um 02:56:20 Uhr UT betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond:
"Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit!"
18 Minuten später verließ auch Edwin Aldrin die Mondfähre. Nachdem die US-Flagge gehisst worden war, errichteten die beiden Astronauten einige kleine Forschungsgeräte des EASEP ('Early Apollo Scientific Experiment Package') auf dem Mond. So sollten mittels eines Seismometers (PSE) Daten über die seismischen Aktivitäten des Mondes erfasst werden. Zur Messung der Zusammensetzung des Sonnenwindes auf dem Mond wurde eine Aluminiumfolie (SWC) aufgehangen, die kurz vor Ende des Ausfluges wieder mitgenommen wurde. Mit einem Laserreflektor (LRRR) auf der Oberfläche sollte zudem präzise die Entfernung zwischen Mond und Erde gemessen werden - dieses Experiment schlug jedoch fehl. Weiterhin wurden Bodenproben entnommen und 21,6 kg Gestein gesammelt. Der erste Spaziergang auf dem Mond endete nach 2.31h.
Rückflug
Die Astronauten starteten in die Mondumlaufbahn und koppelten wieder an der Kommandokapsel an. Am 24. Juli1969 - 16.50 Uhr UT wasserte die Kapsel im Pazifik und wurde vom Bergungsschiff U.S.S. Hornet an Bord genommen.
Wieder auf der Erde
Aus Furcht vor unbekannten Mikroorganismen mussten die drei Astronauten beim Verlassen der Apollo-Kapsel Isolationsanzüge tragen und sich in eine mehrwöchige Quarantäne begeben, bis alle Bedenken ausgeräumt waren.
Verschwörungstheorie
Eine bekannte Verschwörungstheorie besagt, dass die Apollo 11-Landung (und auch alle Mondlandungen) nie stattgefunden haben, sondern von der NASA auf der Erde gefilmt wurden, um die Öffentlichkeit zu täuschen.
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