Der Antoniter-Orden (Canonici Regulares Sancti Antonii (CRSAnt); auch Antoniusorden, Antoniter oder Antonianer) wurde 1059 als Laienbruderschaft in St-Didier-de-la-Motte in der Dauphiné in Südfrankreich gegründet. Seine Aufgabe war die Pflege und Behandlung am Antoniusfeuer Erkrankter, einer im Mittelalter in Europa weit verbreiteten Krankheit.
Das Stammkloster des Ordens befindet sich in St. Antoine (Dept. Isère, Frankreich). Dort soll der französische Adlige Gaston den Orden als Dank für die Heilung seines Sohnes vom Antoniusfeuer mit Hilfe der dort befindlichen wundertätigen Reliquien des Heiligen Antonius (s. Antonius der Große) gestiftet haben. Ursprünglich der Pflege von heimkehrenden Pilgern gewidmet, konzentrierte sich die Tätigkeit der Antoniter ab 1217 vor allem der Krankenpflege.
Durch seine Erfolge bei der Heilung des Antoniusfeuers breitete sich der Orden in den Folgejahren über Frankreich hinaus aus und unterhielten im 15. Jahrhundert annähernd 370 Spitale in ganz Europa.
Der Orden lebte hauptsächlich von Stiftungen und Spenden und in Folge der Reformation gingen die Geldmittel stark zurück. Mit der Entdeckung des Zusammenhangs zwischen mit Mutterkornpilz befallenem Getreide und Antoniusfeuer sank auch die Zahl der Erkrankungen merklich. Infolge dieser Entwicklungen sank die Bedeutung des Ordens rapide. Durch päpstliches Dekret wurden die letzten 33 noch in Deutschland verbleibenden Häuser in den Johanniterorden inkorporiert. Nur die Klöster in Köln und Höchst entzogen sich dem Dektret und wurden beide 1803säkularisiert.
Das Ordensgewand der Antoniter war ein schwarzes Chorkleid, darüber ein schwarzer Mantel mit hellblauem T-Kreuz.
Antoniter-Klöster in Deutschland
Eine der ersten Niederlassungen der Antoniter in Deutschland war 1214Memmingen, weitere 41 Häuser folgten. Darunter waren die Klöster in:
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