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Anzengruber, Ludwig
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Biografie / Biographie / Biography

* 19. November 1839 - † 10. Dezember 1889

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Ludwig Anzengruber (* 19. November 1839 in Wien, † 10. Dezember 1889 in Wien) war ein österreichischer Dramatiker und Erzähler.


Inhaltsverzeichnis


1 Leben

2 Werke (Auswahl)

3 Literatur

4 Weblinks


Leben

Anzengruber stammt aus einem oberösterreichischem Bauerngeschlecht. Sein Vater Johann Anzengruber ist ein kleiner Beamter der kaiserlichen Gefällen- und Domänenverwaltung; nebenher macht er sich einen Namen als Schriftsteller.


Er besuchte zwischen 1846 und 1854 die Volksschule, sowie die Unter- und Oberrealschule. 1844 stirbt Anzengrubers Vater und zehn Jahre später, 1854, seine Großmutter. Da jetzt auch deren Unterstützung wegfällt, kann die Familie den Schulbesuch nicht mehr finanzieren.


Im selben Jahr eröffnet die Mutter ein Weißwarengeschäft und ein Jahr später beginnt Anzengruber eine Buchhandelslehre.


Von 1859 bis 1867 ist Anzengruber Schauspieler bei verschiedenen Wandergruppen, mit denen er die Provinztheater bereist. In diese Zeit fallen auch seine ersten Schreibversuche. 1867 kehrt er nach Wien zurück und lebt mit seiner Mutter am Existenzminimum.


1869 bekommt er eine Anstellung als Polizeyoffizial 4. Classe bei der k. u. k. Polizeidirektion in Wien. Er schafft in dieser Zeit, 1870, den Durchbruch mit seinem Volksstück Der Pfarrer von Kirchfeld. Die Premiere am 5. November ist ein durchlagender Erfolg. Heinrich Laube, der Leiter des Burgtheaters schreibt eine enthusiastische Kritik.


Mit vierunddreißig Jahren heiratet Anzengruber am 11. Mai 1873 die sechzehnjährige Adelinde Lipka, die Schwester seines Freundes Franz Lipka. 1889, nach sechzehnjähriger Ehe verlässt sie ihn und die drei gemeinsamen Kinder.


Die nächsten Jahre sind sehr erfolgreich für Anzengruber. In ganz Europa werden seine Stücke inszeniert und aufgeführt. Seine Mutter kann diesen Erfolg nur noch teilweise erfahren; sie stirbt am 2. März 1876.


Von April 1882 bis Juni 1885 leitet Anzengruber das Wiener Witzblatt Figaro und arbeitet in der Redaktion der Zeitschrift Die Heimat mit. Auch für das Theater an der Wien arbeitet Anzengruber als Theaterdichter.


Am 15. September 1889 wird das Wiener Volkstheater mit Anzengrubers Der Fleck auf der Ehr eröffnet. Dort bekommt er nun eine feste Anstellung.


Ende November leidet Anzengruber an einem Furunkel. Kaum vierzehn Tage später, am 10. Dezember 1889 stirbt Ludwig Anzengruger daran in Wien.


Werke (Auswahl)

  • Der Pfarrer von Kirchfeld (Schauspiel), 1871
  • Der Meineidbauer (Drama), 1872
  • Die Kreuzelschreiber (Komödie), 1872
  • Die Tochter des Wucherers (Schauspiel), 1873
  • Der Schandfleck (Roman), 1877
  • Der Sternsteinhof (Roman), 1885


Literatur

  • Baumer, Franz: Ludwig Anzengruber. - Weilheim : Stöppel, 1989
  • Ludwig Anzengruber / hrsg. von Herwig Würtz. - Wien : W. Stadt- u. Landesbibliothek, 1989


Weblinks



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